
Der SC Baldham-Vaterstetten kämpft mit Verletzungssorgen vor dem Heimspiel gegen Grasbrunn-Neukeferloh in der Kreisliga 3.
Steinhörings Trainer Thomas Rotherbl hatte schon unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg gegen Anzing-Parsdorf seinen Blick auf das Heimspiel am Freitagabend gegen Srbija München gelegt. Gegen die Münchener Serben will Rotherbl nun den Derbysieg veredeln: „Es ist für uns ein sehr wichtiges Heimspiel. Falls wir die drei Punkte bei uns behalten, können wir uns vom ersten Abstiegsplatz absetzen und ein Polster aufbauen.“
Der TSV-Coach weiß allerdings auch, worin die Tücken gegen den in zehn Spielen sieglosen Tabellenletzten liegen: „Wir dürfen sie definitiv nicht unterschätzen. Sie haben viele Spieler drin, die letztes Jahr noch Bezirksliga gespielt haben.“ Von der Bezirksliga ist Srbija München derzeit jedoch weit entfernt, es droht der nächste Abstieg. „Wir haben in den letzten vier Spielen dreimal gewonnen. Das ist ein gutes Gefühl, das die Jungs und ich mögen“, so Rotherbl, der von seinen Spielern heute Abend am Bachkramerweg das nötige „Feuer“ fordert, um weiterhin auf dieser Gefühlswelle zu surfen.
Das dritte Heimspiel in Folge bestreitet der FC Anzing-Parsdorf am Sonntag um 14 Uhr gegen den TSV Waldtrudering. Die beiden letzten, mit den knappen Derbyniederlagen gegen Steinhöring und Baldham-Vaterstetten, waren dabei nicht nach dem Geschmack von Abteilungsleiter Peter Rauch: „Aber es hat einfach nicht gereicht. Wir waren nicht zwingend genug und defensiv nachlässig.“
Nun, gegen den TSV Waldtrudering, soll das Spielglück wieder zurückkehren. „Aber Waldtrudering ist ein sau unangenehmer Gegner. Immer, wenn es drauf ankommt, sind sie da.“ Die Münchner schweben gefühlt seit Jahrzehnten in latenter Abstiegsgefahr in der Kreisliga, können sich aber immer wieder retten. Bis auf die Saison 2021/22: den Kreisklassenunfall revidierte der TSV aber umgehend.
Der TSV Oberpframmern weiß wohl wie kaum ein anderer Kreisligist, was es heißt, mit dem letzten Aufgebot anzutreten. Diesmal muss sogar Matze Niedermaier reaktiviert werden, um eine Elf zu stellen. Mit ein Geheimnis für Pframmerns Erfolg, über Jahre hinweg vorne in der Kreisliga 3 (München) mitspielen zu können. „Ehemalige Pframmerner geben immer noch alles für den Verein, wenn Not am Mann ist“, so Spielertrainer Florian Lechner: „Elf, zwölf Leute werden es sein, die nach München mitfahren“, kündigte er an.
Wobei er selber verletzungsbedingt ausfällt. Chancenlos sieht Florian Lechner sein Team beim Tabellenzweiten aber nicht. In der vergangenen Saison habe man zweimal gegen Haidhausen eine „richtig gute Figur“ abgegeben. Auf dem Kunstrasen in München gab’s ein „sehr emotionales, hart erkämpftes 0:0“. Unter den gegebenen Umständen würde Florian Lechner eine Wiederholung dieses Ergebnisses wohl als dicken Erfolg werten.
Nach einer Niederlagenserie hat der SC Baldham-Vaterstetten dank zweier Siege in Anzing und Oberpframmern (je 3:2) in die Erfolgsspur zurück und den Anschluss ans Mittelfeld der Kreisliga 3 wiedergefunden. Zur Bestätigung des Aufwärtstrends fehlt nun noch ein Heimsieg gegen den Tabellenachten TSV Grasbrunn-Neukeferloh. Es werde „ein hartes Stück Arbeit“, das auf den SCBV zukomme, wie Coach Gediminas Sugzda betont.
Denn es schweben über dem SCBV-Kader mehrere Fragezeichen: Fabian Kreißl plagen Fußprobleme, „Roman Krumpholz hat in Pframmern einen Schlag auf den Fuß bekommen“, Niklas Stepanek geht privaten Verpflichtungen nach, Simon Lämmermeier zwickt’s im Rücken. „Alle alten Haudegen haben Wehwehchen“, so der SCBV-Coach mit einem Schmunzeln. „Müssen eben die Jüngeren ran. Wie man Spiele gewinnt, haben sie zuletzt ja gesehen.“ Zudem sei Maxime Schneiker (25) wieder dabei.