2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

„Stärkste Mannschaft“ – Rheindörfer-Coach adelt Jan Wellem vor Duell

TV Hoffnungsthal mit offener Rechnung gegen SW Köln – TFC will nachlegen

von Andreas Santner · Heute, 16:22 Uhr · 0 Leser
Kehrt Ford Niehl beim FC Hürth II in die Erfolgsspur zurück?
Kehrt Ford Niehl beim FC Hürth II in die Erfolgsspur zurück? – Foto: Vanessa Bering

Nach der überraschenden Niederlage des Tabellenführers blickt die gesamte Liga gespannt auf die Antwort von Deutz 05, die nun gegen Frielingsdorf zurück in die Spur finden müssen. Die totale Punktgleichheit an der Spitze lässt keinen Raum mehr für Fehler, während im Hintergrund der SSV Jan Wellem mit einer makellosen Fünf-Siege-Serie zum Angriff bläst. Im Highlight-Duell prallen mit den Rheindörfern und Jan Wellem zwei formstarke Teams des Jahres 2026 aufeinander, was für die Gäste den Auftakt zu den „Wochen der Wahrheit“ markiert.

Stolpert auch Südwest über die TFC-Hürde?

Vor zwei Wochen hätte dieses Duell noch wie eine klare Angelegenheit gewirkt – heute steht es jedoch unter völlig anderen Vorzeichen. Die DJK Südwest Köln empfängt den Türkischen FC Köln. Während Südwest durch eine beeindruckende 4:0-Gala bei Rheinsüd nach Punkten mit der Tabellenspitze gleichgezogen ist, sorgte der TFC am vergangenen Sonntag für eine Überraschung: Mit einem 4:1-Erfolg brachten sie den Branchenprimus Deutz 05 zu Fall. Südwest ist gewarnt. Das Hinspiel ging zwar mit 3:1 an die DJK, doch die aktuelle Form des TFC macht die Aufgabe im Kölner Südwesten zu einem echten Charaktertest für den Aufstiegsaspiranten.

Daniel Errens warnt: „Gibt keinen Gegner, den man unterschätzen darf“

Südwest-Trainer Daniel Errens lässt sich vom Tabellenstand des Gegners nicht blenden. Er hat registriert, dass der TFC nicht erst seit dem Deutz-Sieg im Aufwind ist.

"Mit dem TFC empfangen wir eine Mannschaft, die zuletzt mit dem Sieg gegen Deutz auf sich aufmerksam gemacht hat. Aber auch in den Wochen davor waren sie mit knappen Ergebnissen und Punktgewinnen gegen starke Gegner wie Rheindörfer und Heiligenhaus schon nah dran. Das zeigt einmal mehr, wie eng und ausgeglichen die Liga ist. Es gibt keinen Gegner, den man unterschätzen darf – und das werden wir auch nicht tun", so Errens gegenüber FuPa.

Sein Fokus liegt klar auf der eigenen Konstanz: "Wir bereiten uns sehr akribisch auf das Spiel vor und wollen die Leistung aus der vergangenen Woche bestätigen. Das ist das Niveau, das wir spielen können, und genau daran wollen wir anknüpfen. Es wird keine leichte Aufgabe, aber einfache Spiele gibt es in dieser Liga ohnehin nicht. Mit dem Mindset und der Leistung aus dem letzten Spiel bin ich jedoch sehr zuversichtlich, dass wir zuhause erfolgreich sein können. Unser klares Ziel ist es, die drei Punkte gegen den TFC zu holen – und das liegt in unserer eigenen Hand."

Wird Südwest der Favoritenrolle gerecht und bleibt im Titel-Dreikampf vorne dabei, oder schlägt der TFC nach Deutz auch den nächsten Meisterschaftskandidaten? Eines ist sicher: Wer den TFC jetzt noch unterschätzt, hat die Tabelle nicht gelesen.

Schönenbach will Rheinsüd-Krise verschärfen

Der Kampf um die Meisterschaft spitzt sich zu. Mittendrin: Der SV Schönenbach, der nach dem 4:1-Sieg gegen Zündorf punktgleich mit Tabellenführer Deutz 05 und der DJK Südwest auf Rang zwei lauert. Am 21. Spieltag empfangen die Oberberger den kriselnden FC Rheinsüd Köln, der das nächste Top-Team vor der Brust hat.

Während Schönenbach vor Selbstvertrauen strotzt, schleppt Rheinsüd eine schwere Last mit sich herum: Vier Pflichtspielniederlagen in Folge, darunter das schmerzhafte 0:4 gegen Südwest am vergangenen Sonntag, haben die Kölner auf Rang acht abrutschen lassen. Das Hinspiel war mit einem 2:1 für Schönenbach eine knappe Angelegenheit – doch die Vorzeichen haben sich seither zugunsten der Gastgeber verschoben.

Krämer fordert „Schärfe und Konsequenz“

Rheinsüd-Coach Stefan Krämer macht keinen Hehl daraus, dass sein Team aktuell gegen die „Großen“ der Liga Lehrgeld zahlt. Dennoch verfällt er nicht in Fatalismus, sondern fordert von seiner verletzungsgebeutelten Truppe eine Trotzreaktion.

"In den letzten Spielen gegen die Top-Teams haben wir deutlich gesehen, dass wir bestraft werden, wenn wir nicht an unsere Leistungsgrenze gehen. Dann fallen die Niederlagen auch entsprechend klar aus. Jetzt wartet mit Schönenbach das nächste Top-Team auf uns, erneut eine Mannschaft aus den Top drei. Das ist natürlich eine schwierige Phase mit solchen Spielen hintereinander, aber das müssen wir annehmen. Wir haben die Dinge klar angesprochen und arbeiten gezielt daran, uns zu verbessern. Unser Ziel ist es, am Sonntag näher dran zu sein und im besten Fall etwas Zählbares mitzunehmen. Trotz der weiterhin angespannten Personalsituation wollen wir ein enges Spiel liefern. Dafür müssen wir mit der nötigen Schärfe, Konsequenz und Intensität auftreten, um dem Gegner Paroli zu bieten", so Krämer, der mit Respekt auf den kommenden Gegner blickt: "Schönenbach ist individuell sicherlich stärker besetzt, aber wir wollen das über andere Faktoren ausgleichen. Das ist unsere Aufgabe – und wir werden alles daransetzen, das am Sonntag auf den Platz zu bringen."

Schönenbachs Pflichtaufgabe im Titel-Dreikampf

Für die Mannschaft von Trainer Matthias Siebertz ist die Marschroute klar: Im Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze darf man sich gegen ein Team aus dem Mittelfeld keinen Patzer erlauben. Mit der individuellen Klasse, die Krämer bereits ansprach, geht Schönenbach als Favorit in die Partie. Besonders die Offensivabteilung der Hausherren wird die zuletzt anfällige Rheinsüd-Defensive (zehn Gegentore in den letzten zwei Ligaspielen) auf eine harte Probe stellen.

Weiße Weste gegen Abstiegsnot: Bergfried will den Siegeszug gegen Zündorf fortsetzen

Mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen aus fünf Spielen nach der Winterpause hat sich Bergfried Leverkusen im gesicherten Mittelfeld festgesetzt. Am kommenden Sonntag empfängt der Tabellenneunte (29 Punkte) jedoch einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht: Germania Zündorf (Platz 15, 16 Punkte).

Während Bergfried vor Selbstvertrauen strotzt, ist Zündorf nach der jüngsten Pleite gegen Schönenbach und den Siegen der Konkurrenz auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Doch die Leverkusener sind gewarnt: Zündorf hat in der Rückrunde bereits bewiesen, dass sie gegen die „Großen“ der Liga bestehen können, wie die Punktgewinne gegen Südwest Köln und die Rheindörfer zeigen. Das Hinspiel endete zudem mit einem 2:2-Unentschieden.

Müller warnt: „Zündorf hat stets enge Spiele gezeigt“

Trotz des eigenen Erfolgslaufs und der tabellarischen Favoritenrolle tritt Bergfried-Trainer Stefan Müller die Euphoriebremse. Vor allem die angespannte Personallage zwingt ihn zur Demut.

"Auch für den kommenden Sonntag sind wir gewarnt und fokussiert. Es ist für uns wieder ein sehr wichtiges Spiel und die Möglichkeit, uns von der Abstiegszone weiter zu distanzieren – so wollen wir das Spiel angehen und die Punkte zu Hause behalten. Abgesehen von der deutlichen Niederlage gegen Deutz hat Zündorf stets enge Spiele gezeigt. Wir sind gewarnt und wollen wieder mit einer ordentlichen Mannschaftsleistung überzeugen. Konzentriert und entschlossen wollen wir die Punkte zu Hause lassen. Personell müssen wir allerdings auf einige Spieler verzichten: Maik Maier fehlt wegen einer Gelb-Sperre, Taha Can Uluc aufgrund seiner Augenverletzung, die erneut operiert werden musste, sowie Enes Yürük wegen seiner Hand-OP."

Richtungsweisendes Duell: Hürth II will klettern, Niehl muss beißen

Am 21. Spieltag der Bezirksliga Staffel 1 begegnen sich zwei Mannschaften, deren Formkurven zuletzt in unterschiedliche Richtungen zeigten. Während der FC Hürth II (Platz 10, 25 Punkte) nach dem moralischen Sieg beim 3:3 in Hoffnungsthal nach oben schielt, kämpft der CfB Ford Niehl (Platz 12, 22 Punkte) gegen den freien Fall. Das Hinspiel war mit einem 4:0 noch eine klare Angelegenheit für Niehl – doch seitdem hat sich die Welt im Kölner Norden drastisch gedreht.

Hürth II: Volle Kapelle für den Sprung nach oben

Trainer Thomas Frohn blickt optimistisch auf das Heimspiel. Die Hürther Reserve hat sich ein Polster von sieben Punkten auf die Abstiegsränge erarbeitet und wittert nun die Chance, sich im Tabellenmittelfeld festzusetzen. Besonders die personelle Situation spielt Frohn dabei in die Karten.

"Die Liga ist aktuell extrem ausgeglichen: Wir haben sieben Punkte Abstand nach unten, aber auch nur sechs Punkte bis Platz sechs. Das zeigt, wie wichtig die kommenden Spiele sind. Mit Niehl und danach Zündorf stehen Partien an, die richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein können. Genau das ist für uns zusätzliche Motivation, am Sonntag unbedingt zu gewinnen. Personell können wir aktuell aus dem Vollen schöpfen. Es gibt ein paar kleinere Erkrankungen, aber insgesamt sind die Jungs gut drauf und trainieren ordentlich. Wir freuen uns auf das Spiel", so Frohn.

Ford Niehl: Mit dem Messer zwischen den Zähnen gegen die Personalkrise

Ganz anders ist die Gemütslage bei Dogan Oymak. Der Niehler Coach muss seit Wochen improvisieren und zusehen, wie der ehemals komfortable Vorsprung auf die rote Zone (von elf auf fünf Punkte) zusammenschmilzt. Nach der unglücklichen 3:4-Pleite gegen Bergfried Leverkusen fordert er von seinem „Rumpfteam“ vor allem eines: Bedingungslosen Kampfgeist bis zum Abpfiff.

"Mit Hürth II erwartet uns jetzt ein Gegner, der in der Rückrunde sehr gute Ergebnisse eingefahren hat. Unser Vorsprung von elf Punkten ist mittlerweile auf fünf geschrumpft, dennoch stehen wir – trotz der Personalsituation – noch über dem Strich. Jetzt geht es darum, das Spiel auch mal bis zur letzten Sekunde mit Entschlossenheit und Biss zu Ende zu bringen, um endlich wieder etwas Zählbares mitzunehmen. Das ist enorm wichtig für die Köpfe und die Moral der Jungs. Der Biss muss bis zum Schluss da sein. Wir müssen bereit sein, bis zur letzten Minute auf die Zähne zu beißen – unabhängig davon, wie unsere personelle Situation aussieht. Ich nehme mich da genauso in die Pflicht wie die Mannschaft: Wir müssen punkten", erklärt Oymak kämpferisch.

Revanche-Gelüste: Kann Hoffnungsthal das „Hinspiel-Trauma“ bewältigen?

Das Hinspiel dürfte bei der Dagdelen-Elf wohl immer noch für leichtes Zähneknirschen sorgen. Der sechstplatzierte TV Hoffnungsthal reist zum Tabellen-Dreizehnten SC Schwarz-Weiß Köln. Während die Kölner durch den jüngsten 4:1-Erfolg in Brühl knapp die Abstiegsränge verlassen haben, will der TVH endlich die Schmach aus der Hinrunde tilgen.

Zur Erinnerung: Im ersten Aufeinandertreffen führte Hoffnungsthal bereits mit 3:0, ehe Schwarz-Weiß eine furiose Aufholjagd startete und die Partie mit 5:3 für sich entschied.

Müller setzt auf Heimvorteil und Fan-Support

SW-Coach Sven Müller weiß genau, dass sein Team am Sonntag einen Gegner erwartet, der mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch anreisen wird. Dennoch sieht er seine Mannschaft gut gerüstet, um den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. "Wir wollen den Schwung aus dem Sieg gegen Brühl mitnehmen und gleichzeitig die Dinge verbessern, die wir am Wochenende noch nicht optimal gemacht haben", erklärt Müller und fügt hinzu: "Hoffnungsthal hat aus dem Hinspiel sicher noch eine Rechnung mit uns offen. Damals lagen wir zur Pause 0:3 zurück und haben das Spiel mit einer überragenden Teamleistung noch gedreht. Ich glaube, das war eine der bittersten Niederlagen für Hoffnungsthal. Uns ist aber absolut bewusst, was auf uns zukommt. Mit Musculus haben sie einen der Top-Torjäger der Liga in ihren Reihen und insgesamt eine sehr hohe Pressingstärke. Zuhause mit unseren Fans im Rücken haben wir sicherlich bessere Voraussetzungen als im Hinspiel. Für uns geht es um alles – und das wollen wir am Sonntag auch auf den Platz bringen.",

Gawlik hadert mit holpriger Spiel-Vorbereitung

Beim TV Hoffnungsthal ist das Ziel klar: Wiedergutmachung. Allerdings verlief die Trainingswoche für den TVH alles andere als reibungslos, wie der sportliche Leiter Maciek Gawlik berichtet. "Gegen Schwarz-Weiß Köln haben wir aus dem Hinspiel noch einiges gutzumachen. Die Niederlage tat natürlich richtig weh. Ich hoffe, dass wir das im Rückspiel wieder geradebiegen können. Die Trainingswoche war leider nicht optimal, weil am Dienstag unser Training aufgrund eines Jugendspiels ausfallen musste. Am Donnerstag ist wieder ein Jugendspiel angesetzt, sodass wir auch da erst später trainieren können. Die Vorbereitung ist also nicht ganz ideal. Trotzdem sind die Jungs heiß darauf, das Hinspiel wiedergutzumachen. Wir fahren mit der klaren Zielsetzung dahin, die nächsten Punkte zu holen", so Gawlik.

Schafft Schwarz-Weiß den zweiten Sieg in Folge gegen den TVH, oder behält die individuelle Klasse um Torjäger Anton Musculus diesmal über 90 Minuten die Oberhand? Für Köln wäre ein Dreier ein riesiger Meilenstein im Kampf gegen den Abstieg, während Hoffnungsthal den Anschluss an die Top-5 wahren will.

"Schwierigstes Spiel der Saison": Stolperfalle Brühl?

Am 21. Spieltag empfängt der siebtplatzierte Heiligenhauser SV das abgeschlagene Schlusslicht SC Brühl. Rein tabellarisch ist die Rollenverteilung klarer als bei fast jeder anderen Partie der Liga. Während der HSV nach der 1:3-Niederlage bei Jan Wellem wieder in die Spur finden will, geht es für die Brühler nach dem 1:4 gegen Schwarz-Weiß Köln primär um die sportliche Weiterentwicklung für die kommende Saison in der Kreisliga A. Das Hinspiel war mit 3:0 eine deutliche Angelegenheit für die Mannschaft von Andy Esins. Doch der Trainer warnt davor, die Punkte bereits vor dem Anpfiff auf dem Habenkonto zu verbuchen.

Esins warnt: „Das schwierigste Spiel der Saison“

Trotz der prekären Lage der Gäste mahnt HSV-Coach Andy Esins zur höchsten Konzentration. Er sieht in der vermeintlichen Pflichtaufgabe eine mentale Herausforderung für seine Elf. "Für uns ist es das schwerste Spiel der Saison. Wir können die Ergebnisse von Brühl sehr gut einordnen und wissen, dass sie auch Spitzenmannschaften vor Probleme stellen können. Wir sind gut vorbereitet und haben fleißig Informationen zum Gegner gesammelt. Eines steht fest: Wir werden Brühl definitiv nicht unterschätzen", so Esins.

Brühl setzt auf Kompaktheit und den „kleinen Platz“

Brühl-Trainer Taner Durdu sieht die Favoritenrolle klar beim Gastgeber, hofft aber, dass die speziellen Gegebenheiten in Heiligenhaus seinem Team in die Karten spielen könnten. Für ihn steht der Lernprozess seiner jungen Truppe im Vordergrund. "Es wird ein schweres Spiel. Der Platz in Heiligenhaus ist sehr klein, und sie haben eine gut eingespielte Mannschaft, die sich über Jahre von der Kreisliga bis in die Bezirksliga entwickelt hat. Ihre große Stärke ist ganz klar das Teamgefüge. Wir werden versuchen, unsere Hausaufgaben zu erledigen, defensiv stabil zu stehen und vielleicht mit etwas Glück selbst in Führung zu gehen. Wenn uns das gelingt und wir weiter kompakt bleiben, können wir möglicherweise etwas Zählbares mitnehmen. Für uns geht es auch darum, weiter an der Entwicklung zu arbeiten. Wir haben eine junge Mannschaft, die aktuell keinen Druck verspürt, sondern die Spiele auch ein Stück weit als Vorbereitung nutzt", erklärt Durdu.

Rückrunden-Gipfeltreffen: Wer bleibt 2026 ungeschlagen?

Das Verfolgerduell verspricht Hochspannung: Die SpVg Rheindörfer (Platz 5, 36 Punkte) empfängt den SSV Jan Wellem (Platz 4, 40 Punkte). Es ist das Aufeinandertreffen der beiden „Mannschaften der Stunde“. Beide Teams sind im Kalenderjahr 2026 noch ohne Niederlage, doch die Bilanz der Gäste aus Bergisch Gladbach ist noch einen Tick beeindruckender: Fünf Spiele, fünf Siege.

Für Jan Wellem brechen nun die „Wochen der Wahrheit“ an. Nach der Hürde im Kölner Norden warten in den kommenden Wochen nacheinander die Top-3 der Liga auf die Mannschaft von David Gsella. Die Rheindörfer hingegen wollen nach dem späten Dämpfer in Frielingsdorf (2:2) ihre Heimstärke ausspielen und den Abstand auf Jan Wellem verkürzen.

Tillmann: „Die stärkste Mannschaft der Liga“

Rheindörfer-Coach Sebastian Tillmann zollt dem Gegner vorab großen Respekt, sieht seine Elf aber bereit für den Schlagabtausch vor heimischer Kulisse. "Mit Jan Wellem erwartet uns die vielleicht stärkste Mannschaft der Liga, was den Kader und die Gesamtanlage angeht. Seit dem Winter haben sie zudem einen neuen Trainer, der sicherlich noch mal frischen Wind reingebracht hat. Wir sind auf diese Aufgabe vorbereitet und freuen uns auf einen absoluten Top-Gegner, dem wir Paroli bieten wollen. Uns ist unsere Heimstärke bewusst, und genau solche Spiele sind es, in denen man sich gerne mit den Besten misst. Dass wir auch gegen solche Gegner bestehen können, haben wir bereits im Hinspiel gezeigt", so Tillmann.

Gsella bläst zur Attacke: „Wieder alles möglich“

Auf der anderen Seite herrscht bei Jan Wellem nach dem perfekten Start ins Jahr Aufbruchstimmung. Trainer David Gsella sieht sein Team in einer Lauerstellung, aus der heraus man nun die ganz dicken Brocken der Liga angreifen will.

"Mit den Rheindörfern wartet das erste von vier Top-Spielen auf uns. Wir treffen auf eine sehr gute Mannschaft mit einigen richtig starken Individualisten. Die Trainingswoche war bisher ordentlich, und wir wollen unsere Serie unbedingt ausbauen. Wir haben uns in eine Position gebracht, in der wieder alles möglich ist – und genau das wollen wir nutzen, um voll anzugreifen. Unser klares Ziel ist es, am Sonntag auf Sieg zu spielen. Von der Einstellung her passt es aktuell, da gibt es nichts zu bemängeln. Fußballerisch müssen wir uns aber noch steigern. Wir wollen ein gutes Spiel machen und am Ende die drei Punkte mitnehmen", erklärt Gsella selbstbewusst.

Rehabilation: Deutz fordert nach Niederlage eine Reaktion

Nach der überraschenden 1:4-Niederlage beim Türkischen FC Köln ist der Vorsprung von Deutz 05 an der Tabellenspitze zusammengeschmolzen. Zwar rangiert die Diekampf-Elf mit 43 Punkten weiterhin auf Platz eins, doch die Konkurrenz aus Schönenbach und Südwest liegt nun punktgleich im Nacken. Am 21. Spieltag empfängt der Spitzenreiter den SV Frielingsdorf.

Frielingsdorf reist mit Rückenwind an: Das Team von Andreas Dreiner knöpfte zuletzt den formstarken Rheindörfern beim 2:2 einen Punkt ab. Das Hinspiel war mit einem knappen 2:1 für Deutz eine enge Kiste – und nach den Ereignissen vom letzten Wochenende weiß man im Bergischen, dass auch der Primus verwundbar ist.

Diekamp hofft auf Lerneffekt: „Weg zurück in die Spur finden“

Für Deutz-Trainer Hannes Diekamp war die Pleite beim TFC ein Weckruf. Unter der Woche wurde die Fehleranalyse intensiv vorangetrieben, um gegen Frielingsdorf wieder die gewohnte Dominanz auszustrahlen. "Wir wollen an die gute Leistung aus dem Heimspiel gegen Rheinsüd und die starken ersten 20 Minuten gegen den TFC anknüpfen. Wir haben im Training ausführlich über den vergangenen Sonntag gesprochen und ich hoffe, dass jedem klar geworden ist, worauf es ankommt. Ich bin daher sehr guter Dinge, dass we am Sonntag den Weg zurück in die Spur finden und die drei Punkte bei uns behalten", so Diekamp, der Verletzungsbedingt noch das "ein oder zwei Fragezeichen" vermeldet: "Eventuell müssen wir wieder etwas improvisieren. Aber diese Probleme hat aktuell jeder, deshalb lassen wir das nicht als Ausrede gelten", erklärt Diekamp abschließend.

Frielingsdorf wittert die Chance: „Absolut alles möglich“

Andreas Dreiner weiß um die Schwere der Aufgabe, sieht aber keinen Grund, sich in Deutz zu verstecken. Der Respekt vor der Dynamik des Spitzenreiters ist groß, doch der Glaube an die eigene Stärke nach dem Rheindörfer-Remis ebenso.

"Wir spielen gegen die Topmannschaft der Liga! Deutz spielt einen unheimlich dynamischen Fußball und ist sehr flexibel im Positionsspiel. Wenn wir es aber ähnlich engagiert angehen wie letzte Woche, ist auch gegen Deutz etwas drin. Das vergangene Wochenende hat wieder einmal gezeigt, dass in dieser Liga absolut alles möglich ist", erklärt Dreiner optimistisch.