
Es ist alles gerichtet am Zugmantel. Schöne Zuschauerkulisse, die Kamera des Wiesbadener Kuriers filmt per Livestream das Topspiel und sogar die Sonne lässt sich blicken. Das Topspiel der KOL Rheingau-Taunus kann starten!
Die SG Orlen hat im Spitzenspiel der Kreisoberliga Rheingau-Taunus ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Vor heimischer Kulisse besiegte die Mannschaft den TV 1844 Idstein mit 7:0 und untermauerte damit eindrucksvoll ihre Ambitionen im Meisterschaftskampf. Gegen einen direkten Konkurrenten zeigte die SGO vor allem nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase eine Leistung, die in dieser Deutlichkeit kaum zu erwarten war.
Nervöser Beginn auf beiden Seiten
Dass in dieser Partie viel auf dem Spiel stand, war von Beginn an spürbar. Beide Mannschaften starteten mit einer gewissen Nervosität in die Begegnung, das Spiel war in den ersten rund 20 Minuten geprägt von einem vorsichtigen Abtasten. Keines der beiden Teams wollte früh einen Fehler machen, klare Torchancen blieben zunächst Mangelware.
Mit zunehmender Spielzeit fand die SG Orlen jedoch immer besser in die Partie. Die Gastgeber übernahmen mehr und mehr die Kontrolle, gewannen an Sicherheit und nahmen das Heft des Handelns zunehmend in die Hand. Orlen wirkte griffiger in den Zweikämpfen, strukturierter im Spiel nach vorne und setzte Idstein immer stärker unter Druck.
Drei Tore in fünf Minuten entscheiden die Partie vor der Pause
Kurz vor der Halbzeit kippte das Spiel dann endgültig zugunsten der SG Orlen. Innerhalb weniger Minuten stellte die Mannschaft mit drei Treffern die Weichen klar auf Sieg.
Der Führungstreffer zum 1:0 fiel nach einem langen Ball von Max Boche. Finn Ott nahm den Ball stark an, behielt die Übersicht und legte quer auf Lukas Felke, der nur noch vollenden musste. Wenig später folgte das 2:0: Gianluca De Rinaldis zog aus rund 35 Metern ab, Lukas Felke lief clever in den Schuss und hielt den Fuß genau richtig rein, sodass der Ball unhaltbar im Tor landete. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhte die SG Orlen auf 3:0. Nach einer Ecke war Jan Löber zur Stelle und drückte den Ball über die Linie.
Dieser Dreifachschlag unmittelbar vor der Halbzeit war für Idstein kaum noch zu verarbeiten und brachte Orlen in eine hervorragende Ausgangsposition für den zweiten Durchgang.
Auch nach der Pause bleibt Orlen dominant
Nach dem Seitenwechsel knüpfte die SG Orlen nahtlos an die starke Phase vor der Pause an und ließ keine Zweifel daran, dass sie dieses Spitzenspiel klar für sich entscheiden würde. Das 4:0 fiel nach einer zunächst abgewehrten Ecke. Finn Ott brachte den Ball anschließend erneut per Flanke gefährlich in die Mitte, wo er clever durchgelassen wurde und so den Weg ins Tor fand.
Besonders sehenswert war auch das 5:0, das aus einer starken Kombination heraus entstand. Gianluca De Rinaldis spielte aus rund 40 Metern einen präzisen Diagonalball auf Ilias Wegener, der direkt querlegte. Lukas Felke musste anschließend nur noch ins leere Tor einschieben und schnürte damit seinen Dreierpack.
Auch beim 6:0 zeigte sich die SG Orlen weiter eiskalt. Nach einer Ecke war Til Gänssler per Kopf zur Stelle und baute die Führung weiter aus. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ilias Wegener mit einem Abschluss aus dem Strafraum zum 7:0.
Starke Mannschaftsleistung im richtigen Moment
Nach zunächst nervösem Beginn steigerte sich die SG Orlen von Minute zu Minute und zeigte spätestens ab der 20. Minute, warum sie zu den stärksten Mannschaften der Liga zählt. Mit viel Zielstrebigkeit, Spielfreude und Konsequenz vor dem Tor dominierte die Mannschaft den direkten Konkurrenten und feierte am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg.
Damit gelang der SG Orlen nicht nur die Revanche für die Niederlage im Hinspiel, sondern auch ein klares Statement im Aufstiegsrennen. Gegen einen der direkten Verfolger präsentierte sich das Team in hervorragender Verfassung und bestätigte einmal mehr seine große Stärke auf heimischem Platz.
Bereits am 14.05.2026 sehen sich beide Mannschaften wieder, um den Pokalsieger auf dem Sportgelände des TuS Hahn zu ermitteln. Dann heißt es „Neues Spiel – neues Glück“. Wir werden unserem Team dann erneut die Daumen drücken. Aber jetzt gilt die volle Konzentration der Meisterschaft, die man noch in den eigenen Händen hat, da man auch den direkten Konkurrenten SV Walsdorf noch am heimischen Zugmantel empfängt.
Text: Robin Menger
Bilder: Ralf Knop