
Als vorletzte Mannschaft ist Rot-Weiss Essen in die 2. Runde im Niederrheinpokal eingezogen. Am Abend besiegte der Drittligist die SpVgg Sterkrade 06/07 mit 3:0. Die Gäste hielten lange Zeit dagegen und zeigten einen starken Auftritt, gegen die individuelle Klasse der Hausherren waren sie am Ende aber chancenlos. Somit blieb die große Pokalüberraschung aus. Hätte es bei einem richtigen Heimspiel in Sterkrade womöglich anders ausgesehen?
Als haushoher Favorit ging Rot-Weiss Essen in das Erstrunden-Match im Niederrheinpokal gegen den vier Klassen tiefer spielenden Bezirksligisten SpVgg Sterkrade 06/07. Von Beginn an agierten die Essener vor nur 2.055 Zuschauern an der Hafenstraße feldüberlegen und dominierten das Geschehen, ohne aber zu den ganz großen Torchancen zu kommen. Zwar konnte Leonardo Voncic mit einer Kopfball-Bogenlampe nach zwölf Minuten das 1:0 für RWE erzielen, doch die Gäste versteckten sich keineswegs. Aus einer kompakten Defensive setzten die Sterkrader immer wieder kleinere Nadelstiche, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Eric Voufack verpasste nach rund einer halben Stunde die Vorentscheidung, als er aus zentraler Position, freistehend den Ball direkt 06/07-Keeper Thomas Bach in die Arme spielte. Der Schlussmann rettete in der Folge mehrfach und hielt damit sein Team weiter im Rennen.
Fast eine Stunde war gespielt, als Essen auf 2:0 erhöhen konnte. Voncic spielte im Strafraum Dion Berisha an, der direkt abzog. Sein abgefälschter Schuss schlug hinter dem chancenlosen Bach ein (59.). Fortan waren die Hausherren noch überlegener, konnten aber weiter ihre inzwischen durchaus ansehnlichen Chancen nicht nutzen. Im weiteren Verlauf ließen die Kräfte der Bezirksliga-Kicker merklich nach, die aber auch viel investiert hatten und stark dagegenhielten. Doch die Defensive bleib weiter stark und ließ nur schlecht platzierte Distanzschüsse der RWE-Akteure zu. In der Schlussphase kam dann auch noch Pech hinzu: Nach hoher Flanke von Torben Müsel bugsierte Mats Müller das Spielgerät in den eigenen Kasten (82.). Und es kam noch dicker. Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erhöhte Nils Kaiser auf 4:0, nachdem zuvor ein Konter mustergültig ausgespielt wurde. In der 2. Runde wartet nun Oberligist Mülheimer FC 97 auf Rot-Weiss.