
Der Ex-1860-Spieler wird neuer Trainer des Bezirksligisten. Locke geht nach sieben erfolgreichen Jahren mit drei Aufstiegen in Folge.
Bei der SpVgg Altenerding steht ein bedeutender Umbruch bevor: Nach sieben erfolgreichen Jahren wird Trainer Pedro Locke sein Traineramt zum Saisonende beim Bezirksligisten niederlegen. Mit dem 34-jährigen Stefan Huber hat der Verein jedoch bereits einen Nachfolger gefunden, der für frische Impulse sorgen soll.
Locke hinterlässt in Altenerding große Fußstapfen. Nach dem Abstieg in die A-Klasse übernahm er die Verantwortung in einer sportlich schwierigen Phase und formte aus der Mannschaft innerhalb kürzester Zeit wieder ein erfolgreiches Team. Drei Aufstiege in Folge führten die SpVgg zurück in die Bezirksliga. Abteilungsleiter Andreas Heilmaier würdigt die Verdienste des scheidenden Trainers und betont, dass die positive Entwicklung der vergangenen Jahre untrennbar mit dessen Namen verbunden bleiben wird. Bereits nach der vergangenen Saison hatten sich beide Seiten darauf verständigt, noch ein letztes gemeinsames Jahr zu gehen, um die erfolgreiche Zusammenarbeit in einem geordneten Rahmen zu beenden.
Auf der Suche nach einem Nachfolger wurde die SpVgg bei Stefan Huber fündig. Sportlicher Leiter Jens Urbanczyk hebt hervor, dass bereits die ersten Gespräche gezeigt hätten, wie gut die Vorstellungen beider Seiten zusammenpassen. Huber, der derzeit als Co-Trainer beim Bezirksligisten FC Aschheim tätig ist, bringt nicht nur Erfahrung aus dem regionalen Fußball mit, sondern gilt auch als ehrgeiziger und moderner Trainer, der großen Wert auf taktische Details legt. Sein bisheriger Werdegang unterstreicht diese Einschätzung. In der Saison 2021/2022 führte er den SV Eichenried direkt zum Aufstieg in die Kreisliga und sicherte anschließend den Klassenerhalt. Aktuell arbeitet er in Aschheim eng mit Trainer Vincenzo Contento zusammen und hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Mannschaft im Aufstiegsrennen zur Landesliga eine wichtige Rolle spielt.
Die Entscheidung für Altenerding fiel ihm leicht. Besonders die Professionalität innerhalb des Vereins und die klar erkennbare Vision hätten ihn überzeugt. Die Struktur mit über 30 Mannschaften und mehr als 70 Trainern im Spielbetrieb bezeichnet er als außergewöhnlich für einen Amateurverein. Zudem habe er in den Gesprächen eine große Wertschätzung und ein klares Konzept gespürt, das ihn letztlich zum Wechsel bewogen habe.
In der Jugend spielte Huber unter anderem in der U17-Bundesliga beim TSV 1860 München und sammelte später Erfahrungen beim SV Heimstetten sowie bei der SpVgg Unterhaching 2. Ein Kreuzbandriss beendete seine aktive Laufbahn frühzeitig. Eine Rückkehr auf den Platz schließt er zwar nicht kategorisch aus, stellt jedoch klar, dass sein Fokus klar auf der Trainerrolle liegt.
In enger Abstimmung mit Huber arbeiten die Verantwortlichen an der Zusammenstellung des künftigen Trainerteams und an möglichen Verstärkungen für den Kader. Die Mannschaft sieht der neue Trainer bereits jetzt als gut aufgestellt an. Jedoch appellierte er bei der Vorstellung an die Spieler, dass sie die letzten acht Spiele in dieser Saison noch alles aus sich herausholen sollen, „denn Pedro hat sich den Respekt verdient, um die verbleibende Zeit Eure volle Unterstützung zu bekommen“.