2026-01-20T07:14:11.657Z

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Die SSVg Velbert sucht weiter einen neuen Trainer.
Die SSVg Velbert sucht weiter einen neuen Trainer. – Foto: Jochen Classen

SSVg Velbert verschafft sich mit einem Trick Zeit bei der Trainersuche

Die SSVg Velbert steckt in der Regionalliga West tief im Abstiegskampf und hat nach bald vier Wochen nach der Entlassung von Dimitrios Pappas noch keinen neuen Trainer gefunden. Ein Trick verschafft dem Schlusslicht wichtige Zeit.

Die SSVg Velbert ist seit Samstag wieder das Schlusslicht der Regionalliga West. Erst in der vergangenen Woche gab der Aufsteiger die rote Laterne an den SV Lippstadt ab, doch nach der einer deutlichen Niederlage beim 1. FC Bocholt fällt Velbert wieder auf Rang 18 zurück. Auch bei der Trainersuche gibt es noch keinen Vollzug, dafür gewinnt der amtierende Meister der Oberliga Niederrhein durch einen Trick Zeit.

In Bocholt nutzte Velbert zunächst den Aufschwung aus der Vorwoche, als gegen den direkten Rivalen Rot Weiss Ahlen ein 3:2-Erfolg gelang. Robin Hilger traf für die SSVg (12.), die aber im zweiten Durchgang chancenlos war und klar mit 1:4 unterlag. Parallel schaffte Lippstadt nach Wochen des Wartens im Kellerduell einen 2:1-Erfolg in Ahlen und kehrt damit ebenfalls ins Geschäft zurück. Die Teams auf den Plätzen 16 bis 18 steigen definitiv ab, Velbert fehlen auf Rang 15 aktuell fünf Punkte. Platz 15 wird sogar noch zum Abstiegsplatz, sollten zwei Teams aus der 3. Liga absteigen. Gewissheit bringt Rang 14 auf dem Borussia Mönchengladbach II mit 23 Punkten liegt, Velbert hat 17.

Trainer benötigt A-Lizenz

Deshalb müssen die Verantwortlichen der SSVg Velbert zweigleisig planen. In der kommenden Woche ist es bereits einen Monat her, dass Dimitrios Pappas und Co-Trainer Christian Dorda gehen mussten. Seitdem sind Nachwuchschef Andre Adomat, Torwarttrainer Björn Kreil und Teammanager Erhan Zent für das Team verantwortlich. Die Bilanz: ein 1:2 bei Fortuna Köln, das 3:2 gegen Ahlen und das 1:4 in Bocholt. Die Ergebnisse sind im Rahmen, immerhin waren die beiden Pleiten gegen Aufstiegskandidaten. Doch die Suche gestaltet sich schwierig, weil es einerseits schon Absagen gegeben hat und andererseits Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Denn: Der Trainer muss in der Regionalliga West die A-Lizenz besitzen, das ist weder beim Interimstrio der Fall, noch bei einigen Kandidaten, die erst im Falle eines Abstiegs infrage kommen würden. Weil deshalb die Zeit drängt, hat sich die SSVg Velbert dazu entschieden, Vorstandsmitglied Dietrich Claus in den Trainerstab zu integrieren. Das Warum hat Präsident Oliver Kuhn dem RevierSport erklärt: "Dietrich hat die A-Lizenz. Deshalb sind wir da, was die Trainersuche betrifft, sehr entspannt. Wir sind nicht unter Druck und machen nichts Verrücktes. Aktuell läuft es in die richtige Richtung und das behalten wir so bei."

Regionalliga oder Oberliga?

Die Unterstützung von Claus, der auch aktiv helfen soll, verschafft der SSVg Velbert also Zeit, um eventuell auch den optimalen Kandidaten für einen Neuanfang in der Oberliga zu finden. Ende März dürfte der Aufsteiger in seinen Planungen schon mehr oder weniger Gewissheit haben, denn nach den Spielen gegen den 1. FC Düren und den Wuppertaler SV warten mit dem SV Lippstadt und Borussia Mönchengladbach II zwei direkte Rivalen im Abstiegskampf. Das sind dann die sprichwörtlichen Sechs-Punkte-Spiele, die auch den Ausschlag darüber geben können, ob weiterhin ein A-Lizenzinhaber benötigt wird.

Aufrufe: 03.3.2024, 19:22 Uhr
André NückelAutor