Hagen Brinkmann und die SSG Einhausen gehen ab sofort getrennte Wege. Brinkmann ist aktuell beruflich sehr eingespannt, sodass Trainer und der Kreisoberligist einvernehmlich beschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden. Bis zur Winterpause übernimmt Co-Trainer Dominique Völker.	Archivfoto: Thorsten Gutschalk
Hagen Brinkmann und die SSG Einhausen gehen ab sofort getrennte Wege. Brinkmann ist aktuell beruflich sehr eingespannt, sodass Trainer und der Kreisoberligist einvernehmlich beschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden. Bis zur Winterpause übernimmt Co-Trainer Dominique Völker. Archivfoto: Thorsten Gutschalk

KOL: Für Starkenburgia kommt jeder Gegner ungelegen

Kreisoberliga-Schlusslicht ist Außenseiter gegen ambitionierte TSV Auerbach +++ TV Lampertheim mit breiter Brust gegen SV Fürth

Bergstraße. Die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Wenn sich am Sonntag (15.30 Uhr) in der Kreisoberliga der FC Starkenburgia Heppenheim und die TSV Auerbach gegenüberstehen, trifft ein potenzieller Abstiegskandidat auf eine ambitionierte Auerbacher Mannschaft, die den Anschluss an die Tabellenspitze halten möchte.

Starkenburgia-Interimstrainer Jan Harder hofft, mit einem Quäntchen Glück vielleicht für eine kleine Überraschung sorgen können. „In unserer aktuellen Situation kommt eigentlich jeder Gegner ungelegen. Auerbach ist ein echt schwerer Brocken, dennoch werden wir alles versuchen, die Gäste zu ärgern. Wir besinnen uns dabei auf das, was wir können, und machen daraus das Beste. Was dann rauskommt, sieht man nach 90 Minuten“, so Harder, der bei der 2:5-Niederlage gegen Eintracht Wald-Michelbach II seiner Mannschaft eine gute Leistung bescheinigte: „Wir wurden unter Wert geschlagen. Hätten wir das 2:2 geschossen, wäre das Spiel gekippt.“ Im Vergleich zur Tabellensituation, so stellt Harder klar, sei die Stimmung in der Mannschaft weiterhin gut.

Auerbach hat ein klares Ziel

Die TSV Auerbach kommt indes mit einem klaren Ziel in die Kreisstadt. „Wir wollen gewinnen“, bringt es Giuliano Tondo auf den Punkt. Der Trainer hat keine Bedenken, dass seine Schützlinge den Gegner rein am Tabellenplatz messen und somit unterschätzen könnten: „Die Jungs sind konzentriert bei der Sache und bereiten sich gewissenhaft vor, schließlich wollen wir ja auch den Anschluss nach oben halten.“ Tondo erwartet auf dem Zentgericht eine tief stehende Starkenburgia, und der will sich sein Team mit Offensivdrang stellen. „Wir wollen mutig auftreten und den Weg vors Tor suchen. Da könnte auch die Geduld eine Rolle spielen.“

Groß-Rohrheim hat gute Aussichten in Reichenbach

Um ein Tor zu erzielen, brauchte der FC Alemannia Groß-Rohrheim vor dem Kantersieg über Azzurri Lampertheim (6:0) im Durchschnitt fast eine Stunde. Nun trafen die Alemannen vor gut einer Woche im Viertelstundentakt. Gute Aussichten dürften die Groß-Rohrheimer auch in der Partie beim zuletzt gebeutelten SSV Reichenbach haben. Die Lautertaler plagen große Personalprobleme, ließen am Dienstag sogar das Training ausfallen, um dem noch vorhandenen Personal und den angeschlagenen Spielern ein wenig Schonung und Erholung zu gönnen. „Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch, müssen da aber jetzt bis zur Winterpause durch“, so Abteilungsleiter Peter Gehrisch.

TVL will Schwung mitnehmen

Frank Willhardt, Pressesprecher des TV Lampertheim, hofft, dass seine Mannschaft den Schwung vom 6:2-Sieg über Reichenbach mit in das Heimspiel gegen den SV Fürth nehmen kann. „Gegen Reichenbach spielten wir schnörkellos nach vorne und suchten den Abschluss“, resümiert der Funktionär. Besonders über die Außenbahnen sei das Angriffsspiel der Elf von Trainer Christian Schmitt erfolgreich gewesen. Willhardt ist sich sicher: „Gegen Fürth werden und können wir mit breiter Brust auftreten.“

KSG-Coach Schamber trifft auf alte Bekannte

Vor eigenem Publikum trifft die KSG Mitlechtern auf die SSG Einhausen. Mit Nils Döhren, Lukas Bamberg und und Marvin Knaup haben die Einhäuser drei Spieler in ihren Reihen, die auch KSG-Trainer Christoph Schamber gut kennt. Als Schamber vor zweieinhalb Jahren noch Co-Trainer des VfR Bürstadt war, kickte das Trio beim Traditionsverein. Beim 1:4 in Auerbach vor Wochenfrist sei seine Mannschaft unter Wert geschlagen worden, so Schamber: „Wir waren besser, als es das Ergebnis aussagt.“ Gegen Einhausen erwartet der KSG-Übungsleiter vier Spieler zurück aus dem Krankenstand.

Azzurri ohne Göring

Bei der SG Unter-Abtsteinach tritt Azzurri Lampertheim erstmals seit acht Jahren ohne Trainer Martin Göring an. Verein und Übungsleiter hatten sich – wie berichtet – in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. „Ich bin dem Verein und dessen Entscheidung entgegengekommen, denn ich merkte seit geraumer Zeit, dass im Umfeld eine gewisse Störung vorhanden war. Als Trainer spürt man das“, sagt Göring.

Er selbst habe sich nichts vorzuwerfen: „Ich habe mit der Mannschaft als Aufsteiger 16 Punkte geholt, aber auch vor der Saison klar gesagt, dass wir für die Kreisoberliga einen viel zu kleinen Kader haben“, betont Göring.



Aufrufe: 012.11.2021, 17:00 Uhr
hhei/net/üAutor

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