
Nach nur 16 Punkten in 16 Spielen und akuter Abstiegsgefahr muss Strehmel drei Spieltage vor der Winterpause gehen.
Am 11.11. war’s vorbei! Der nächste ehemalige Hachinger ist seinen Trainer-Job los: Nach Robert Lechleiter (45) und seinem Co-Trainer Matthias Lust (55) bei Drittligist SSV Ulm und Björn Hertl (49) bei Bezirksligist TSV Ampfing hat es jetzt Alex Strehmel (57) beim baden-württembergischen Oberligisten SSV Reutlingen erwischt. Nach 16 Punkten in 16 Spielen und nur einem Zähler aus den letzten fünf Partien schwebt der Traditionsverein als Tabellen-15. in Abstiegsgefahr – da zogen die Verantwortlichen drei Spieltage vor der Winterpause die Reißleine. „Für die Weiterentwicklung der Mannschaft ist ein neuer Impuls nötig“ – so die Begründung für den Paukenschlag an der Kreuzeiche. Auch Strehmels Co-Trainer Daniel Bodganovic (45) musste gehen. Die Entlassung des Duos hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet – erste Krisengespräche fanden bereits Ende September statt. Strehme sagt: „Es ist einfach zu viel gegen uns gelaufen, wir hatten viele Verletzte und haben zuletzt mit einer halben A-Jugend-Mannschaft gespielt. Und wir haben in den 16 Spielen 13 mal zur Halbzeit geführt, wenn das immer über die Zeit gebracht hätten, wären wir Vierter.“
Strehmel, nach der aktiven Karriere (Meister 1992 unter Christoph Daum mit dem VfB Stuttgart und 215 Bundesliga-Einsätze) Co-Trainer von Lorenz Köstner beim VfL Wolfsburg und dann längere Zeit in Amerika tätig, hatte Reutlingen im Oktober 2024 übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Zuvor war er Cheftrainer beim SSV Vorsfelde (bei Wolfsburg), mit dem er 2023 von der Landes- in die Oberliga Niedersachsen aufstieg.
Der ehemalige Innenverteidiger gehörte zu den Unterhachinger Aufstiegs- und Bundesliga-Helden, trug von1996 bis 2004 in 208 Spielen das rot-blaue Trikot. Seine Karriere beendete Strehmel 2005 beim FC Augsburg. Sein Traum heißt: Trainer-Job in Amerika. „Oder es zieht mich vielleicht nach Bayern. Es geht auf alle Fälle als Trainer weiter.“ Wie heißt es so schön: Ein Trainer, der nie entlassen wurde, ist kein guter Trainer…