
Rot-Weiss Essen II sicherte sich nach einem 10:1-Sieg gegen Ballfreunde Bergeborbeck die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Erfolgstrainer Stefan Lorenz verlängerte darauf seinen Vertrag. Sein Team holte zum aktuellen Zeitpunkt 72 Punkte mit einem Torverhältnis von 144:25.
Von 26 Partien gewann RWE deren 23 und musste sich nur dreimal mit einem Unentschieden zufrieden geben. Hinzu kommt, dass die Zweitvertretung des Drittligisten seit dem dritten Spieltag den ersten Platz belegte.
Mit Spielern wie beispielsweise dem ehemaligen Gladbacher Marcel Platzek, der aktuell bei 45 Toren in 24 Spielen steht, waren die Rot-Weissen schon vor der Saison ein klarer Favorit auf den Aufstieg – doch mit so einer deutlichen Spielzeit hat selbst der Übungsleiter nicht gerechnet. "Natürlich wussten wir, dass wir den stärksten Kader in der Liga haben. Damit, dass wir bis zum 26. Spieltag noch keine Niederlage hinnehmen mussten und am Mittwoch seit über zwei Jahren in Pflichtspielen ungeschlagen sind, habe ich jedoch nicht gerechnet“, verriet Lorenz dem Reviersport . "Ich bin zwar nicht der große Statistiker, sondern eher jemand, der die Aktionen auf dem Platz bewertet, aber das, was die Jungs abgerissen haben, verdient den größten Respekt“, führte er aus.
Im Sommer 2023 übernahm der 43-Jährige das Amt des Cheftrainers. Was darauf folgte, waren zwei unglaubliche Aufstiege. Vergangene Saison schaffte seine Truppe mit 26 Siegen aus 26 Duellen den hochverdienten Sprung in die höhere Spielklasse, in dem Fall in die Kreisliga A. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es mal wieder eine ungeschlagene Spielzeit für die Essener. In seiner Amtszeit bei den Rot-Weissen bringt Lorenz eine faszinierende Statistik mit sich: In 58 Partien gab es für seine Mannschaft 54 Siege, drei Unentschieden und nur eine einzige Niederlage.
Jetzt hängt der Erfolgstrainer eine weitere Spielzeit dran. "Ich werde definitiv auch in der Bezirksliga Trainer bei RWE II sein. Wir machen keinen großen Hehl daraus oder irgendwelche Besonderheiten. Ich habe Bock drauf und die Jungs auch“, äußerte Lorenz. Nicht nur der Coach bleibt Essen treu - auch der Rest des Trainerteams bleibt in der Konstellation zusammen und freut sich auf die neue Liga.
Bevor es jedoch in die verdiente Sommerpause geht, muss RWE noch vier Begegnungen absolvieren. Auch wenn der Aufstieg schon sicher ist, will der Cheftrainer keine Punkte verschenken und jedes der Duelle vernünftig angehen. Eine zweite ungeschlagene Spielzeit in Folge wäre ein großes Ding.
Wo die Zweitvertretung des Drittligisten in der Saison 2025/26 landen wird, bleibt abzuwarten. Eins ist jedoch klar: RWE II kann mit breiter Brust in die Bezirksliga starten.