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Startelf-Duell um zwei freie Plätze beim TSV 1860 München

Saisonauftakt in Essen

von Uli Kellner · 25.07.2025, 08:09 Uhr · 0 Leser
Wer muss sich hinten anstellen? Kilian Jakob kam als bester Schienenspieler der 3. Liga – und duelliert sich bei 1860 mit dem erstligaerfahrenen Manuel Pfeifer.
Wer muss sich hinten anstellen? Kilian Jakob kam als bester Schienenspieler der 3. Liga – und duelliert sich bei 1860 mit dem erstligaerfahrenen Manuel Pfeifer. – Foto: Stefan Matzke/Sampics

Patrick Glöckners Startelf-Gerüst steht – offen ist das Rennen links und vor der Abwehr. Hier duellieren sich je zwei Spieler um einen Platz.

München – Hat Patrick Glöckner schon sein neues Löwen-Team im Kopf? Vielsagend, wer am Dienstag totopokalbefreit in München bleiben durfte: Dähne, Dulic, Verlaat, Voet, Danhof, Jacobsen, Volland, Niederlechner und Haugen. Noch keine vollständige Elf, aber eine „Neun“, die am 1. August das Gerüst bilden dürfte – beim Saisonauftakt 2025/26 in Essen (19 Uhr, frei empfangbar bei MagentaSport). Lediglich auf zwei Positionen scheint es beim TSV 1860 noch einen Ausscheidungskampf zu geben: auf der linken Schiene – und auf einer der beiden Sechserpositionen.

Kilian Jakob oder Manuel Pfeifer: Neuzugänge kämpfen um Platz auf der linken Schiene

Sowohl Kilian Jakob und Manuel Pfeifer als auch Tunay Deniz und Max Christiansen kamen beim 6:0-Sieg im Steigerwald gegen den Kreisligisten SC Reichmannsdorf zum Einsatz. Startspieler waren Jakob und Deniz, beide wurden nach einer Stunde durch ihren jeweiligen Jobrivalen ersetzt. Wer bei den letzten Positions-Zweikämpfen die Nase vorn hat, zeigt unsere Übersicht.

Konkurrenzkampf auf allen Positionen – das war der Anspruch, den Sportchef Christian Werner zu Beginn des Transfersommers an sich selber gestellt hatte. Ganz vorne, wo eine ganze Sturm-Armada um zwei Plätze rangelt, ist das eindrucksvoll gelungen – aber auch auf der linken Schiene wird der neue Kaderluxus sichtbar. In Kilian Jakob hatte Werner frühzeitig den datenauffälligsten Linksverteidiger der 3. Liga verpflichtet – um kürzlich noch einen draufzusetzen. Manuel Pfeifer, in Österreichs Bundesliga entdeckt, stand auch bei deutschen Zweitligisten auf dem Zettel.

Ein Positions-Zweikampf auf allerhöchstem Niveau – im Moment mit leichten Vorteilen für Pfeifer, der sich blind mit Dreierketten-Linksfuß Siemen Voet zu verstehen scheint. Jakob jedoch kämpft um seinen Platz im Team. Nach dem Saisonfinale 2024/25, als er 1860 wie im Hinspiel geärgert hatte (Assist zum 0:1), sagte der Ex-Aue-Profi: „1860 ist meine Heimat, ich wollte immer zurückkehren – solche Chancen muss man nutzen. Ich bin Fan davon, hart zu arbeiten.“ Über den dynamischen Positionsrivalen Pfeifer sagte Werner: „Ich freue mich, dass er sich trotz vieler Interessenten für die Löwen und unseren Weg entschieden hat.“

Vizekapitän Jacobsen gesetzt: Christiansen und Deniz sind die Kandidaten im Mittelfeld

Eigentlich dürfte an Tunay Deniz kein Weg vorbeiführen. Keiner schießt präziser, keiner spielt genialere Bälle, keiner hat bessere Werte im Vertikalspiel. Und trotzdem: Viele Trainer tun sich schwer mit Deniz, dem ein leichter Hang zur Diva nachgesagt wird. Am Dienstag aber kämpfte er – obwohl an einem Totopokalabend in Reichsmannsdorf wenig zu gewinnen ist.

Nur eine Sechser-Stelle ist frei: Für Deniz oder Christiansen.
Nur eine Sechser-Stelle ist frei: Für Deniz oder Christiansen. – Foto: Stefan Matzke/Sampics

Aber auch Christiansen, der zuletzt in Hannover war und schon 1. Liga gespielt hat (57 x für Ingolstadt und Fürth), ist nicht für die Bank gekommen. Glöckner kennt ihn noch aus Mannheim (20/21), schwärmt von der Ballsicherheit des kampfstarken Box-to-Box-Spielers: „Genau die Mentalität, die man hier braucht. Er schiebt an auf der Position; ob aus der ersten oder der zweiten Reihe, das werden wir sehen.“ Gesetzt ist Jacobsen, der auch Vizekapitän bleibt. Sebastian Maier schult um – er ist künftig Backup für Abwehr-Linksfuß Voet.