2026-01-20T07:14:11.657Z

Allgemeines
– Foto: Imago Images

SSV Ulm schlägt in Aue eiskalt zu

Starke zweite Halbzeit beschert den Ulmer Spatzen einen 3:0-Auswärtssieg in der 3. Liga

Verlinkte Inhalte

3. Liga, 19. Spieltag: Am heutigen Samstag gewinnt der SSV Ulm 1846 Fußball sein erstes Auswärtsspiel der Rückrunde mit 3:0 beim FC Erzgebirge Aue. Nach einer offenen ersten Halbzeit sorgen Tore von Marcel Seegert, Mirnes Pepic und Elias Löder für einen hochverdienten Erfolg.

Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel

Nach der knappen 0:1-Heimniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden stand für den SSV Ulm 1846 Fußball das erste Auswärtsspiel der Rückrunde an. Die Reise führte ins Erzgebirge zum FC Erzgebirge Aue.

Fehlerreiche Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten

Die Partie begann hektisch und von Ungenauigkeiten geprägt. Bereits in der 13. Minute wurde es gefährlich, als ein Schnittstellenpass Marcel Bär im Strafraum erreichte. Der Angreifer zog sofort ab, doch Marcel Seegert grätschte im letzten Moment dazwischen und klärte zur Ecke.

In der 32. Minute landete der Ball nach einer misslungenen Klärungsaktion von Max Julian Brandt bei Jannic Ehlers, dessen Volley vom Strafraumrand jedoch deutlich über das Tor flog. Ulm antwortete mit einem energischen Vorstoß: Niklas Kölle lief in der 35. Minute von links auf das Tor zu, sein Abschluss ging nur knapp über den Kasten.

Ulm wird gefährlicher, Aue kontert

Kurz darauf folgte die nächste Ulmer Möglichkeit. Nach einem Fehlpass von Louis Lord schaltete Mirnes Pepic schnell, legte nach außen zu Dennis Chessa, dessen Hereingabe Max Julian Brandt im Strafraum erreichte. Der Schuss wurde zur Ecke geblockt.

Die kurz ausgeführte Ecke führte jedoch zu einem gefährlichen Konter der Gastgeber. Marcel Bär lief allein auf Max Schmitt zu, vergab aber knapp. In der 40. Minute köpfte Lucas Röser nach einer Ecke von links nur hauchdünn neben den rechten Pfosten. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Pause.

Seegert bringt Ulm direkt nach der Pause in Führung

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Spatzen sofort ihre Entschlossenheit. In der 48. Minute brachte Mirnes Pepic nach einer Ecke den Ball in den Strafraum. Louis Lord kam heraus, bekam den Ball jedoch nicht richtig zu fassen. Marcel Seegert stand goldrichtig und schob zum 0:1 ein. Ein früher Treffer, der der Partie eine klare Richtung gab.

Pepic trifft traumhaft in den Winkel

Nur wenige Minuten später folgte der nächste Ulmer Höhepunkt. Abu-Bekir Ömer El-Zein hatte auf der linken Seite viel Platz und legte kurz vor der Strafraumkante auf Mirnes Pepic ab. Der nahm den Ball direkt und jagte ihn aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel. Das 0:2 war Ausdruck der wachsenden Ulmer Dominanz.

Rote Karte erleichtert Ulmer Kontrolle

In der 65. Minute wurde die Aufgabe für den FC Erzgebirge Aue noch schwerer. Ryan Malone sprang mit offener Sohle in Mirnes Pepic und sah folgerichtig die Rote Karte. Ulm kontrollierte nun das Spielgeschehen, blieb ruhig im Aufbau und suchte konsequent den dritten Treffer.

Weitere Chancen und späte Entscheidung

In der 76. Minute zog Abu-Bekir Ömer El-Zein von links nach innen und schloss ab, der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf dribbelte sich Mirnes Pepic durch den Strafraum der Veilchen, scheiterte jedoch an Louis Lord.

Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussminute. In der 90. Minute brachte Dennis Chessa eine Ecke in den Strafraum, wo Elias Löder den Ball per Kopf an Lord vorbei zum 0:3 ins Tor setzte.

Abgeklärter Auftritt bis zum Abpfiff

Nach dem dritten Treffer ließ Ulm nichts mehr anbrennen. Mit Struktur, Ruhe und hoher Effizienz brachten die Spatzen den Vorsprung über die Zeit. Beim Abpfiff stand ein klarer 3:0-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.

Fazit und Ausblick

Der SSV Ulm 1846 Fußball zeigt in Aue eine starke zweite Halbzeit und belohnt sich für eine konzentrierte Leistung mit drei Toren und einem verdienten Sieg. Nach einer offenen ersten Hälfte übernahm Ulm nach der Pause die Kontrolle und nutzte seine Chancen konsequent.

Mit nun 19 Punkten bleibt der SSV auf Tabellenplatz 18, verkürzt aber den Abstand zu den Konkurrenten. Am kommenden Wochenende wartet mit dem MSV Duisburg die nächste große Aufgabe im Donaustadion.

Stimmen zum Spiel

Pavel Dotchev: „Es war ein Spiel, das in der ersten Halbzeit in beide Richtungen hätte gehen können, ein sehr intensives Spiel. Ich habe geahnt, dass wir sehr viel Aufwand betreiben müssen. Anfangs haben wir noch nicht den Zugriff gehabt, den wir haben wollten. Wir hatten ein bisschen Glück aber auch selber gute Möglichkeiten. Wir haben dann etwas umgestellt und in der zweiten Halbzeit hatte das Spiel einen anderen Charakter. Ich habe mir immer das dritte Tor gewünscht, um den Sack zuzumachen. Ich bin sehr zufrieden, dass wir es hier bei einem starken Gegner geschafft haben, zu punkten.“

Mirnes Pepic: „Es ist immer schön, ein Tor zu machen, ich hoffe es war nicht mein letztes für den SSV. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns und am Ende ist es egal, wer die Tore macht, Hauptsache wir gewinnen Spiele. Kompliment an die ganze Mannschaft, wir haben super verteidigt, zu null gespielt und drei Tore gemacht, das müssen wir in die anderen Spiele mitnehmen.“

Marcel Seegert: „Ich habe in der Halbzeit gesagt, ich mache jetzt das 0:1 und dann gewinnen wir hier. So ein Spiel ist für uns auch immer mental eine enorme Anstrengung, es stand echt viel auf dem Spiel und jetzt sind wir alle erleichtert, dass wir drei Punkte geholt haben und unser Torverhältnis ein bisschen aufhübschen konnten.“

Aufrufe: 024.1.2026, 17:23 Uhr
red/pmAutor