2025-12-17T10:26:01.779Z

Halle

Steinach starker Dritter - doch der Preis war hoch

Der 28. Große Rennsteigpokal in Neuhaus am Rennweg war für den SV 08 Steinach ein Turnier der besonderen Art. Die Mannschaft von Trainer Horst Grohmann konnte sich im kleinen Finale gegen die U19-Mannschaft des FC RW Erfurt mit 3:0 durchsetzen und belegte am Ende einen hervorragenden dritten Platz.

Doch der Erfolg wurde teuer bezahlt: Philipp „Kaffee“ Heinz, einer der Leistungsträger der Steinacher, musste nach einer schweren Knieverletzung im letzten Vorrundenspiel ins Krankenhaus gebracht werden. Ein bitterer Moment, der den Sieg in den Hintergrund rückte. Die Mannschaft widmete den Erfolg ihrem verletzten Teamkollegen und wünscht ihm gute Besserung.

Die Reise der Steinacher begann eher holprig. Nach einer knappen Niederlage gegen die späteren Turniersieger vom FC Coburg setzten sich die Grohmann-Schützlinge in den darauffolgenden Spielen gegen Hildburghausen und Sonneberg durch und sicherten sich so den zweiten Platz in der Vorrundenstaffel B - vor den Ligarvialen von Eintracht 06 Hildburghausen und dem 1. FC Sonneberg 2004. Kampfgeist und eine starke Mannschaftsleistung brachten den SV 08 Steinach in das kleine Finale, wo sie sich gegen die talentierte U19 des FC Rot-Weiß Erfurt durchsetzten. Lange Zeit war das Spiel ausgeglichen. Ferdi traf nur die Querlatte. Den Schuss von Philipp Sell parierte Lian Ostfeld, der am Ende als bester Torwart geehrt wurde, stark. Doch nach der Führung durch Sebastian Sell, der nach einer sehenswerten Vorarbeit von Ferdi den Ball über die Linie schob, dominierten die Steinacher das Geschehen. Philipp Sell und erneut Sebastian Sell stellten mit ihren Treffern den 3:0-Endstand sicher und sicherten sich damit den wohlverdienten dritten Platz.

In der Vorrunde A blieb Ebersdorf ungeschlagen und wurde Gruppensieger. Dahinter sicherte sich mit den A-Junioren des FC Rot-Weiß Erfurt die junge Elf von Tobi Busse den letzten Halbfinalplatz vor dem Vorjahresfinalisten vom FC Saalfeld. Ohne Chance auf die Vorschlussrunde war der Ausrichter des Rennsteig-Pokals von der SG Lauscha/Neuhaus. Der Tabellenführer der Kreisoberliga Südthüringen musste gleich drei Niederlagen einstecken und schaffte selbst nur einen Vorrundentreffer.

Coburg dominiert erneut – aber das Turnier bleibt spannend

Der Turniersieg des FC Coburg darf natürlich trotz "Thüringer Brille" nicht unerwähnt bleiben. Die "Vestekicker" verteidigten ihren Titel erfolgreich und das bereits zum vierten Mal in Folge. Das bayerische Finale gegen Sylvia Ebersdorf war dieses Jahr ein hart umkämpftes Duell, das erst im Neun-Meter-Schießen entschieden wurde. Am Ende siegten die Coburger und nahmen den großen Wanderpokal zum vierten Mal in Folge entgegen. Zudem stellte der FC Coburg auch den besten Torschützen des Turniers, Aykut Civelek. Civelek erzielte in den sieben Spielen des Turniers sieben Tore und wurde für seine Leistung ausgezeichnet.

Ein tolles Turnier – mit viel Herz und Spannung

Der 28. Große Rennsteigpokal war erneut ein wahres Highlight. Mit 500 Zuschauern war die Guts-Muths-Halle in Neuhaus ausverkauft und bot eine fantastische Kulisse für spannende Spiele auf hohem Niveau. Auch die Organisation und die Schiedsrichterleistungen wurden von allen Beteiligten lobend erwähnt. Ein Turnier, das den Teilnehmern und Zuschauern sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht viel geboten hat.

Aufrufe: 05.1.2026, 11:22 Uhr
André HofmannAutor