2024-03-04T12:27:13.471Z

Ligavorschau
Holger Lemke und seine Tarforster wollen sich für die 2:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren.
Holger Lemke und seine Tarforster wollen sich für die 2:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren. – Foto: Sebastian J. Schwarz/Archiv

Stoppt Ehrang im Derby seine Ergebniskrise?​

Rheinlandliga: Am letzten Spieltag vor der Winterpause treffen die beiden Trierer Stadtrivalen aufeinander – Tauwetter sorgt für Aufatmen. ​

FC Metternich - FSV Salmrohr (Freitag, 19 Uhr, Koblenz-Metternich, Kunstrasenplatz)

Ausgangslage: Der FSV Salmrohr blickt zum Jahresabschluss auf einen Saisonverlauf mit Höhen und Tiefen zurück. Zuletzt konnte der FSV mit drei Siegen in Folge aus dem unteren Tabellendrittel bis auf Platz neun klettern. Mit einem Sieg beim Schlusslicht würden die Salmtaler einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern und sich erst mal im Tabellenmittelfeld festbeißen. „Die Favoritenrolle ist uns nicht ganz abzusprechen. Dennoch wird Metternich die Punkte im letzten Spiel mit seinem Trainer nicht kampflos hergeben. Trotz der Tabelle tun wir wie zuletzt gut daran, den Gegner eher kommen zu lassen, um unsere Räume nach vorne nutzen zu können“, meint Frank Meeth, Coach des FSV Salmrohr. Dessen Metternicher Kollege Patrick Kühnreich wird zum 1. Januar neuer Trainer des Oberligisten FC Karbach. Sein Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Leo de Sousa.​

Personal: Bis auf Rasheed Eichhorn (Rotsperre) können die Salmrohrer aus dem Vollen schöpfen.

FSG Ehrang/Pfalzel - FSV Trier-Tarforst (Freitag, 20 Uhr, Kunstrasenplatz Ehrang-Heide)

Ausgangslage: Beide Kontrahenten mussten zuletzt wegen widriger Platzverhältnisse eine unfreiwillige Pause einlegen. Nach dem furiosen Stadtderby in der Hinrunde, das die FSG Ehrang/Pfalzel nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 für sich entscheiden konnte, möchte der FSV Tarforst nun die Revanche. Auf der Heide wollen die zuletzt etwas kriselnden Ehranger mit einem erneuten Derbysieg einen versöhnlichen Jahresabschluss hinlegen. Nachdem die FSG lange oben mitmischte, folgten fünf Ligaspiele ohne Dreier. „Trotz der sieglosen Spiele gab es keinen Leistungseinbruch. Wir hatten viele Sperren, Verletzte und kranke Spieler. Wir konnten die Partien sogar meist noch eng gestalten. Wir freuen uns jetzt auf ein besonderes Stadtderby auf Augenhöhe und hoffen auf einen würdigen Rahmen, da wir uns zum Jahresabschluss kein schöneres Spiel vorstellen könnten“, sagt Kevin Schmitt, Coach der Vereinigten von Mosel und Kyll.

Die Tarforster haben sich mit zwei Siegen in den jüngsten drei Spielen etwas Luft zu den Abstiegsplätzen verschaffen. „Im Hinspiel haben wir ein sicher geglaubtes Spiel aus der Hand gegeben, das war schon eine bittere Heimniederlage. Dementsprechend wollen wir das Spiel jetzt gewinnen, um uns auch mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause zu verabschieden“, meint FSV-Trainer Holger Lemke.

Personal: Mit Fabio Fuhs, Ben Mombach, Julien Masselot (alle krank), Abubakri Imam (Fußverletzung), Jonas von dem Broch (muskuläre Probleme) und Jannik Lerch (Kniebeschwerden) sind gleich mehrere Ehrang/Pfalzeler Akteure noch fraglich. Zurückkehren wird nach abgesessener Rotsperre Benjamin Barthel. Beim FSV hofft Lemke auf eine rechtzeitige Genesung von Nico Neumann (krank). Sonst sind keine Änderungen im Kader zu erwarten.

FV Hunsrückhöhe Morbach - VfB Wissen (Samstag, 16 Uhr, Morbach, Kunstrasenplatz im Sportzentrum)

Ausgangslage: Nach zuletzt vier Siegen in Folge setzte es am Mittwoch im Nachholspiel beim TuS Kirchberg (0:2) nach längerer Zeit mal wieder eine Niederlage für die Morbacher „Wir kamen eigentlich gut ins Spiel, hatten mehr Spielanteile und wussten, dass Kirchberg über schnelle Gegenstöße zum Erfolg kommen wollte. Genauso kam es dann auch. Im zweiten Durchgang grenzte unser Auftritt dann aber fast an Leistungsverweigerung. Da haben wir nichts mehr von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Auch ein Aufbäumen war nicht mehr erkennbar“, sagte FVH-Coach Thorsten Haubst. Gegen den VfB Wissen müsse sich wieder einiges ändern, um für einen erfolgreichen Jahresabschluss sorgen zu können. „Wissen hat sich in letzter Zeit etwas gefangen. Sie werden diszipliniert spielen und versuchen, uns das Leben schwer zu machen. Wir müssen fast alles besser machen als zuletzt, um zu gewinnen“, so Haubst, der zur neuen Saison Trainer in Kirchberg wird (TV berichtete).

Personal: Im Vergleich zum 0:2 in Kirchberg hofft Haubst auf die Rückkehr von Maximilian Schemer (krank) und Yannik Böhnke (war beruflich verhindert).

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SV Rot-Weiss Wittlich (Samstag, 16 Uhr, Kunstrasen Mülheim-Kärlich)

Ausgangslage: Im Verfolgerduell des Tabellenachten gegen den -siebten treffen zwei Mannschaften aufeinander, die im oberen Tabellendrittel überwintern wollen. Im Hinspiel trennte man sich remis (1:1). Mülheim-Kärlich wartet seit Ende Oktober auf einen Erfolg, während die Wittlicher seit neun Wochen unbesiegt sind. RW-Trainer Guido Habscheid blickt voraus: „Mülheim-Kärlich besitzt mit Pascal Steinmetz und Daniel Aretz zwei sehr torgefährliche Stürmer. Wir wollen unsere Entwicklung bestätigen, unseren Lauf fortsetzen und auch dort punkten.“

Personal: Leonard Tonner fällt krankheitsbedingt aus.

SG Hochwald – TuS Kirchberg (Samstag, 16.30 Uhr, Kunstrasenplatz Zerf)

Ausgangslage: Der Oberliga-Absteiger triumphierte im Hinspiel zwar mit 2:0, steht aktuell aber im Niemandsland der Tabelle (26 Punkte, Rang neun). Kirchbergs Formkurve zeigt nach oben (seit vier Spielen ungeschlagen). Zuletzt gelang ein 2:0-Heimsieg gegen Morbach. Die Hochwälder trainierten eine gute Woche lang auf dem Kunstrasenplatz in Saarburg und wechselten infolge des Tauwetters ab Donnerstag zurück nach Zerf. Beide Mannschaften haben 33 Gegentore kassiert und suchen nach Konstanz. Hochwald-Trainer Fabian Mohsmann sagt: „Wir haben nach dem 3:2 in Andernach ein gutes Gefühl und wollen das ins Spiel gegen Kirchberg transportieren. Mit aller Macht wollen wir die drei Punkte zu Hause behalten und im Anschluss eine schöne Weihnachtsfeier starten.

Personal: Lucas Thinnes (Leistenprobleme) und Benedikt Haas (Syndesmoseband) fallen verletzt aus, während Kevin Keck aus privaten Gründen fehlt. Kai Werner muss noch ein Spiel Sperre absitzen.

SG Schneifel – FC Hoher Westerwald Niederroßbach (Samstag, 17 Uhr, Kunstrasenplatz Jünkerath)

Ausgangslage: Das Training am Dienstagabend fiel noch den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. Einen Tag später war der Schnee geschmolzen und ein Training des offensivstarken Tabellenführers (57 Tore) möglich. Der defensiv anfällige Tabellenvorletzte (bereits 58 Gegentore) hat zuletzt dreimal in Folge und auswärts sieben seiner neun Spiele verloren. Die Ausnahmen ergaben sich in Wittlich (1:1) und in Tarforst (2:1), wobei die Schneifeler die Westerwälder trotz eines 5:1-Hinspielerfolgs nicht unterschätzen wollen. Spielertrainer Stephan Simon konstatiert: „Wir wollen spielerische Konstanz reinbringen, technisch sauber agieren und souverän auftreten. Wir peilen mit voller Überzeugung einen Heimsieg an, und wollen das Polster auf Ahrweiler ausbauen. Für Samstag sind sieben Grad prognostiziert, weshalb das Spiel wahrscheinlich stattfinden wird.“

Personal: Es sind keine Veränderungen aufseiten der Hausherren zu vermelden.

Aufrufe: 08.12.2023, 13:00 Uhr
Vinzenz Anton/Alexander KristAutor