2026-04-16T10:11:10.190Z

Spielbericht

Stade holt nach verschlafener Halbzeit einen 0:3-Rückstand auf

Landesliga Lüneburg im Überblick

von Tageblatt · Heute, 19:15 Uhr · 0 Leser
Matthias Lippek war auch in Stades harmloser erster Halbzeit um Biss und Wille bemüht. Foto: Struwe
Matthias Lippek war auch in Stades harmloser erster Halbzeit um Biss und Wille bemüht. Foto: Struwe

Stade braucht einen Elfmeter und die Pause, um in den nötigen Wettkampfmodus zu finden. D/A II marschiert weiter, A/O stoppt den Negativtrend und Harsefeld wird abgewatscht. Der Spieltag im Überblick:


Nach dem reinen Spielverlauf ist dies natürlich ein Punktgewinn für die Stader. Ob dieser Punkt in der Endabrechnung zum Klassenerhalt reichen wird, ist fraglich und abzuwarten.

Der Gastgeber erwischte eine ganz schwache erste Halbzeit, wirkte gehemmt und spielte im Bemühen um die Spielkontrolle ideenlos. Der FC suchte nach Ballgewinnen den schnellen und schnörkellosen Weg zum Tor.

Zudem profitierten die Gäste von Stades Fehlern. Beim 0:1 sah Torhüter Timo Haepp ganz unglücklich aus, als er einen harmlosen Ball, der etwas vor ihm versprang, nicht festhalten konnte. Marcel Meyer war zur Stelle. Gleich im Gegenzug hätte Michael Stern den Lapsus ausgleichen können.

Das 2:0 spielte der FC fein heraus, hatte es in den Eins-zu-eins-Situationen über die linke Seite aber auch viel zu leicht. Den Pass in den Rücken der VfL-Abwehr schloss Jess Götten platziert ab. Das 0:3 war wieder ein Geschenk der Stader, mit zwei Pässen war Meyer dann freigespielt.

Stade hat nach Aufholjagd das Glück des Tüchtigen
Stade spielte wie ein Absteiger. Dann wurde aber Louis Gehlken noch elfmeterreif gefoult. Jannik Peters verwandelte mit dem Halbzeitpfiff zum 1:3-Anschlusstreffer.

Nach der Pause waren die Stader wie ausgewechselt, nun spielten sie mit dem Engagement, dass man im Abstiegskampf erwartet. Gehlken gelang das schnelle 2:3. Stade drückte und der FC schwamm gewaltig. Nur: Der VfL ließ zu viele Chancen, teils bitter, teils fahrlässig liegen.

Das verdiente 3:3 gelang dann Jannik Holthusen aus dem Gewühl heraus nach einem Eckball.

Im Anschluss spielte der bis dahin abgemeldete Gegner plötzlich wieder mit - und ließ zwei Großchancen liegen. Bei einem sehenswerten Freistoß gegen den Pfosten hatten die Stader Glück.

Stades Trainer Matthias Quadt war nach dem Spiel verständlicherweise hin und her gerissen. „Von der ersten Halbzeit bin ich richtig enttäuscht, da haben wir gespielt, als ginge es um die goldenen Ananas.“ In der zweiten Halbzeit habe sich Stade, wie eine Mannschaft, die den Klassenerhalt schaffen will, präsentiert, so Quadt.

Tore: 0:1 (14.) Meyer, 0:2 (20.) Götten, 0:3 (31.) Meyer, 1:3 (45. FE) Peters, 2:3 (47.) Gehlken, 3:3 (77.) Holthusen.

Nächstes Spiel: Scharmbeck-P. - Stade (So., 26. April, 15 Uhr).

Mit dem letzten personellen Aufgebot geriet der TuS schon nach wenigen Minuten unter die Räder. „Wir müssen uns nichts vormachen: Wir spielen gegen eine Top-Mannschaft und wenn du die schlagen willst, brauchst du eine Top-Besetzung und eine gute Tagesform“, sagt TuS-Coach Nico Matern, von dessen Team einige Leistungsträger bekanntlich die Bezirksliga-Elf im Abstiegskampf unterstützen. „Das eine oder andere Tor hat damit nichts zu tun und ist zu billig verteidigt – Fakt ist aber trotzdem, dass uns wichtige Spieler fehlen.“

Tore: 0:1 (5.) Eupen, 0:2 (8.) Reichel, 0:3 (11.) Wede, 0:4 (39.) Eupen, 0:5 (52.) van Eupen, 0:6 (68.) Soma, 1:6 (70.) Wilkens.

Nächstes Spiel: Etelsen – TuS (So., 26. April, 15 Uhr).

Nachdem A/O zuletzt mit einer hohen Anzahl an Gegentoren haderte, fokussierten sich die Hausherren auf ihre Defensivaufgaben. Deswegen überließ die Spielvereinigung dem TV Jahn auch immer wieder das Spielgerät und vollendete zwei der sich dadurch bietenden Umschaltsituationen durch Len Behnke.

„Die klare Aufgabe für die Jungs war, dass wir die Null halten“, erklärt A/O-Coach Kevin Speer. „Wir sind sehr zufrieden, wie sich die Jungs in die Bälle gehauen haben – das war ein gelungener Auftritt.“ Der einzige Makel blieb, dass A/O einen deutlicheren Sieg verpasste.

Tore: 1:0 (4.) Behnke, 2:0 (54.) Behnke.

Nächstes Spiel: D/A II – A/O (Sbd., 25. April, 17 Uhr)


Dass Treubunds Torhüter Lennart Röpnack gegen Jan-Miklas Steffens (24.) und Abdullah Yaman (76.) zwei Strafstöße parierte, war der einzige Makel beim Auftritt des Tabellenführers. Denn zwischenzeitlich hatte Steffens für Tanju Gülüm erfolgreich aufgelegt (45.). Der Vorlagengeber sorgte nach der Pause nach einem Ball in die Tiefe schließlich auch für die Entscheidung (69.).

„Wir müssen uns nur vorwerfen lassen, dass wir viele Chancen nicht genutzt haben“, sagt Trainer Milan Schweiger. „Sonst war das eine sehr erwachsene Leistung.“ Teamchef Benjamin Zielke ergänzt vor dem Derby gegen A/O: „Wir hoffen, dass es so weitergeht und wir unsere Serie fortsetzen.“ Der Aufstieg ist für die Kehdinger nur noch eine Frage der Zeit.

Tore: 0:1 (45.) Gülüm, 0:2 (69.) Steffens.

Nächstes Spiel: D/A II – A/O (Sbd., 25. April, 17 Uhr)