2025-12-17T10:26:01.779Z

Allgemeines
Bereits um die Jahrtausendwende war Sepp Huppenberger der Mann für alles beim SV Zenting.
Bereits um die Jahrtausendwende war Sepp Huppenberger der Mann für alles beim SV Zenting. – Foto: SV Zenting

Stille Helden (5): Selbst der Krebs konnte ihn nicht stoppen

FuPa blickt im Rahmen einer Serie auf die fleißigen Helfer im Hintergrund eines jeden Vereins. Teil 5: Sepp Huppenberger vom SV Zenting

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Sie sind diejenigen, die einen Verein am laufen halten. Und sie stehen nicht so im Mittelpunkt wie die Spieler, auf die allwöchentlich die Schweinwerfer gerichtet sind. Gemeint sind die ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund, die, die immer da sind, aber nur selten Beachtung finden. Diesen stillen Helden widmet FuPa eine kleine Serie. Teil 5: Sepp Huppenberger vom SV Zenting.

Seit wann bist Du in Deinem Verein in welchen Funktionen aktiv?
Es gibt eigentlich keinen Posten, den ich noch nicht inne hatte. Vor zehn Jahren habe ich meine aktive Karriere beendet. Ich war also 47 Jahre lang Fußballer beim SV Zenting - in der Zweiten, in der Ersten und in der AH. Zudem war ich Trainer von so gut wie jeder Mannschaft - egal ob Jugend, Herren oder Frauen. Immer wenn Not am Mann war, bin ich eingesprungen. Meine Funktionärskarriere hat mit 20 Jahren begonnen: Ich war Ausschussmitglied, 2. Vorsitzender, Spartenleiter, Kassier, Schriftführer und Jugendleiter. Mehr oder wenige habe ich außerdem alle Plätze gebaut. (überlegt) Kann schon sein, dass ich da jetzt was vergessen habe (schmunzelt)

Wie viele Stunden bist Du für Deinen Verein durchschnittlich aktiv?
Früher waren es mindestens 25 Stunden pro Woche. Zwischenzeitlich ist es etwas ruhiger geworden. Nun, seitdem ich 2. Vorsitzender und Platzwart bin, geht's aber wieder in diese Richtung. Mindestens...

Warum ist Dein Verein Dein Verein? Was zeichnet ihn aus? Welche Alleinstellungsmerkmal hat er?
Mein Vater hat mich als kleiner Bub mit zum SV Zenting genommen. Der Verein gehört für mich einfach dazu. Bis auf drei Jahren Pause - ich hatte mit einer Krebserkrankung zu kämpfen - war ich immer voll dabei. Der SV ist mein Baby!

Ein Leben ohne meinen Verein wäre, wie...
...ohne Sonne und Wasser. Geht nicht!

Und auch heute ist der 64-Jährige (links) überall dabei.
Und auch heute ist der 64-Jährige (links) überall dabei. – Foto: SV Zenting

An welches Erlebnis/Ereignis rund um Deinen Verein erinnerst Du Dich besonders gerne?
Nach vielen Telefonaten mit Michael Köllner, der damals noch beim Fußballverband war, habe ich es geschafft, 2002 den Junioren-Stützpunkt nach Zenting zu bringen. Das war vielleicht ein Erlebnis, als ich das verkünden durfte...

Und welchen Moment möchtest Du aus Deinem Gedächtnis streichen?
Das ganze Jahr 2004. Meine Krebs-Diagnose, der Zentinger Kreisliga-Abstieg und auch die Sechziger mussten runter...

Zu viel Lob ist auch nicht gut, deshalb: Was könnte in Deinem Verein besser sein/werden/laufen?
Das Sportliche. Wir haben uns ja dazu entschlossen, nicht mehr mit Legionären zu arbeiten. Problem: Wir hatten schon vorher sehr wenige Leute. Ich würde mir einfach mehr Vereinstreue der aktiven Spieler wünschen. Aber die Eigengewächse haben einfach keine Bindung mehr...

Ehrenamt gilt mehr und mehr als uncool. Wie könnte man dieser Entwicklung entgegenwirken?
Schwierig...

Das Mannschafts- und Vereinesterben greift um sich. Warum ist Dein Verein in absehbarer Zeit davon nicht betroffen?
Genau deshalb haben wir ja die Spielgemeinschaft mit Thannberg gegründet. So können wir die gemeinsame Jugendarbeit im Herrenbereich fortführen...

Abschließend der obligatorische Blick in die Zukunft: Dein Verein in 10,15 Jahren – erzähl doch mal...
...ich hoffe einfach nur, dass die Spielgemeinschaft Früchte tragen wird und wir den Jugendspielern eine Perspektive bieten können.

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Franz Pfeffer (Sportlicher Leiter, Zenting): "Alle Ämter, die er schon übernommen hat, kann ich ich gar nicht aufzählen. Er ist seit der Kindheit bei allen Bau- und Unterhaltsmaßnahmen dabei - und das waren sehr viele: unter anderem drei Fussballplätze, Kunstrasenplatz, Vereinsheim, Kiosk. Aktuell kümmert er sich als Platzwart um unsere beiden Rasenplätze, die Bewässerungsanlage und alles was am Sportgelände anfällt."

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Auch ihr habt stille Helden im Verein? Dann schreibt uns: niederbayern@fupa.net!

Aufrufe: 04.1.2026, 10:00 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor