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Stachel aus dem Hinspiel sitzt tief – nun will Nordhorn zurückschlagen

Topspiel vor der Pause

von p.s. · 27.11.2025, 17:53 Uhr · 0 Leser
– Foto: Michael Rüther

Zum Abschluss vor der Winterpause kommt es in der Bezirksliga zu einem echten Topspiel: Der Tabellenzweite ASV Altenlingen empfängt den Vierten Weiße Elf Nordhorn. Beide Mannschaften spielen eine starke Saison, doch besonders die Gastgeber befinden sich in beeindruckender Form. Für Weiße Elf ist es eine herausfordernde, aber zugleich chancenreiche Auswärtsaufgabe – und Trainer Frank Westerink macht deutlich, dass sein Team trotz der Schwere der Aufgabe mit Mut und klarer Zielsetzung anreist.

Schon im Vorfeld richtet Westerink den Blick auch auf die äußeren Bedingungen: „Die Plätze in Altenlingen, das habe ich vor anderthalb Wochen schon erfahren, sind nicht gerade die besten, aber man hofft natürlich auch, dass es durch die Trockenheit oder die Mehrzahl an Stunden, wo es trocken ist, dementsprechend auch noch ein bisschen abklingt und man dann doch vielleicht noch das ein oder andere Spiel durchkriegt.“ Trotz möglicher Platzprobleme bereitet sich sein Team ganz normal auf den starken Gegner vor: „Auf jeden Fall bereiten wir uns natürlich auf Altenlingen vor und stellen uns auf einen Gegner ein, der in einer Bombenverfassung ist.“

Das Hinspiel liefert dabei eine interessante Vorgeschichte. Altenlingen hatte damals eine deutliche 0:5-Niederlage gegen Freren im Gepäck, während Weiße Elf selbst 3:1 führte – doch am Ende endete die Partie 3:3. Westerink erinnert sich: „Vor dem Hinspiel war noch ein anderes Vorzeichen, da hatten sie eine 5:0-Klatsche vorher gegen Freren gekriegt. In unserem Spiel führten wir 3:1 und am Ende geht es dann doch 3-3 aus. Dann haben sie das Spiel noch gedreht, das war so ein bisschen die Initialzündung.“ Für den Coach steht fest: „Ich glaube, das Spiel, wenn man über die Spiele redet in der Saison, wo es Kehrtwenden gibt, wird Altenlingen mit Sicherheit als Kehrtwende in Betracht ziehen.“

Der verpasste Sieg sitzt seiner Mannschaft noch in den Knochen. „Der Stachel hängt natürlich bei uns noch ein bisschen tief. Wir wollen zumindest da auch einen Punkt holen, was schwer genug wird.“ Westerink weiß genau, warum: „Altenlingen ist immer schwer zu bespielen, weil sie halt auch offensiv eine brachiale Gewalt haben und uns dementsprechend auch vor Schwierigkeiten stellen wird.“

Trotz des Respekts erinnert der Trainer an das, was sein Team im Hinspiel über weite Strecken stark gemacht hat: „Wir schauen auf die erste Halbzeit von Altenlingen und wir schauen auch auf die weiten Strecken in der zweiten Halbzeit. Das haben wir sehr, sehr gut gemacht. Wir haben sie halt beschäftigt und somit konnten sie nicht so viel für ihre Offensive tun.“ Genau das soll auch diesmal der Schlüssel sein. „Dementsprechend versuchen wir das natürlich im Rückspiel auch. Wir wollen sie beschäftigen, damit sie halt immer wieder gegen den Ball agieren müssen. So ist unser Vorhaben und dementsprechend gehen wir es auch an mit Mut, weil wir haben nichts zu verlieren.“

Für zusätzliche Motivation sorgt zudem die Ausgangslage: Altenlingen spielt um den Anschluss an Tabellenführer Lohne, Weiße Elf möchte den starken vierten Platz festigen. Westerink sagt klar: „Altenlingen will ja oben dranbleiben, will Lohne noch Paroli bieten und sind auch zu Recht da oben mit, meines Erachtens. Und dementsprechend versuchen wir da was zu klauen aus Altenlingen mit vollem Einsatz – dass wir auch Kampf können, haben wir auch in der Vergangenheit schon gezeigt. Und so gehen wir mit einer Portion Selbstvertrauen und breiter Brust auch diese Auswärtspartie an.“

Personell gibt es Licht und Schatten: „Steinbach ist zurück, er wäre letzte Woche auch schon wieder zurück gewesen nach Rotsperre.“ Fraglich ist jedoch Joshua da Cunha: „Dafür ist Joshua da Cunha wieder leicht angeschlagen nach überstandener Prellung im Fuß, unter anderem auch gegen Altenlingen passiert bei dem Elfmeter. Er hat wieder eine Prellung im Fuß, wahrscheinlich auch die alte wieder. Und dementsprechend steht ein großes Fragezeichen dahinter, aber er wird wahrscheinlich nicht zum Einsatz kommen bei uns.“

Weiße Elf reist also mit breiter Brust, aber ohne Übermut nach Altenlingen – und möchte im letzten Spiel des Jahres noch einmal ein kräftiges Ausrufezeichen setzen. Das Hinspiel hat gezeigt, dass der Tabellenzweite verwundbar sein kann. Und wenn es nach Coach Westerink geht, soll diesmal nicht nur ein „fast“ in der Geschichte stehen.