
Im 2.Bezirk der 2.Division kam es am frühen Sonntagnachmittag zur Absage der Partie Biwer – Steinfort. Die Gäste hatten Forfait erklärt, waren nicht angetreten. Am selben Nachmittag erhielten wir eine Erklärung seitens des FC Steinfort, die wir an dieser Stelle zusammenfassen.
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Laut den Angaben verfüge man über einen Kader von nur zwanzig Spielern, von denen am Sonntag zehn nicht zur Verfügung standen. Einige seien krank oder verletzt, andere würden versuchen, den Verein unter Druck zu setzen und hätten eine sture Haltung angenommen. Über die Gründe für den letztgenannten Abwesenheitsgrund machte der Verein keine genaueren Angaben.
Unter den nur zehn Spielern, die einem gegen Biwer zur Verfügung gestanden hätten, wären zudem nur vier sog. Erstlizenzen gewesen, vorgeschrieben sind deren mindestens fünf. Man wäre mit zehn Mann angetreten, hätte man fünf Erstlizenzen gehabt. Im vorliegenden Fall hätte man ohnehin Forfait verloren.
Mit der Entscheidung, die einem laut den Angaben nicht leicht fiel, nicht in Biwer anzutreten, erhofft sich der FC Steinfort, dass die Spieler, die nicht spielen konnten oder wollten, sich hinterfragen und in der laufenden Woche wieder im Training und zum Spiel zur Verfügung stehen.
„Wir sind traurig und nicht froh, dass wir diese Entscheidung haben treffen müssen. Wir hoffen aber jetzt auf eine positive Reaktion von unsern Spielern“ schließt das Schreiben.
Am Dienstagvormittag unterhielten wir uns telefonisch mit Steinforts Vorsitzendem Guy Nilles. Dieser bestätigte uns aufgekommene Gerüchte, dass sein Verein mit der Alliance Äischdall fusionieren will. Eine entsprechende Konvention zwischen den Vorständen der zwei Vereine sei bereits ausgearbeitet worden.
Im April sollen die Jahreshauptversammlungen beider Clubs über den Zusammenschluss abstimmen. Eine eventuelle Fusion habe aber weniger mit der aktuellen Situation der 1.Mannschaft des FC Steinfort zu tun als mit der Jugendarbeit, den Infrastrukturen, dem Ehrenamt und dem Sponsoring erklärte Nilles.
In Steinfort war man laut seinen Aussagen bereits gezwungen, aus Kapazitätsgründen Kinder abzulehnen, die sich einschreiben wollten. Sollte die Fusion der Vereine aus den zwei Nachbargemeinden zustande kommen, würde die Zahl an Fußballvereinen in Luxemburg erstmals nach vermutlich weit über einem halben Jahrhundert auf unter hundert sinken.
Genaue Zahlen dazu liegen uns nicht vor, doch nach übereinstimmender Einschätzung mehrerer durch FuPa befragter Experten in der Fußballgeschichte könnten es seit kurz nach dem 2.Weltkrieg immer über hundert Vereine gegeben haben. Genau nachzuprüfen ist dies aber kaum.