Gestern noch TB/ASV Regenstauf, heute SV Donaustauf für Stefan Wagner – So schnell kann es gehen!
Gestern noch TB/ASV Regenstauf, heute SV Donaustauf für Stefan Wagner – So schnell kann es gehen! – Foto: Thomas Schneider

Stefan Wagner übernimmt Donaustauf

Richard Slezaks Nachfolger wohnt in Regenstauf und ist in Fußball-Ostbayern bestens vernetzt

Das ging schnell: Matthias Klemens, der umtriebige Geschäftsführer und Strippenzieher des Fußball-Bayernligisten SV Donaustauf, macht nach der Entlassung von Cheftrainer Richard Slezak vom gestrigen Sonntag umgehend Nägel mit Köpfen. Wie angekündigt wurde es eine regionale Lösung. Ab sofort übernimmt Stefan Wagner (53) die Geschicke am Fuße der Walhalla. Noch vor nicht einmal 24 Stunden stand Wagner in der Bezirksliga an der Seitenlinie des TB/ASV Regenstauf.

Als langjähriger Trainer des VfB Bach machte sich Stefan Wagner einen Namen. 20 Jahre war er ununterbrochen im Trainertum unterwegs; es folgte eine Pause und ein Kurzintermezzo beim VfB Straubing. Diese Saison übernahm der vor einigen Monaten nach Regenstauf gezogene Familienvater den dort ansässigen TB/ASV – mit dessen Bezirksliga-Mannschaft er noch am gestrigen Sonntag einen 3:0-Heimsieg und den fünften Tabellenplatz zelebrierte.

Donaustaufs Geschäftsführer Matthias Klemens freut sich über die schnelle Zusage Wagners, spricht ihm im selben Atemzug ein großes Netzwerk und Fachexpertise zu. „Wir bedanken uns beim TB/ASV Regenstauf für die Freigabe. Stefan ist in Ostbayern hervorragend vernetzt und passt in die künftige Ausrichtung unserer Philosophie, wieder mehr regionale Spieler einzubauen! Stefan hat bei vielen Vereinen bewiesen, dass er eine Spielphilosophie erfolgreich umsetzen kann“, so heißt es in der von Klemens verfassten Mitteilung.

Am gestrigen Sonntag traf Klemens mit Wagner in Kontakt. Nachdem die Regenstaufer Funktionäre über Donaustaufs Anfrage Bescheid bekamen und schließlich grünes Licht gaben, ging es ganz schnell. Wagner schlief eine Nacht darüber und erteilte dem SVD am Montagnachmittag seine Zusage. Der 53-Jährige spricht gegenüber FuPa Oberpfalz von einer „als Regensburger sehr reizvollen Aufgabe“ und von einer „supergeilen Mannschaft mit tollen Spielern“, in die er hinein gerät. „Dass der Verein polarisiert und es eine besondere Aufgabe ist, ist auch klar. Dennoch gehe ich voller Vorfreude und Optimismus ran. Eine tolle Gelegenheit, mich in der Bayernliga zu beweisen und präsentieren“, schiebt Wagner nach.

Einen gewissen Bezug zu Donaustauf und dem hiesigen Fußballverein hat Wagner schon lange. Sportlich und darüber hinaus: Fünf Jahre lang lebte er in der Vergangenheit selbst im Markt; überdies bestritt er mit seinen ehemaligen Vereinen Bach und Bad Abbach viele Derbys gegen den SV. Und vor über 20 Jahren coachte Wagner schon einmal Donaustaufs erste Mannschaft. Zukünftig geht es für ihn also zurück an die Staufer Seitenlinie.

In den sozialen Netzwerken entbrannte unverzüglich eine Diskussion über Slezaks möglichen Nachfolger. Der Name Günther Brandl, dem ehemaligen Co-Trainer von 1860 München, fiel mehrfach. Als gebürtiger Regensburger hätte der aktuell vereinslose Fußballlehrer jedenfalls ins Schema gepasst. Nun ist es also Stefan Wagner geworden. Die Worte „wir werden künftig den regionalen Charakter wieder mehr in den Vordergrund stellen“ machten gestern nur einen kleinen Teil der knapp gehaltenen Mitteilung zur Slezak-Entlassung aus, sind aber ganz zentral. Will nämlich heißen: Auch bei der Spielersuche soll und wird der Blick zukünftig wieder mehr auf die eigene Region gerichtet. Das war in den vergangenen Jahren ja nicht zwingend der Weg des SV Donaustauf. Der neue Trainer stammt auf jeden Fall schon mal aus der Region.

Aufrufe: 012.9.2022, 15:06 Uhr
Florian WürtheleAutor