Solider Zwischenstand ohne Euphorie
Die Bilanz der Hinrunde fällt bei SSG Ulm 99 sachlich aus. „Mit der bisherigen Saison sind wir zufrieden“, sagt Trainer Martin Klarer. 30 Punkte nach 17 Spielen bedeuten Tabellenplatz fünf, punktgleich mit dem Dritten und Vierten. „Wir hatten immer wieder kurze Phasen, in denen es nicht optimal lief, aber haben uns aus schwierigen Wochen sehr gut heraus gekämpft.“ Klarer schiebt jedoch sofort hinterher: „Dennoch gibt es Dinge, an denen wir arbeiten müssen.“
Rückschläge, die das Team nicht brechen
Ein zentrales Thema der Vorrunde waren personelle Rückschläge. „Leider mussten wir einige Langzeitverletzungen wegstecken in einer Phase der Vorrunde, in der es nicht so gut lief“, erklärt Klarer. Entscheidend sei gewesen, wie die Mannschaft darauf reagiert habe. „Mit Siegen in Türkspor, zu Hause im Derby gegen Staig und in Laupheim zeigte meine Mannschaft, was in ihr steckt.“
Junge Spieler als tragende Säule
Besonders positiv hebt der Trainer die Entwicklung der Nachwuchskräfte hervor. „Sehr gut klappt in meinen Augen, wie die jungen Spieler sich einbringen“, sagt Klarer. „Jeder bekommt seine Einsätze und macht seine Sache sehr gut.“
Klare Prinzipien für die Rückrunde
Für die zweite Saisonhälfte formuliert Klarer ein Ziel, das bewusst nicht an Tabellenplätzen festgemacht wird. „Wenn wir es wieder schaffen, in der Rückrunde in jedem Spiel unsere Basics abzurufen, dann bleiben wir bis zum Schluss oben dran.“ Im Mittelpunkt stehen Inhalte: „Ziel ist es, guten und attraktiven Fußball zu spielen und junge, talentierte Spieler weiter zu entwickeln.“
Vorbereitung mit Struktur
Die Winterpause ist klar durchgetaktet. „Die Vorbereitung beginnt bei uns am 19. Januar“, erklärt Klarer. „Insgesamt sind es sechs Wochen mit fünf Testspielen.“ Ein sportlicher Gradmesser steht bereits fest: „Ein Highlight wird der Test gegen den Verbandsligisten Ehingen Süd sein.“ Große Teambuilding-Maßnahmen sind nicht vorgesehen.
Stabilität auch im Kader
Personelle Veränderungen wird es nicht geben. „Es gibt keine Änderungen im Team“, stellt Klarer klar. Damit setzt die SSG bewusst auf Kontinuität und auf einen Kader, der die Herausforderungen der Vorrunde bereits gemeinsam bewältigt hat.
Ein realistischer Blick auf die Liga
In der Meisterfrage zeigt sich Klarer eindeutig. „Türkspor wird definitiv Meister – und das auch verdient“, sagt er über Türkspor Neu-Ulm. „Sie haben enorme Qualität in ihren Reihen und ganz andere Möglichkeiten wie andere Vereine in der Liga. Nur eine Niederlage in der Vorrunde spricht für sich.“ Dahinter sei die Liga extrem eng: „Der Rest der Liga von Rang zwei bis 14 ist sehr ausgeglichen. Da entscheiden Kleinigkeiten im Spiel.“