– Foto: Andreas Santner

So könnte es gehen: Modellprojekt beim SSV Hennstedt

Normales Training in einer Zeit, in der wegen der Corona-Pandemie die Regularien verschärft wurden

Die Corona-Zahlen wie Inzidenzwerte, R-Wert und auch die Fallzahlen sind seit ein paar Tagen etwas rückläufig. Derweil wurden in Deutschland die einschränkenden Maßnahmen noch einmal verschärft. Darunter leidet auch weiterhin der Fußball - der Amateurfußball, nicht der professionelle. Dass es bald auch wieder für Hobbysportler weitergehen könnte, soll ein Modellprojekt darlegen.

Tatort ist der Kreis Dithmarschen, wo der SSV Hennstedt seine Heimat hat. Dort darf aktuell die erste Mannschaft der Fußball-Abteilung wieder "ganz normal" trainieren, wie der NDR auf seiner Homepage berichtet. Der Kreisligist SG Norderhamme wurde für ein "Modellprojekt" auserkoren - eine von mehreren Sportmannschaften, die als Wegweiser fungieren könnten.

"Als der Trainer das in unsere Whats-App Gruppe postete, war die Freude unglaublich groß", erklärte Spieler Alex Schröder dem NDR. Endlich wieder Training - mit allen Spielern gemeinsam und mit Kontakt. Aber wie genau funktioniert das? Das Konzept umfasst 15 Seiten. Unter anderem werden alle am Trainingstag getestet, die Kosten für die vielen Schnelltests hat die Gemeinde übernommen. Darüber hinaus müssen alle Beteiligten beim Betreten der Anlage die "AHA"-Regeln beherzigen. Zur Nachverfolgung wird die Luca App verwendet.

Aber das ist noch nicht alles: Sportwissenschaftler begleiten das Projekt. Die Spieler müssen nach dem Training einige Minuten lang Fragen beantworten. Aber das stört nicht wirklich. Im Gegenteil, wenn es der Sache dient, könnten bald andere Klubs folgen. "Das Konzept von Simon ist eine Bank", betonte Schröder nach der ersten Einheit. "Da kann man nur ein riesiges Dankeschön sagen. Ich bin pudelfroh, dass wir wieder auf dem Platz stehen dürfen.

In dieser Woche geht es weiter - am besten auch mit den sinkenden Corona-Zahlen.

1759 Aufrufe3.5.2021, 07:36 Uhr
chkAutor

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