Vilzings Torhüter Max Putz sollte gegen die Offensivleute des TSV Großbardorf auf der Hut sein.
Vilzings Torhüter Max Putz sollte gegen die Offensivleute des TSV Großbardorf auf der Hut sein. – Foto: Simon Tschannerl

Sechs Trainerdebüts bei den Bayernligisten

1. Spieltag: Vilzing hat schlechte Erinnerungen an Großbardorf, Donaustauf an Dachau +++ Titelmitfavorit Erlangen stellt sich beim ASV Cham vor

Die lange Fußballpause hat, auch personeller Natur, ihre Spuren hinterlassen. Das wird ganz besonderes deutlich, blickt man auf die Trainerbänke der Oberpfälzer Bayernligisten. Denn allerorts wurden die Coaches ausgetauscht. Sie geben an diesem Wochenende ihr Punktspieldebüt an der Seitenlinie ihres neuen Klubs. Die auf dem Papier wohl schwierigste Aufgabe bekommen Josef Holler und Christian Ranzinger vom ASV Cham vorgesetzt, sie haben sich mit ihrem Team gegen einen hochkarätig verstärkten ATSV Erlangen rumzuschlagen. Schon am Freitagabend macht die DJK Ammerthal den Gastgeber für den Würzburger FV. Der erste Schritt Richtung Regionalliga soll indes der DJK Vilzing, die in Großbardorf zugegen ist, gelingen. Und auch die beiden Süd-Vertreter gehen auf Reisen: Donaustauf nach Dachau, die U21 des SSV Jahn nach Landsberg am Lech.

Ammerthal
2:1
Würzburg. FV
Letzte Saison war die DJK Ammerthal im Mittelfeld der Tabelle zu finden, und dies ist auch das erklärte Ziel für dieses Jahr. Der jüngste Erfolg in Weiden im Rahmen der Pokalquali dürfte der Mannschaft von Neutrainer Michael Hutzler – er kam von Eintracht Bamberg – ein Stück weit Selbstvertrauen gegeben haben für das Auftaktspiel in der Liga. Schon am Freitagabend ist der Würzburger FV zu Gast. Im besten Fall soll für die Kicker aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach gleich ein „Dreier“ herausspringen.
ASV Cham
0:2
ATSV Erlang.
Eine äußerst knifflige, aber nicht unlösbare Aufgabe wartet auf den ASV Cham, wenn sich gleich am ersten Spieltag einer der Titelfavoriten im Kappenberger-Sportzentrum vorstellt. Denn kaum eine andere Mannschaft wurde in der Transferperiode so aufgerüstet wie die Mannschaft aus Erlangen. Aber: Wie gut sich die Neuzugänge bereits integriert haben, bleibt abzuwarten. Für den Gastgeber zählt es jedenfalls, sich gegen den Vorjahreszehnten so gut es geht zu präsentieren, um dann womöglich eine kleine Sensation zu schaffen.
Großbardorf
0:1
DJK Vilzing
Großbardorf? Da war doch was? Die DJK wird sich nur ungern an ihre letzte Reise zu den Grabfeld-Galliern erinnern, denn hier kassierte sie am Ende eine 2:4-Niederlage. Dabei waren die Vilzinger kaum aus dem Bus ausgestiegen und die Partie war nach 16 Minuten beim Stand von 0:3 aus Sicht der DJK schon gelaufen. Diesmal möchte es der Gast mit seinem neuen Übungsleiter Josef Eibl deutlich besser machen und gleich in der ersten Partie ein Ausrufezeichen setzen. Denn wo der Weg der DJK hinführen soll, ist hinlänglich bekannt.

Ansbach
6:0
Gebenbach
„Wir möchten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und dabei einen guten und ansehnlichen Fußball spielen“, das gibt Gebenbachs neuer Trainer Franz Koller als Zielsetzung für die am Wochenende beginnende Saison aus. Nicht alles lief während der Vorbereitung perfekt, in jedem Fall aber seine Spieler seien heiß und motiviert auf die Punkterunde, so Koller. Und diese Motivation wollen sie sogleich in Ansbach aufs Feld transportieren. Bei den Mittelfranken rechnet sich die DJK durchaus etwas aus.
TSV Landsb.
1:1
SSV Jahn II
Wie es bei einer U21 so üblich ist, hat der SSV Jahn zwischen den Spielzeiten erneut eine gewisse Fluktuation an Spielern gehabt. Auch der Trainer ist neu: Christoph Jahnk, der vormalige Übungsleiter der U17, kümmert sich mittlerweile um die „Speerspitze“ der Jahnschmiede, wie er selbst sagt. Gefühlt ist die Truppe nochmal ein Stück jünger als zuvor. Markus Palionis (34) ragt aus diesem heraus. Das erste Ligaspiel führt die Regensburger in den Südwesten Bayerns. Der dort ansässige TSV Landsberg war in der abgelaufenen Saison in den Abstiegskampf verwickelt, hat sich nun aber teils namhaft verstärkt.

Dachau 65
0:0
Donaustauf
Gefühlt verging kaum eine Woche, in der die Donaustaufer während der letzten Monate keine Schlagzeilen machten. Der jüngste Coup gelang mit der „Verpflichtung“ des ehemaligen Mannschaftsbusses der deutschen Nationalmannschaft. Man ist ambitioniert am Fuße der Walhalla, doch die Wahrheit zeigt sich nach anstrengenden Wochen der Vorbereitung bekanntlich auf dem Platz. Auftaktgegner TSV Dachau ist nicht zu unterschätzen, dennoch möchten die Gäste ihre Heimreise am besten mit allen drei Punkten im Gepäck antreten. Und dabei die 1:4-Heimpleite aus dem letzten Vergleich mit Dachau vergessen machen. Wobei die Mannschaft von jetzt mit der damaligen nicht mehr viel zu tun hat.
Aufrufe: 022.7.2021, 06:00 Uhr
Florian Würthele und Thomas MühlbauerAutor

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