2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Strittiger Elfmeter ärgert TSV Oberalting beim 2:2 gegen Gilching

Kreisliga-Derby mit Diskussionen

von Tobias Huber · Heute, 04:39 Uhr · 0 Leser
Oberaltings Torhüter Maximilian Kraus und Jomarico Augusto
Oberaltings Torhüter Maximilian Kraus und Jomarico Augusto – Foto: Photographer: Andrea Jaksch
Der TSV Oberalting verliert in letzter Minute zwei Punkte. Trainer Manuel Feicht hadert mit der umstrittenen Schiedsrichterentscheidung.

TSV Gilching-A. II – TSV Oberalting-S. 2:2 (0:1) Tore: 0:1 L. Mantel (45.+2), 0:2 Lenz (62.), 1:2 Boitin (65./FE), 2:2 Augusto (90./FE)

Das Kreisliga-Duell am frühen Sonntagabend zwischen dem TSV Gilching-Argelsried II und dem TSV Oberalting-Seefeld hatte alles, was ein Derby ausmacht: hitzige Stimmung, intensiv geführte Zweikämpfe, sehenswerte Treffer – und strittige Schiedsrichterentscheidungen. Wobei Gäste-Trainer Manuel Feicht auf Letzteres gerne verzichtet hätte. Denn dem Elfmeter, den der Gilchinger Jomarcio Augusto in der 90. Minute zum 2:2-Endstand verwandelte, ging ein nur leichter Kontakt von Markus Hüttling und Luka Artmann voraus. „Er hat den Arm recht weit oben, aber da Elfmeter zu geben, ist schon sehr hart“, sagte Oberaltings Trainer Manuel Feicht. Auch sein Gegenüber, der diesmal von der Seitenlinie coachende Gilchinger Spielertrainer Tobias Hänschke, räumte ein: „Er hat den Kontakt dankend angenommen.“

Allzu weit auseinander lagen beide auch in der Bewertung der Partie nicht: Feicht ärgerte sich zwar über den Unparteiischen und haderte auch mit einer Entscheidung im ersten Durchgang, als Erik Zellermann nach einem Foulspiel als womöglich letzter Mann mit Gelb davonkam, sprach aber nach zuletzt zwei Niederlagen von einem guten Auftritt seines Teams, der Mut für den Saisonendspurt mache. Für Hänschke war die Elfmeterentscheidung etwas glücklich, unter dem Strich sei das Ergebnis jedoch gerecht gewesen. „Kämpferisch haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte der 35-Jährige. Aufgrund des Ballbesitz- und Chancenverhältnisses sei sogar noch mehr drin gewesen.

Seine Mannschaft hatte sich fest vorgenommen, im ersten Durchgang die Null zu halten. Das klappte 46 Minuten lang, in der zweiten Minute der Nachspielzeit aber war die Deckung einmal unsortiert, und Laurenz Mantel konnte eine Hereingabe seines Cousins Kevin Mantel recht ungestört am zweiten Pfosten verwerten. Nach gut einer Stunde erhöhte Louis Lenz auf 2:0. Der erst wenige Minuten zuvor für den verletzten Ben Dotterweich ins Spiel gekommene Offensivspieler setzte nach einem langen Ball seinen Körper gekonnt ein und jagte die Kugel per Dropkick in die Maschen.

Es roch nach Vorentscheidung, die war es aber mitnichten. Keine drei Minuten später liefen gleich zwei Oberaltinger Jomarcio Augusto in die Hacken, und Fabian Boitin verkürzte nach dem für beide Trainer unstrittigen Elfmeterpfiff auf 1:2. Dabei blieb es – bis der Schiedsrichter in der 90. Minute auf den Punkt zeigte.

SC Weßling – FT Jahn Landsberg3:1 (1:1) Tore: 1:0 Sturm (35.), 1:1 Chebbi (45.+4), 2:1 Sturm (52.), 3:1 Sturm (74.)

Keine gute Erinnerungen hatten die Weßlinger Fußballer an die vergangenen Duelle gegen Jahn Landsberg. Vor einem Jahr kostete eine 0:1-Heimpleite wichtige Punkte im Aufstiegskampf. In der Vorrunde reichte es gegen das Kellerkind, das mittlerweile abgeschlagen am Tabellenende steht, nur zu einem 1:1. „Diesmal haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, freute sich Weßlings Co-Trainer Thomas Ludwig. Seinem Team reichte dazu eine solide Leistung, um einen letztlich ungefährdeten Erfolg einzufahren. „Für die Zuschauer war es aber sicher kein Leckerbissen“, berichtete Ludwig.

Der Sportclub konnte sich am Samstag auf die Treffsicherheit von Marius Sturm verlassen. Beim 1:0 verwertete er die Vorlage von Yannick Starck. Kurz vor der Pause leisteten sich die Hausherren einen kollektiven Aussetzer, der mit dem Ausgleich bestraft wurde. „Da waren einige Spieler daran beteiligt“, sagte Ludwig. Doch die Weßlinger ließen sich nicht beunruhigen. In der 52. Minute schlug Jonathan Haseneder eine Maßflanke, die Sturm per Kopf zum 2:1 verwandelte. Beim 3:1 profitierte Sturm von der Vorarbeit seines kongenialen Angriffspartners Luis März-Vorisek. Für die spektakulärste Szene sorgte aber Jakob Brugger, der mit einer artistischen Rettungsaktion sein Team vor dem drohenden Anschlusstreffer kurz vor dem Ende bewahrte. Der Sportclub könnte damit durch den fünften Dreier in Folge im Nachholspiel am Donnerstag (19.30 Uhr) zu Hause gegen den abstiegsbedrohten Neuling TSV Türkenfeld bis auf zwei Zähler an Platz zwei heranrücken. „Wir wollen alle restlichen Spiele gewinnen und schauen, wozu es am Ende reicht“, sagte Ludwig. Um den Relegationsplatz noch zu erreichen, sind die Weßlinger auf Schützenhilfe angewiesen.