
Im Relegationsspiel um den letzten Kreisklassen-Platz treffen heute die beiden Mannschaften aufeinander. Fraunberg verlor 2023 mit 0:2 gegen St. Wolfgang und scheiterte bereits zum zweiten Mal in Folge.
Showdown in Dorfen: Im letzten Relegationsspiel geht es heute Abend um 18.30 Uhr um den letzten freien Platz in der Kreisklasse. Auf neutralem Boden treffen mit dem TSV St. Wolfgang und dem FC Fraunberg zwei Mannschaften aufeinander, die beide noch eine Rechnung mit der Relegation offen haben und den entscheidenden Schritt unbedingt machen wollen.
Vor allem für den FC Fraunberg ist die Relegation mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden. In den Jahren 2022 und 2023 scheiterte der FCF trotz großer Hoffnungen jeweils auf dem Weg zum Klassenerhalt. Besonders bitter verlief die Entscheidung vor drei Jahren, als die Fraunberger nach mehreren kräftezehrenden Spielen ausgerechnet gegen den TSV St. Wolfgang mit 0:2 den Kürzeren zogen. Nun bietet sich die Chance zur Revanche – und die kommt zum denkbar passenden Zeitpunkt. Der Kreisklassist kämpft nicht nur um den Ligaverbleib, sondern auch um die perfekte Einstimmung auf das 70-jährige Vereinsjubiläum.
Bereits am morgigen Donnerstag beginnen die Feierlichkeiten. Mit dem Klassenerhalt im Rücken würde das Fest natürlich noch deutlich ausgelassener ausfallen. Trainer Volker Lippcke sieht seine Mannschaft jedenfalls gut vorbereitet und hofft, „dass das Fest für eine zusätzliche Motivation sorgt“. Die deutliche 0:7-Niederlage zum Saisonabschluss gegen den TuS Oberding will er nicht überbewerten.
„Die Relegation stand schon Wochen vorher fest. Da war es schwierig, die Spannung hochzuhalten“, erklärt der erfahrene Coach. Auch die bislang wenig erfolgreiche Fraunberger Relegationsbilanz beunruhigt ihn nicht. Vielmehr verweist Lippcke auf seine persönlichen Erfahrungen: „In meiner aktiven Karriere habe ich acht Relegationsspiele bestritten und sieben davon gewonnen.“ Mit Ausnahme des gesperrten Johannes Käsmaier steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Entsprechend optimistisch blickt er auf die heutige Aufgabe.
Doch auch der TSV St. Wolfgang reist mit viel Selbstvertrauen nach Dorfen. Die Mannschaft von Trainer Christian Brucia verpasste den direkten Aufstieg nur knapp und musste letztlich dem TSV Dorfen 2 den Vortritt lassen. Nach einer starken Saison soll nun der Umweg über die Relegation zum Erfolg führen. Zusätzlichen Optimismus verbreitet Abteilungsleiter Simon Peinelt.
„Wir haben alle Mann an Bord, können aus dem Vollen schöpfen und kennen den Gegner. Nach unserer starken Saison haben wir nichts zu verlieren“, betont er. Hoffnungsträger ist vor allem Torjäger Manuel Grundner. Mit 18 Treffern gehörte er zu den treffsichersten Angreifern der Liga und könnte auch diesmal den Unterschied ausmachen. Die Voraussetzungen versprechen jedenfalls einen packenden Fußballabend.
Auf der einen Seite steht Fraunberg mit dem großen Ziel Klassenerhalt und der Aussicht auf ein unvergessliches Jubiläumsfest, das im Falle eines Sieges wohl schon heute nach Spielschluss eröffnet würde. Auf der anderen Seite will St. Wolfgang die verpasste Aufstiegschance doch noch vergolden und die Rückkehr in die Kreisklasse perfekt machen.