Der Kreisfußballauschuss Dillenburg hat die Ligeneinteilung für die kommende Saison vorgenommen.
Der Kreisfußballauschuss Dillenburg hat die Ligeneinteilung für die kommende Saison vorgenommen.

Ligeneinteilung ist durch

KREIS DILLENBURG: +++ Guntersdorf geht freiwillig runter / Kommt noch die D-Liga? / Pokal terminiert +++

Dillenburg. Am Mittwoch hat der Kreisfußballausschuss getagt und die Ligeneinteilung der Saison 2020/2021 im Kreis Dillenburg vorgenommen. Nachdem am Freitag noch Veränderungen durch Kreisfußballwart Martin Seidel vorgenommen werden mussten, stehen nun die Klassen von der Kreisoberliga bis runter zu den zwei C-Ligen.

In der Kreisoberliga sind drei Mannschaften neu dabei. Für Meister SG Eschenburg und Vize RSV Büblingshausen, die sich in die Gruppenliga verabschiedet haben, verstärken aus dem Dillkreis der A-Liga-Meister SSG Breitscheid und der VfL Fellerdilln das Kreisoberhaus. Aus der A-Liga Wetzlar hat Türk-Ata/Türkgücü Wetzlar den Sprung nach oben geschafft. Damit kommen sieben der 17 Teams der Kreisoberliga aus dem nördlichen Dillkreis. Es wird einen festen Auf- und maximal drei Absteiger geben. Die Richtzahl der Ligengröße ist 16.

Gleich sechs neue Namen gibt es in der A-Liga Dillenburg. Aufgestiegen sind aus der B-Liga Meister SSC Burg II, Vize SSV Langenaubach II und der SSV Donsbach. Den A-Liga-Platz der SG Roßbachtal/Weidelbach nimmt nun der FC Niederroßbach ein, nachdem sich die SG getrennt hat. Während der FC Weidelbach einen Neuanfang in der C-Liga 1 unternimmt, gibt es beim FSV Oberroßbach in der kommenden Saison keinen Seniorenspielbetrieb. Nach der Trennung der SG Kalteiche werden beide vorherigen Partnervereine SSV Haigerseelbach und SSV Allendorf in der A-Liga auflaufen dürfen. „Das hat uns der Verbandsspielausschuss so vorgegeben und danach richten wir uns“, erklärt Seidel auf Nachfrage. Freiwillig eine Klasse runter geht derweil der SSV Guntersdorf, der zukünftig in der B-Liga einen „Neustart“ wagt. Gründe dafür seien ein radikaler Schnitt im Kader, neben verschiedenen Abgängen hatte der SSV auch das Karriereende bisheriger Leistungsträger zu verkraften, wie Schriftführer Bernd Rademacher in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung (siehe Infokasten) mitteilte. Der Meister 2020/2021 steigt in die Kreisoberliga auf, maximal drei Vereine müssen aus der A-Liga runter. Die Richtzahl der aktuell 18 Teams starken A-Liga ist 16.

Deutlich weniger Clubs bilden zusammen die B-Liga. Von den insgesamt 14 Teams sind sechs (zum Teil) neu. Neben Guntersdorf sind das gleich vier Aufsteiger aus den C-Ligen: Aus der C-Liga 1 kommen Meister SV Herborn, Vize FSV Nanzenbach und auch Eintracht Haiger hoch, aus der C-Liga 2 klettert der Dritte FC Merkenbach II, der vom Aufstiegsverzicht des Meisters SSG Breitscheid II profitiert. Vom Zweiten der Vorsaison, der SG Kalteiche II, wird der SSV Haigerseelbach II in Konkurrenz in der C-Liga 2 an den Start gehen. Außerdem gibt es eine neue SG zweier Reserven, die sich aus dem VfL Fellerdilln II und dem FC Niederroßbach II bildet und unter dem Namen SG Fellerdilln/Niederroßbach II firmieren wird. Das ist ein Novum im Fußballkreis, Seidel erklärt: „Wir haben bei den Rundenbesprechungen immer gesagt, dass es diese Möglichkeit gibt. Das ist besser, als wenn eine Reserve zurückziehen muss. Für diese SG gibt es auch eine Extraregelung: Im Vorfeld wird beim Klassenleiter eine Spielerliste hinterlegt, sodass nicht wahllos Spieler aus den ersten Mannschaften unten spielen können“. Der Meister der B-Liga darf aufsteigen, es gibt zwei Absteiger in die C-Ligen.

In den C-Ligen starten 14 (C1) beziehungsweise 13 (C2) Vereine. In der Gruppe 1 ist der FC Weidelbach neu, außerdem schickt der Kreisoberligist SSV Dillenburg eine Reserve in Konkurrenz ins Rennen. Auch C2-Meister Breitscheid II wird künftig in Staffel 1 kicken. Ebenso der SSV Hirzenhain, der ursprünglich in der anderen Gruppe eingeteilt wurde. So stehen in der C-Liga 2 neben Haigerseelbach II noch zwei Neuzugänge auf dem Tableau: Der SSV Donsbach II und Eintracht Haiger II stellen Reserven in Konkurrenz. Die jeweiligen Meister steigen in die B-Liga auf.

Soll die B/C-Reserverunde künftig ebenfalls in Konkurrenz als D-Liga geführt werden? Diese Frage wird Seidel den Vereinsvertretern stellen und abklopfen, ob es zur kommenden Runde eine Änderung geben wird. Nach dem Meinungsbild entscheidet der KFA darüber.

Die Saison soll voraussichtlich am ersten Septemberwochenende (4./5. September) starten. Sofern behördliche Anordnungen weitere Lockerungen mit sich bringen, steigt am 30. August (15 Uhr) das Pokal-Viertelfinale der Saison 2019/2020, teilt Pokalspielleiter Roland Paul mit: SG Dietzhölztal – SSV Dillenburg, VfL Fellerdilln – TSV Bicken und TuSpo Beilstein – SSC Burg. Aufgrund der Auflösung der SG Kalteiche ist die SG Eschenburg bereits für das am 2. September (19 Uhr) angesetzte Halbfinale qualifiziert. Das Pokal-Endspiel soll am 9. September (Ort offen) steigen.



SSV Guntersdorf geht in die B-Liga

Die Pressemitteilung zum Rückzug des SSV Guntersdorf von der A- in die B-Liga, übermittelt von Schriftführer Bernd Rademacher, im Wortlaut: Sicherlich sehr überraschend für den Fußballkreis, hat sich der SSV Guntersdorf dazu entschlossen, in der neuen Saison nicht mehr in der A-Liga zu starten, obwohl er die Berechtigung hierzu hatte- Ausschlaggebend hierfür ist ein radikaler Schnitt im Kader des SSV. Neben verschiedenen Abgängen muss der SSV auch verkraften, dass bisherige Leistungsträger ihre Karriere beenden werden. Mit dem für die neue Saison zur Verfügung stehenden Kader ist es nach Ansicht des Vorstandes unmöglich, die im Vergleich zur B-Liga lange A-Liga-Saison durchhalten zu können. Hinzu kommt der große Leistungsunterschied zwischen A- und B-Liga, der befürchten ließ, dass unser Verein chancenlos gewesen wäre. Gerade die Tatsache, dass der SSV als mit Abstand kleinster noch eigenständig spielender Verein in den vergangenen Jahren stets im oberen Drittel der A-Liga zu finden war und vor zwei Jahren sogar am Aufstieg schnupperte, machte es dem Vorstand sehr, schwer sich für diesen wegweisenden Schritt zu entscheiden, hofft aber auf einen „Neustart“ in der B-Liga, der bestenfalls dazu führen könnte, in die A-Liga zurückzukehren.

Aufrufe: 011.7.2020, 18:45 Uhr
Christian Pomoja (Dill-Post / Dill Zeitung)Autor

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