Aus dem Beinahe-Absteiger der Vorsaison haben Burglengenfelds Chefanweiser Timo Studtrucker (ganz vorne) und sein „Co“ Erkan Kara eine Einheit geformt, die nur schwer zu schlagen ist.
Aus dem Beinahe-Absteiger der Vorsaison haben Burglengenfelds Chefanweiser Timo Studtrucker (ganz vorne) und sein „Co“ Erkan Kara eine Einheit geformt, die nur schwer zu schlagen ist. – Foto: Thomas Schneider

„Stehaufmännchen“ ASV Burglengenfeld

Landesliga Mitte: Diesmal soll Osterhofen die neue ASV-Stärke zu spüren bekommen +++ Roding schlägt sich mit Fortuna herum +++ Der Letzte kommt: Für Tegernheim zählt nur ein Dreier

Super-Samstag in der Landesliga Mitte! Sechsmal rollt am wohl schönsten Tag der Woche der Ball; unter anderem duelliert sich Amberg mit Ligaprimus Seebach sowie Kareth und Hauzenberg. Bereits am Freitagabend geht Schwandorf-Ettmannsdorf auf Stippvisite am Roten Steg beim FC Bad Kötzting. Das interessante Aufeinandertreffen zwischen Roding und Fortuna Regensburg sowie Neukirchens Heimauftritt gegen Deggendorf schließen am Sonntag die 13. Runde ab.

Der SV Schwandorf-Ettmannsdorf (4., 23 Punkte) bewies in Hauzenberg Moral und kam kurz vor dem Ende durch Joker Tobias Wiesner zum 2:2-Gleichstand. Drei sieglose Spiele sollen genug sein, allerdings hat es die kommende Aufgabe in sich. Unter Flutlicht am Roten Steg anzutreten ist nie Ohne und aktuell befindet sich die Kötztinger Mannschaft (2., 26) auch noch in bestechender Verfassung. So spannend wie gegen Pfreimd (2:1), als man erst einmal in Rückstand gerieten, würden es die Badstädter diesmal gern nicht machen.

Aus dem Beinahe-Absteiger der Vorsaison haben Timo Studtrucker und sein „Co“ Erkan Kara eine Mannschaft geformt, die nicht nur als Einheit auftritt, sondern auch punktet – und das reichlich. Generell scheint sich der ASV (9., 18) wieder zu jemandem gemausert zu haben, gegen den kein Kontrahent gerne antritt. Das bekam am vergangenen Wochenende Roding eindrucksvoll vorgeführt und soll nun auch die SpVgg Osterhofen (11., 14) zu spüren bekommen.

Nichts wurde es mit dem Befreiungsschlag. Statt sich deutlich von den gefährlichen Tabellenplätzen abzusetzen, ließ die SpVgg Lam (12., 14) zu Hause den direkten Konkurrenten aus Waldkirchen als Sieger vom Feld ziehen. Wichtig wird nun sein eine Reaktion zu zeigen. In Pfreimd beim Vorletzten (5) zählen nur drei Punkte. Allerdings benötigen auch die Gastgeber in ihrer prekären Situation dringend Zählbares. Mehr Druck liegt auf den Lobinger-Schützlingen.

Zerknirscht angesichts einer schwachen Darbietung war Tegernheims Trainer André Kleinknecht nach dem mit 0:4 verloren gegangenen Auswärtsspiel in Deggendorf. Der FC (14., 10) steckt nach wie vor unten fest. Am Samstag muss ohne Wenn und Aber ein Heimsieg her. Es wäre der erste dieser Saison! Denn lassen Beqaj, Novakovic und Co. auch gegen das sieglose Schlusslicht aus Straubing (1) Federn, wird es noch deutlich ungemütlicher.

Die Spielabsage des Derbys gegen Fortuna war den Karethern (8., 21) nicht ganz Unrecht, so bleibt länger Zeit für die zurückgekehrten Urlauber wieder reinzukommen und außerdem, um die Schlappe gegen Burglengenfeld endgültig aus den Köpfen zu bringen. Das daher zweite von drei Heimspielen nacheinander führt Hauzenberg (5., 22) auf Kareths Höhen. Keine Frage, eine knifflige Aufgabe für den TSV! Die Mannschaft dürften sich auf Augenhöhe begegnen.

Sa., 24.09.2022, 16:00 Uhr
Mit dem 0:3-Endstand in Bogen war der FC Amberg (16., 8) noch gut bedient. Nur einen Punkt brachten die vergangenen vier Spiele aufs Punktekonto. An diesem Samstag gilt es, den Abwärtstrend zu stoppen. Auf die Wagner-Elf wartet dann aber eine denkbar schwere Aufgabe. Denn mit dem TSV Seebach (30) gastiert der derzeitige Spitzenreiter am Schanzl. Die Hausherren werden einen Sahnetag erwischen müssen, um ihrem Gegner ein Schnippchen schlagen zu können.

Der knappe Erfolg in Ettmannsdorf war wichtig für die geschundene Fortuna-Seele. Auf ein ungewollt spielfreies Wochenende folgt die nächste wichtige und richtungsweisende Begegnung. Oben dranbleiben oder Tabellen-Niemandsland, das ist die Frage beim Regensburger Sportverein (7., 21). Zu Gast beim TB Roding (3., 25) und seinem Top-Sturm, der seinerseits die jüngste Niederlage in Burglengenfeld vergessen machen möchte, wird eine fehlerfreier Abwehrarbeit maßgeblich für Erfolg oder Misserfolg sein.

Drei Unentschieden hintereinander sind weder Fisch und Fleisch, doch darf das 1:1 bei Primus Seebach als Achtungserfolg gewertet werden. Und so geht der SV Neukirchen (6., 22) sein Heimspiel gegen Neuling Deggendorf (10., 17) frohen Mutes an. Die Gäste sind punktetechnisch grundsätzlich im Soll, sehen sich am Sonntag aber eher in der Rolle des Außenseiters.

Außerdem stehen sich am Samstag in einem Kellerduell der TSV Waldkirchen (13., 10) und der TSV Bogen (15., 9) gegenüber.

Aufrufe: 022.9.2022, 11:15 Uhr
Florian WürtheleAutor