2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Sowohl der SV Freudenberg (in Weiß-Blau), als auch der Gast aus Rosenberg (in Blau-Weiß) wollen weiterhin im Konzert der Ambitionierten in der Kreisliga Süd mitspielen.
Sowohl der SV Freudenberg (in Weiß-Blau), als auch der Gast aus Rosenberg (in Blau-Weiß) wollen weiterhin im Konzert der Ambitionierten in der Kreisliga Süd mitspielen. – Foto: Frank Kokott

Stelldichein der Verfolger: Freudenberg contra Rosenberg

Die 4 erwartet die 5 - es geht darum, oben dranzubleiben +++ Punktgleiches Führungsduo misst sich mit Teams aus der zweiten Tabellenhälfte +++ "Abstiegsknallerderby" Köfering vs. Haselmühl erst am Dienstag

Sechs der sieben Partien des zehnten Spieltags gehen planmässig am kommenden Wochenende über die Bühne, nur eine Partie ist quasi ein "Ausreisser" und der hat es in sich: Im ultimativen Kellerduell prallen am kommenden Dienstag in Köfering der gastgebende Sportverein (13./3) und der ASV Haselmühl (14./3) aufeinander. Ein Nachbarderby, in dem das Prestige absolut in den Hintergrund rückt, es geht einzig und allein ums nackte Überleben in der Liga. Auch weil derartige Duelle bekanntermassen eine Eigendynamik entwickeln, ist der Spielausgang völlig offen. Klar ist, dass ein jeder Zentimeter des grünen Geläufs umkämpft sein wird, Geschenke werden da nicht gemacht.

Klettern wir die Tabellenleiter hinauf und blicken auf die Aufgaben der Mannschaften, die Aufstiegsambitionen hegen. Da bringt Runde 10 ein direktes Aufeinandertreffen zweier solcher Teams, stehen sich doch mit dem SV Freudenberg (4./19) und dem TuS Rosenberg (5./17) Verfolger des Führungsduos im direkten Duell gegenüber. "Dranbleiben" lautet die Devise hüben wie drüben. Schauen wir noch auf die Herausforderungen, die das punktgleiche, die Liga anführende Zweigestirn vor der Brust hat. Sowohl Primus DJK Ursensollen (1./21 - in Hirschau), als auch der TSV Königstein (2./21 - zuhause gegen Schmidmühlen) schlüpfen in die Favoritenrolle, werden aber bei einer vermeintlichen Pflichtaufgabe "einen Teufel tun", den Gegner am Tabellenstand zu messen.

Im Überblick die Vorschau auf die Partien der Runde 10:

Erleichterung herrschte bei den Kaolinstädtern nach dem Auswärtssieg in Schmidmühlen, der nach einer Serie von vier Niederlagen in Folge endlich den "Bock" zum Erliegen brachte. Nicht nur für´s Punktekonto, sondern auch für das angekratzte Selbstbewußtsein war dieser Dreier wichtig und kam genau recht, um an die kommende schwere Aufgabe mit gesteigerter Motivation heranzugehen. Bei der DJK läuft es weiter bestens, nach dem doch unerwarteten Kantersieg gegen Freudenberg grüßt die Kotzbauer-Truppe als Aufsteiger tatsächlich als Tabellenführer. Wohlwissend, dass die aktuelle Situation eine Momentaufnahme ist und man deshalb nicht abheben muss, reist man in den Hirschauer Sportpark, um dort den "Platz an der Sonne" zu verteidigen. Alles andere wäre ja nicht logisch.

"Mit Tabellenführer Ursensollen wartet auf uns natürlich ein richtiges Brett, die DJK strotzt im Moment nur so vor Selbstvertrauen. Wir wollen nach unserem Sieg vom letzten Wochenende mit der gleichen mannschaftlichen Geschlossenheit auftreten und versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen", sagt Hirschaus Spielertrainer Andi Meyer.

"In Hirschau erwartet uns ein schweres Auswärtsspiel gegen einen unangenehm zu bespielenden Gegner, der am vergangenen Wochenende drei Punkte in Schmidmühlen einfahren konnte. Dass Hirschau aktuell so tief in der Tabelle steht, überrascht - denn sie haben bislang meist nur knapp verloren. Das zeigt, dass sie mit jeder Mannschaft mithalten können. Umso wichtiger ist es, dass wir erneut mit voller Leidenschaft, hoher Intensität und mannschaftlicher Geschlossenheit auftreten. Wir wollen alles reinwerfen und unser Maximum auf den Platz bringen", sagt Gästespielertrainer Thomas Kotzbauer.

Nach der deftigen Klatsche in Ursensollen - der Ausfall einer ganzen Reihe von Stammspielern konnte nicht kompensiert werden - richtet man beim SVF den Blick nach vorne. Die Partie ist abgehakt, der Fokus ist nun auf das Verfolgerduell mit den Gästen aus Rosenberg gerichtet. Mit verbesserter Personallage will man zurück in die Erfolgsspur, hierzu gilt es, die vorhandenen Qualitäten wieder zur Schau zu tragen. Elf Punkte aus den letzten fünf Partien, die Leistungskurve beim TuS zeigt sichtlich nach oben, man nähert sich den Plätzen, auf denen man sich breit machen will. So reisen die Kramer-Männer selbstbewußt nach Freudenberg, wohlwissend, dass der Gastgeber nach der letzten Niederlage sicherlich auf Wiedergutmachung sinnt.

"Am Sonntag erwarten wir zuhause den TuS Rosenberg. Eine Mannschaft, die sehr viel Qualität im Kader besitzt und die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten erwartungsgemäß oben in der Tabelle festgesetzt hat. Hier gilt es, sich die Grundtugenden des Fußballs zu verinnerlichen, um dann unser Spiel endlich wieder auf den Rasen zu bringen. Das Lazarett hat sich ein wenig gelichtet, sodass sich die Kaderzusammenstellung wieder positiver gestaltet. Eine schwierige Aufgabe für uns, aber bestimmt nicht unmöglich, sodass wir im Heimspiel natürlich auf Sieg spielen", so SVF-Spielercoach Basti Bauer in einem wie gewohnt optimistischen Statement.

"Nach zuletzt guten Leistungen und Ergebnissen wartet nun die nächste große Prüfung in Freudenberg auf uns. Ein spielstarker Gegner mit hoher offensiver Qualität. Selbstredend werden wir diese Mannschaft nicht an ihrem letzten Ergebnis messen. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, dennoch wollen wir zu diesem Auswärtsspiel fahren und ein weiteres Mal zeigen, was in unserer Mannschaft steckt. Gelingt uns das, sind wir zuversichtlich, zu punkten", so Dennis Kramer, der Spielertrainer der Hüttenstädter.

Für einen hohen kämpferischen und läuferischen Aufwand belohnte sich der SC gegen den favorisierten Gast aus Rieden mit einem Punktgewinn. Ein Heimsieg nun gegen den auf dem "Schleudersitz" platzierten Gast würde den Keil zu diesem auf eine aktuell beruhigende Dicke von acht Punkten vergrößern, Ansporn genug, alles rauszuhauen. Dass der FCE auf der anderen Seite wohl alles nur Mögliche auf den Platz bringen wird, um an die Plätze am rettenden Ufer "anzudocken", dürfte auch klar sein. Eine umkämpfte Partie darf erwartet werden.

"Wir erwarten einen Gegner, den man nicht an seinem Tabellenplatz messen darf. Wenn uns der Punkt vom letzten Wochende gegen Rieden etwas bringen soll, dann müssen wir nachlegen. Sicherlich wir das kein leichtes Unterfangen, wir müssen auch gegen Edelsfeld an unsere Leistungsgrenze gehen. Vor uns liegt erneut ein richtungsweisendes Spiel für die nächsten Wochen, wo wir uns in ruhigen Regionen bewegen wollen. Nichts anderes, als ein Dreier zählt", so SC-Trainerroutinier Georg Ramsauer.

"Jeweils eine gute Halbzeit reichte in den letzten beiden Spielen leider nicht aus, um etwas Zählbares mitzunehmen. Deshalb wollen wir in Luhe-Wildenau versuchen, diesmal über 90 Minuten ein unangenehmer und torgefährlicher Gegner zu sein und mindestens einen Punkt mitnehmen, um den Anschluß zu den Mittelfeldplätzen nicht zu verlieren", sagt FCE-Trainer Martin Dehling.

Bereits am Samstag um 15.30 Uhr erwartet der 1. FC Rieden (6./15 Zähler) den starken Aufsteiger aus der Max-Reger-Stadt, den FC Weiden-Ost II. Das U23-Team von Trainer Tim Schlesinger belegt derzeit mit einem Spiel weniger und 12 Punkten auf der Habenseite den 8. Tabellenrang. Der Totopokal-Finalist sorgte nicht nur im Pokalwettbewerb für einige Überraschungen. Der ASV Haselmühl (0:7), der FV Vilseck (0:2) und der entthronte Spitzenreiter TSV Königstein (0:2) mussten diese schmerzliche Erfahrung in dieser Saison schon machen. Letzten Sonntag gab es für die Youngsters eine Zwangspause, da die Partie in Köfering aufgrund von Personal- und Zeitproblemen beider Teams abgesagt wurde. Die Scheibel-Truppe tritt nach dem dritten Auswärtsremis in Folge (0:0 in Oberwildenau) auf der Stelle und kommt derzeit über einen Mittelfeldplatz nicht hinaus. Die Ursache dafür ist schnell gefunden. Dem 1. FC Rieden gelingt es derzeit nicht, die zahlreichen, hochkarätigen Torchancen in Tore umzumünzen. Riedens Coach Bernd Scheibel: „Mit dem FC Weiden Ost II wartet eine junge, top ausgebildete Mannschaft auf uns. Wir müssen versuchen, uns endlich für die guten spielerischen Leistungen zu belohnen und die in den letzten Begegnungen zahlreich vorhandenen Chancen zu nutzen, um dann auch diese engen Spiele wieder zu gewinnen.“ (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR).

Nach einem spielfreien Wochenende greifen die Ostler wieder ins Spielgeschehen ein. Mit dem Gastgeber aus dem Vilstal baut sich dabei eine hohe Mauer vor der jungen Gästeelf auf. Auch wenn nur drei Punkte zwischen den beiden Mannschaften liegen, geht die Truppe des Trainerduos Schlesinger/Schwarz doch als Außenseiter ins Match. "Der Respekt vor Rieden ist groß - wir haben nichts zu verlieren und können ohne Druck in diese Partie gehen", so der junge Gästetrainer Tim Schlesinger.

Es bedarf nicht vieler Worte, um die Wichtigkeit dieses Nachbarduells herauszuheben. Beide Kontrahenten haben nur drei Punkte auf der Habenseite, stecken tief im Abstiegsschlamassel und wollen ohne Wenn und Aber den Kontakt zum rettenden Ufer (zu Platz 11 sind es vier Punkte) aufnehmen. Einsatzwillen, Leidenschaft und die Motivation, dieses Sechs-Punkte-Match unbedingt gewinnen zu wollen, all das wird am Dienstagabend auf dem Sportplatz am Köferinger Fliederweg gefragt sein.

"Eine Prognose für das Spiel gegen Haselmühl ist sehr schwierig. Bei solch einem Gemeindederby sollte man nicht viel sagen müssen. Wir sind personell sehr angeschlagen, was aber für die Jungs, die auf dem Platz stehen, trotzdem heissen sollte, alles geben zu müssen. Das ist wiederum eine große Herausforderung, da in unserer Lage jeder einzelne Punkt erkämpft werden muss", so SVK-Coach Christian Helleder.

"Derby - Abstiegskampf - Abendspiel. Damit ist für Dienstag eigentlich schon alles gesagt. Es wird sicherlich ein hart umkämpftes Spiel, da beide Mannschaften die Punkte dringend brauchen. Wir wollen die positiven Eindrücke, die wir trotz der letzten beiden Niederlagen haben, mit ins Spiel nehmen und endlich den letzten Tabellenplatz verlassen. Dafür werden wir alles geben und alles reinhauen was wir haben", gibt sich Gästetrainer Dominik Schuster entschlossen.

Im Pandurenpark kreuzen zwei Mannschaften die Klingen, deren Leistungskurve aktuell nach oben zeigt. Der SVR - zuletzt fünf Mal in Folge siegreich und bis auf Rang 3 vorgedrungen - schlüpft aufgrund dieser Tatsache und dem Heimvorteil in die Rolle des Favoriten, wohlwissend, dass auch der Gast aus der Garnisonsstadt eine scharfe Klinge schlagen kann - wie der Heimsieg gegen Primus Königstein beweist. Auf der anderen Seite ist sich der FVV der Schwere der Aufgabe bewußt, geht aber mit Selbstbewußtsein ans Werk und spekuliert dabei auf den nächsten Coup.

"Vilseck hat nach den beiden Siegen zuletzt natürlich Selbstvertrauen gesammelt. Hatten sie ja das Saisonziel ausgegeben, eine sorgenfreie Saison zu spielen, waren die sechs Punkte deshalb sicher sehr wichtig. Die zusätzliche Maßnahme, Stephan Pröls wieder ins Tor zu stellen - übrigens freue ich mich sehr auf Stephan, ist ja 6 Jahre lang mein großer Rückhalt gewesen - war sicher auch mitentscheidend. Zudem sind sie sehr variabel im System, wechseln ja häufig im Spiel von Dreierkette auf Viererkette und umgekehrt. Wir spielen zuhause und wollen gewinnen, das ist klar. Die Mittel haben wir sicher, aber die Wege muß man halt in jedem Spiel neu finden. Deshalb wird es wieder nicht leicht, die drei Punkte im Pandurenpark zu behalten", sagt SVR-Chefanweiser Martin Kratzer.

"Mit Raigering wartet auf uns eine Topmannschaft. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist sie nun voll in Fahrt gekommen - das zeigen auch die letzten fünf Spiele, die allesamt gewonnen wurden. Raigering ist spielstark und steht defensiv sehr kompakt. Nur sieben Gegentore in der bisherigen Saison sprechen für sich. Aus meiner Sicht ist Raigering daher ganz klar der Favorit. Aber auch wir haben gegen Königstein gesehen, dass wir uns gegen einen Favoriten nicht verstecken müssen. Deshalb wollen wir wieder diszipliniert auftreten und mit dem nötigen Selbstvertrauen versuchen, die Siegesserie der Raigeringer zu stoppen", so Gästetrainer Tobias Graßler.

Über weite Strecken des Spiels spielbestimmend, konnte der TSV dies in Vilseck aber nicht in Tore umwandeln. Zudem machte man einfach zu viele individuelle Fehler, die zweite Saisonniederlage war die Folge. Dass die Winkler-Elf nun eine Reaktion zeigen und schleunigst in die Erfolgsspur zurück möchte, muss man erwarten, wenn man weiterhin Höhenluft einatmen will. Alles, was den SVS in den Wochen zuvor ausgemacht hatte, ließ die Greger-Truppe im Heimspiel gegen Hirschau vermissen. Dass beim zuhause noch verlustpunktfreien Gastgeber eine erhebliche Steigerung nötig sein wird, dürfte einem jeden im SVS-Trikot klar sein, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. Ziel ist es, dem Favoriten bestmöglich Paroli zu bieten. Wie es geht, hat man in Freudenberg ja schon einmal gezeigt.

"Mit dem SV Schmidmühlen kommt ein Gegner zu uns, der sehr unangenehm zum bespielen ist. Sein Tabellenplatz spiegelt sicher nicht wider, was in ihm steckt. Wir spielen zuhause, wollen natürlich unsere unglückliche Niederlage von letzter Woche vergessen machen und die Punkte in Königstein behalten", so TSV-Chefanweiser Roland Winkler.

"Die Rollen sind in diesem Spiel klar verteilt. Königstein ist zuhause ungeschlagen und steht zurecht - auch wenn sie letzte Woche verloren haben - punktgleich mit Ursensollen vorne. Ich erwarte von meiner Mannschaft ein anderes Gesicht als letzte Woche", so die deutlichen Worte von Gästespielercoach Alex Greger.

Aufrufe: 026.9.2025, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor