2026-01-15T09:41:53.693Z

Allgemeines
– Foto: Michel Grabowski/Veranstalter

Stahl-Cup: Riesa krönt sich im Brandenburg zum Sieger

Vier Siege, ein Neunmeterschießen und ein Finale auf Messers Schneide

Der Stahl-Cup am heutigen Samstag hat im Stahlpalast in Brandenburg geliefert, was ein Hallenabend verspricht, wenn Tempo auf Tradition trifft: Tore in Serie, Tabellen im Dauerwandel und am Ende ein Sieger, der sich jedes Detail erarbeiten musste. Die BSG Stahl Riesa marschierte mit 14:8 Toren und zwölf Punkten durch die Gruppe A, setzte sich im Halbfinale nach Neunmeterschießen gegen die BSG Stahl Brandenburg durch und gewann schließlich das Finale gegen den 1. FC Lok Stendal mit 2:1. Dahinter sammelte Gastgeber BSG Stahl Brandenburg in der Gruppe B zehn Punkte und holte sich Platz drei, während Stendal als Gruppenzweiter mit großer Wucht bis ins Endspiel kam.

Der Rahmen: Zehn Minuten, kaum Luft, sofortige Entscheidungen
Der Turniermodus drückte dem Abend seinen Stempel auf. In zwei Fünfergruppen ging es über kurze Spiele mit zehn Minuten, jedes Team musste viermal ran – ohne Schonfrist, ohne lange Pausen. Wer einmal stolperte, brauchte sofort eine Antwort. Erst in den Halbfinals wurde auf zwölf Minuten erhöht, was die Spannung nicht minderte, sondern verschärfte: Mehr Zeit bedeutete vor allem mehr Druck, weil ein Fehler nicht mehr nur ein kurzer Moment, sondern eine ganze Phase kippen konnte.

Gruppe A: Riesa bleibt makellos, Glauchau und Ludwigsfelde im Windschatten
In der Gruppe A war Riesa das Maß aller Dinge. Der Auftakt gegen den VfB Empor Glauchau endete 3:2, danach folgten klare Ergebnisse gegen den FC Eisenhüttenstadt (3:0) und den 1. FC Neubrandenburg 04 (3:2), ehe das letzte Gruppenspiel zum wilden Höhepunkt wurde: 5:4 gegen den Ludwigsfelder FC. Vier Spiele, vier Siege – zwölf Punkte, 14:8 Tore, Platz eins.

Hinter Riesa wurde es eng. Glauchau, Ludwigsfelde und Neubrandenburg kamen jeweils auf sechs Punkte. Glauchau stellte sich nach der Auftaktniederlage neu auf, schlug Neubrandenburg 04:0 und gewann das direkte Duell gegen Ludwigsfelde mit 3:1. Ludwigsfelde setzte zuvor ein Zeichen mit dem 4:2 gegen Neubrandenburg, musste aber Riesa im spektakulären 4:5 ziehen lassen. Eisenhüttenstadt blieb ohne Punkte und geriet mehrfach früh unter Druck.

Gruppe B: Brandenburg verteidigt die Spitze, Stendal bleibt dran
In der Gruppe B herrschte der Gastgeber-Ton: BSG Stahl Brandenburg sammelte zehn Punkte und blieb ungeschlagen. Gleich zu Beginn schlug Brandenburg Lok Stendal 2:1, legte mit 1:0 gegen Empor Schenkenberg nach und setzte mit dem 3:0 gegen Stahl Thale ein klares Signal. Nur gegen Wismut Gera gab es ein 1:1 – am Ende standen 7:2 Tore und der Gruppensieg.

Lok Stendal blieb als engster Verfolger dran und holte neun Punkte bei 11:4 Toren. Nach der Auftaktniederlage folgten ein 4:0 gegen Stahl Thale, ein 4:1 gegen Schenkenberg und ein 2:1 gegen Wismut Gera. Dahinter stritten die Teams um jede Szene: Schenkenberg holte vier Punkte, Thale drei, Wismut Gera zwei – die Abstände waren klein, die Konsequenzen groß.

Die Halbfinals: Stendal stürmt, Brandenburg scheitert vom Punkt
Im ersten Halbfinale zeigte Lok Stendal, wie schnell ein Hallenspiel kippen kann: Gegen den VfB Empor Glauchau gewann Stendal 4:0 und zog wuchtig ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale wurde der Stahlpalast dann zur Nervenprobe. Riesa und Brandenburg trennten sich nach regulärer Spielzeit nicht – die Entscheidung fiel im Neunmeterschießen. Riesa gewann 4:3 und erzwang damit das Finale.

Spiel um Platz drei: Gastgeber richtet sich noch einmal auf
Brandenburg blieb nach dem bitteren Halbfinal-Aus nicht liegen. Im Spiel um Platz drei gewann die BSG Stahl Brandenburg gegen den VfB Empor Glauchau mit 3:1 und belohnte sich für eine starke Gruppenphase mit Rang drei.

Finale: Riesa hält dem Stendaler Druck stand
Im Endspiel bekam der Abend seinen passenden Abschluss: Riesa gegen Lok Stendal, zwei Teams, die zuvor unterschiedliche Wege gegangen waren – Riesa über Konstanz und knappe Siege, Stendal über Tempo und klare Ergebnisse. Am Ende gewann Riesa 2:1 und holte sich den Turniersieg.

Aufrufe: 010.1.2026, 23:48 Uhr
redAutor