
In einem vom Vorstand veröffentlichten Statement spricht der SC Türkiyemspor Essen von einem "schweren und inakzeptablen Vorfall“. Nach Vereinsangaben hat Trainer Hasan Fidan schwere Gesichtsverletzungen erlitten nachdem dieser von einer Glasflasche aus kurzer Distanz beworfen wurde.
Dabei benennt der Verein auch einen Tatverdächtigen. "Es handelt sich bei dem Tatverdächtigen um einen Spieler des Vereins AL-ARZ. Gegen diese Person wurde umgehend Strafanzeige erstattet“, heißt es in der Mitteilung. Schon direkt nach dem Vorfall bestand bei Türkiyemspor keinerlei Zweifel an der Identität der Person. Der direkte Aufstiegskonkurrent AL-ARZ Libanon war an der Partie sportlich nicht beteiligt, hatte jedoch vor Ort die Sportfreunde Altenessen über den Spielverlauf lautstark unterstützt. Im Umfeld des Spiels soll es zu gegenseitigen Provokationen und Beleidigungen gekommen sein. Die Situation eskalierte schließlich mit dem Flaschenwurf. In Fidan traf es ausgerechnet jemanden, der aktiv versuchte den Konflikt zu beruhigen.
"Der SC Türkiyemspor Essen e.V. distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form von Gewalt – sei es auf oder neben dem Fußballplatz“, betont der Verein. "Die körperliche Unversehrtheit und Sicherheit aller Beteiligten hat für uns zu jedem Zeitpunkt oberste Priorität.“
Trainer Hasan Fidan musste nach dem Vorfall ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Angaben des Vereins erlitt er neben starken Blutungen auch einen Nasenbruch und muss operiert werden. Neben den polizeilichen Ermittlungen beschäftigt der Fall inzwischen auch das Kreissportgericht. Dort wird über die sportlichen Konsequenzen entschieden. Möglich sind sowohl eine Wertung am Grünen Tisch als auch ein Wiederholungsspiel. Derzeit wird den beteiligten Teams aber noch eine rund dreitätige Frist zur Stellungnahme gewährt.
Nach Informationen von FuPa Niederrhein wird eine Entscheidung des Sportgerichts voraussichtlich erst Anfang der kommenden Woche - und damit auch nach dem letzten Spieltag in der Kreisliga A - erwartet.
"Das Kreisliga-A-Spiel zwischen den Sportfreunden Altenessen und dem SC Türkiyemspor Essen e.V. verlief auf dem Spielfeld bis Abpfiff sportlich absolut fair. Überschattet wurde die Begegnung jedoch durch einen schweren und inakzeptablen Vorfall im Zuschauerbereich: In der Nachspielzeit wurde unser Trainer durch einen gezielten Wurf aus kürzester Distanz mit einer Glasflasche im Gesicht verletzt. Neben starken Blutungen erlitt er einen Nasenbruch und muss aufgrund der Schwere der Verletzungen operiert werden.
Es handelt sich bei dem Tatverdächtigen um einen Spieler des Vereins AL-ARZ. Gegen diese Person wurde umgehend Strafanzeige erstattet. Die genauen Umstände und Hintergründe werden nun von den zuständigen Ermittlungsbehörden sowie den zuständigen Verbandsorganen lückenlos aufgearbeitet.
Der SC Türkiyemspor Essen e.V. distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form von Gewalt -sei es auf oder neben dem Fußballplatz. Die körperliche Unversehrtheit und Sicherheit aller Beteiligten hat für uns zu dem jedem Zeitpunkt oberste Priorität. Gewalt hat im Sport absolut keinen Platz.
Aus Respekt vor den laufenden Ermittlungen werden wir uns zum aktuellen Zeitpunkt nicht weiter zu einzelnen Personen oder beteiligten Vereinen äußern. Wir vertrauen voll und ganz auf eine lückenlose und objektive Aufklärung durch die Behörden.
Unserem Trainer wünschen wir von ganzem Herzen eine erfolgreiche Operation sowie eine rasche und vollständige Genesung. Wir stehen fest an seiner Seite.
Vorstand des SC Türkiyemspor Essen e.V."