
Nach einem spielfreien Wochenende über Pfingsten fanden sich die Mannschaften in der entscheidenden Phase der Meisterschaft wieder. Im bislang sehr engen Kampf um den Aufstieg fielen einige möglicherweise wegweisende Entscheidungen, während das Rennen um den Klassenerhalt an Spannung kaum zu überbieten ist. Mit vier noch zu spielenden Runden sind sich einzig die vier Spitzenmannschaften der Saison, also Stäfa, Veltheim, Herrliberg und Glattbrugg, des Klassenerhaltes sicher. Alle anderen könnten theoretisch noch absteigen.
FC Beringen 2:3 FC Phönix Seen
FC Bassersdorf 1:3 FC Küsnacht
FC Glattbrugg 3:3 FC Embrach
FC Herrliberg 2:3 FC Wald
FC Brüttisellen-Dietlikon 1:1 SC Veltheim
FC Gossau 1:1 FC Greifensee
FC Stäfa 4:0 FC Wiesendangen
Schon am Freitag machten Beringen und Phönix Seen den Auftakt in die 22. Runde der 2. Liga, Gruppe 2. Gegen die Aufsteiger und Tabellenletzten aus Schaffhausen war die Mission für den FC Phönix Seen klar: Im Kampf gegen den Abstieg müssen dringend drei Punkte her.
Das Spiel entwickelte sich zu einem regen Schlagabtausch, in dem sich beide Mannschaften offensiv bemüht zeigten und insgesamt zu guten Chancen kamen. Für die Gäste aus Winterthur konnte nach etwas mehr als einer halben Stunde Marco Galasso zum 1:0 treffen. Kurz nach Wiederanpfiff in der zweiten Halbzeit versenkte Volkan Aydin einen Freistoss sehenswert direkt im Tor: 2:0 für Phönix Seen.
Doch mit einer Viertelstunde noch zu spielen vermochten sich die Hausherren aufzubäumen und gar den Anschlusstreffer, erzielt durch Radovan Obradovic, zu markieren. Daraufhin gelang den Gästen nicht mehr viel und so mussten diese in der 90. Minute das 2:2 durch Daniel Rüttimann hinnehmen.
Wer jetzt aber dachte, dass Spiel sei zu Ende, der hatte sich an diesem Samstagabend getäuscht. In der Nachspielzeit kamen die Gäste dank eines Fouls im Strafraum noch zur goldenen Chance auf die drei Punkte. Murat Yildiz übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 3:2-Endstand aus Sicht des FC Phönix Seen. Damit machen die Winterthurer einen wichtigen Schritt in Richtung Chance auf den Klassenerhalt.
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Auch für die Bassersdorfer geht es in diesem Endspurt der Liga darum, sich dem Abstieg möglichst fernzuhalten. Dafür ist gegen den FC Küsnacht, dem wahrscheinlich nur ein mittelgrosses Wunder zum Klassenerhalt reichen würde, ein Sieg Pflicht.
Die Partie startete dann denkbar schlecht für die Hausherren. Nach nur wenigen Sekunden wurde Küsnachts Vazquez im Strafraum gefällt, was zu einem Elfmeter für die Gäste führte. Lytovchenko lief an und knallte den Elfmeter an den Querbalken. Aus dem Hinterhalt konnte jedoch Ionel Doswald schliesslich sehenswert per Volley treffen. Die Reaktion musste nicht lange auf sich warten lassen. Auch Küsnacht leistete sich ein Foul im eigenen Strafraum und Francesco Maggio verwandelte den fälligen Penalty in der 16. Minute zum 1:1.
Auf die beiden Tore vom Punkt hin entwickelte sich eine ausgeglichene Angelegenheit, bis die Gäste vom See kurz vor der Pause das wichtige 2:1 erzielten. Wieder war es Doswald, der diesmal in die Tiefe geschickt wurde, den Torwart umdribbelte und zum Doppelpack einschob. In der 69. Minute sorgte dann schliesslich ebendieser Ionel Doswald mit einem Abstauber zum 3:1 für seinen persönlichen Hattrick, und die Entscheidung in diesem Spiel.
Der Sieg Küsnachts bedeutet, dass bei den Seebuben wieder ein kleiner Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt entstehen könnte, während die Bassersdorfer im Abstiegskampf nicht vom Fleck kommen und nur einen Punkt Vorsprung auf den drittletzten Tabellenrang haben.
Für den FC Glattbrugg geht es in dieser Saison nicht mehr um allzu viel. Der Rückstand auf die Spitze ist in den letzten Spielen stetig etwas angewachsen, und die Abstiegsränge sind sowieso schon weit entfernt. Die Gäste aus Embrach hingegen müssen sich, trotz eines starken sechsten Tabellenrangs, immer noch in Richtung des Strichs orientieren.
Die Partie entwickelte sich zu einem munteren Schlagabtausch, in dem der FC Embrach das Skore eröffnete. In der 22. Minute erzielte Sandro Huber das 1:0 für Embrach. Die Führung der Gäste hielt jedoch nicht lange stand. Nur zwei Minuten später sorgte Emirhan Kaya für den Ausgleichstreffer und den 1:1-Pausenstand.
Der Start in die zweite Halbzeit gelang dem FC Glattbrugg nach Mass. In der 48. Minute kamen die Hausherren dank eines Eigentores durch Andrin Stäbler zur Führung, ehe Rilind Ibrahimi in der 51. Minute zum 3:1 traf. Daraufhin kam auch von den Gästen wieder ein Lebenszeichen, was schliesslich in der 59. Minute zum 2:3 durch Ruben Paradiso führte. Bis zum Schluss gaben die Gäste aus Embrach nicht auf und konnten so etwa zehn Minuten vor Spielende den 3:3-Ausgleich markieren.
So haben sich die verletzungsgeplagten Seebuben aus Herrliberg das Spiel gegen Wald nicht vorgestellt. Mit Blick auf die Tabelle ist in dieser entscheidenden Phase der Meisterschaft jeder Sieg wichtig, und jeder Punktverlust verheerend. Entsprechend klar war die Mission der Hausherren an diesem Samstagabend auf dem Langacker.
Die Herrliberger starteten solide ins Spiel. Sie behielten die Kontrolle und erzielten schon in der achten Spielminute das 1:0 durch Lenny Brauchli. Ein Eigentor von Mykyta Bondarenko brachte in der 40. Minute das 2:0. Es dauerte jedoch nur wenige Minuten, bis dieser komfortable Vorsprung bereits wieder zu bröckeln begann. Kurz vor der Pause erzielte Patrik Juric den Anschlusstreffer für seine Farben und sorgte so für eine spannende zweite Halbzeit.
Die Gastgeber starteten fulminant aus der Pause, ohne aber erfolgreich zu sein. Gleich zwei Chancen liessen sie unmittelbar nach Wiederanpfiff liegen. Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Fehler in der Herrliberger Abwehr sorgte für das 2:2 durch Alexander Jetzer, ehe Jlir Ibrahimi einen Foulelfmeter in der 52. Minute zum 3:2 für die Gäste verwandelte. Daraufhin schaffte es der FCW, alle offensiven Bemühungen der Herrliberger zu verteidigen, und kam so, schlussendlich mit etwas Glück, zum 3:2-Auswärtssieg.
Herrliberg gibt damit zum ersten Mal in dieser Saison zu Hause Punkte ab und verliert den unmittelbaren Anschluss an die Spitze. Der Aufsteiger aus Wald hingegen macht mit diesem Überraschungssieg einen kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
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Seit sieben Spielen, und somit seit Ende März, wartet der FCB auf einen Vollerfolg in der Liga. Und auch gegen den zweitplatzierten SC Veltheim sollte dieser Sieg nicht gelingen, wobei das 1:1 als Erfolg zu werten sein dürfte.
Die Winterthurer starteten munter in die Partie und lenkten das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit. Und so kam es auch, dass Fidan Surlici in der 35. Minute per Kopf zum 1:0 für die Gäste traf. Kurz nach der Pause konnten dann die Hausherren reagieren und dank Christian Buanda zum 1:1-Ausgleich kommen, welcher letztendlich das Schlussresultat bedeutete. Insgesamt dürfte sich gar der FCB ärgern, hatte er doch einige Chancen und hätte durchaus ein besseres Resultat herausspielen können.
Dieses Unentschieden hingegen hilft beiden Teams kaum. Veltheim verliert den unmittelbaren Anschluss an den FC Stäfa, der nun vier Punkte Vorsprung aufweist, und Brüttisellen-Dietlikon gewinnt zum achten Mal in Serie nicht und findet sich nun unter dem Strich wieder.
Die Vorzeichen für die beiden Mannschaften in diesem Oberland-Derby könnten unterschiedlicher kaum sein. Der FC Gossau befindet sich im sagenumworbenen Niemandsland der Tabelle, während der FC Greifensee, wie so oft in den letzten Jahren, mitten im Abstiegskampf steckt.
Der Start der Partie gehörte den Hausherren aus Gossau. Nach einem Freistoss erzielte Michael Dörig in der 8. Minute das 1:0. In der Folge konnten sich die Gäste fassen und behielten den Ball in der ersten Halbzeit mehrheitlich in den eigenen Reihen, was schliesslich nach einer knappen halben Stunde zum 1:1 durch Alec Wegmann führte.
«Den verpassten Sieg haben wir uns selbst zuzuschreiben», liess sich Greifensee-Coach Simon Schaich gegenüber dem «Zürcher Oberländer» zitieren, nachdem in der zweiten Halbzeit trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen für die Gäste keine Tore mehr fielen.

Mit einem Sieg gegen Wiesendangen, die am vergangenen Wochenende im FVRZ-Cup-Final den Sieg verpasst hatten, könnten die Stäfner, nachdem Veltheim und Herrliberg Punkte haben liegen lassen, ihren Vorsprung an der Spitze auf vier Zähler vergrössern. Und an diesem Unterfangen liessen die Hausherren von Beginn an keine Zweifel aufkommen.
Bereits nach drei Minuten erzielt der FCS das 1:0. Jens Saethre tritt einen als Flanke angedachten Ball in die Mitte, der jedoch immer länger wird und dann via Posten direkt ins Tor findet. Knappe zehn Minuten später kann sich Basil Erne ausserhalb des Strafraums durchsetzen und eiskalt zum 2:0 einschiessen. Mit dem 3:0 in der 35. Minute durch Stäfa-Top-Torjäger Marco Ruckstuhl war die Sache bereits vor der Halbzeit entschieden.
Im zweiten Durchgang liessen es die Gastgeber auf dem Frohberg gemütlicher angehen und kamen in der 70. Minute durch Basil Kelterborn zum 4:0-Endresultat. Damit beträgt der Vorsprung auf Veltheim nun vier Punkte.
Mittwoch, 03.06.
FC Küsnacht - FC Herrliberg
Donnerstag, 04.06.
FC Wald - FC Beringen
FC Embrach - FC Gossau
FC Greifsee - FC Bassersdorf
FC Phönix Seen - FC Brüttisellen-Dietlikon
FC Glattbrugg - FC Stäfa
Mittwoch 10.06
SC Veltheim - FC Wiesendangen
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