
Die Einteilung des Brandenburgliga-Meisters 1. FC Frankfurt in die NOFV-Oberliga für die Saison 2026/2027 sorgt für Verwirrung. Während der Verein bereits den vermeintlichen Gang in die Südstaffel gestern auf Instagram als feststehend verkündet hatte - dieser Instagram-Post wurde aber inzwischen entfernt -, betont der NOFV nun, dass das Beschwerdeverfahren noch in vollem Gange ist. Für den Aufsteiger geht es bei diesem emotionalen Hin und Her um existenzielle finanzielle Mehrbelastungen von bis zu 15000 Euro.
Die vermeintliche Gewissheit
Der 1. FC Frankfurt hatte gestern auf Instagram gepostet, dass er in der NOFV-Oberliga Süd spielen wird. Zu diesem Zeitpunkt deutete alles darauf hin, dass der Kampf gegen die Staffeleinteilung beendet und der Einspruch des Aufsteigers abgelehnt sei. Der 1. FC Frankfurt teilte gestern dazu auf Instagram mit: "Die NOFV hat entschieden: es geht für uns in die NOFV-Oberliga Süd." Damit schienen alle Hoffnungen des Neulings auf eine Eingliederung in die geografisch nähere Nordstaffel verflogen zu sein. Damit stand fest, dass der Klub den schweren Weg in die Südstaffel antreten und die zusätzliche wirtschaftliche Belastung von rund 12000 bis 15000 Euro sowie erhebliche organisatorische Erschwernisse tragen muss. Dieser Instagram-Post wurde aber inzwischen entfernt.
Das Dementi des NOFV
Doch nun folgt die unerwartete Wende. Dies teilt der NOFV heute gegenüber FuPa dazu mit: "Es liegt im Beschwerdeverfahren des 1. FC Frankfurt noch keine Entscheidung vor. Es handelt sich um ein laufendes Verfahren." Der Verband hat den Einspruch des Brandenburgliga-Meisters entgegen der gestrigen Annahmen also doch noch nicht offiziell abgewiesen. Die Akte ist weiterhin geöffnet. Der NOFV teilt zudem gegenüber FuPa mit: "Leider können wir noch keinen Zeithorizont definieren. Das Verfahren liegt aktuell beim Verbandsgericht und wird bearbeitet."
Der Einspruch gegen die Geografie
Dass der Aufsteiger sich gegen die Südstaffel stemmt, liegt an den immensen logistischen und finanziellen Bürden, die dem Verein drohen. Zuvor hatte der Club alles versucht, um die Belastungen abzuwenden und eine Einteilung in die Nordstaffel zu erwirken. In der Pressemitteilung des Vereins wurde der ursprüngliche Einspruch wie folgt begründet: „Der 1. FC Frankfurt (Oder) hat gegen die Entscheidung zur Einteilung der NOFV-Oberliga-Staffeln Einspruch eingelegt. Der Verein beantragt, entsprechend der regionalen Zuordnung wieder der Oberliga Nord zugewiesen zu werden. Wir möchten ausdrücklich betonen: Die Oberliga Süd ist sportlich eine sehr attraktive Staffel mit vielen traditionsreichen und interessanten Vereinen. Wir haben großen Respekt vor allen Mannschaften dieser Liga und würden uns sportlich ohne Zweifel auf diese Begegnungen freuen. Es geht vielmehr um die erheblichen organisatorischen, wirtschaftlichen und fanbezogenen Folgen, die die aktuelle Einteilung für unseren Verein mit sich bringt.“
Unbeugsamer Mut trotz unklarer Zukunft
Auch wenn im Moment wieder völlige Unklarheit darüber herrscht, wo der Meister in der kommenden Spielzeit auflaufen wird, lässt sich der Aufsteiger den Mut nicht nehmen. Die sportliche Herausforderung wird trotz des aktuellen Verwirrspiels angenommen. In der Pressemitteilung des Vereins heißt es abschließend mit großem Verantwortungsbewusstsein: „Klar ist trotzdem: Für unsere Spieler, Trainer, Mitglieder und Fans ist wichtig: Wir stellen uns jeder sportlichen Herausforderung. Die Oberliga Süd ist eine starke und attraktive Liga. Dennoch müssen wir als Verein verantwortungsvoll handeln, wenn eine nicht ausreichend begründete und nicht nachvollziehbare Entscheidung erhebliche wirtschaftliche, organisatorische und auch fanbezogene Folgen für uns hat.“