
Der SSC Hagen Ahrensburg hat im Heimspiel gegen den TuS Hartenholm einmal mehr seine Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt. Beim 3:3 lag die Mannschaft von Trainer Aydin Taneli gleich mehrfach zurück – und kämpfte sich dennoch eindrucksvoll zurück.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Nach einem Konter geriet Hagen früh ins Hintertreffen, wenig später fiel nach einem Standard sogar das 0:2. Zwar verkürzte Jakob Heinrich Bier per Foulelfmeter (33.), doch auch nach der Pause schlug Hartenholm eiskalt zu und stellte auf 1:3 (53.). Doch der SSC gab sich nicht auf: David Kyas (69.) und Marc Misselhorn (75.) sorgten für den verdienten Ausgleich – trotz zwischenzeitlicher Unterzahl in der Schlussphase.
Trainer Aydin Taneli lieferte nach Abpfiff eine ausführliche Analyse – und begann bei den Gegentoren: „Wir kassieren das 1:0, weil wir nicht gut verschoben sind in der hintersten Kette und außen unseren mittleren Mann nicht abgesichert haben. Der Gegner nutzt das eiskalt.“
Dabei sei der Start eigentlich vielversprechend gewesen: „Wir haben gute Zirkulation gehabt, waren klar im Vorteil des Spielerischen – aber das hat uns nach dem 1:0 überhaupt nicht geholfen.“ Auch das zweite Gegentor ärgerte ihn: „Nach einem Eckball kommt der Gegner zum Abschluss, das ist dann das 2:0. Und dann rennst du diesem Rückstand erst mal hinterher.“ Den Anschluss bewertete er dagegen klar: „Der Elfmeter von Jakob Bier war ein klarer Elfmeter – so kommen wir zum 2:1.“
Nach der Pause sah Taneli zunächst eine starke Phase: „Wir kommen mit geballter Energie raus, haben direkt einen Pfostenschuss von Jakob Bier – der geht nicht rein.“ Doch erneut wurde Hagen bestraft: „Wieder ein Konterspiel vom Gegner, wieder eiskalt verwertet zum 3:1. Auch da haben wir es nicht gut verteidigt.“ Umso größer fiel das Lob für seine Mannschaft aus: „Hut ab an meine Truppe, dass sie bei so einem Rückstand wieder zurückkommt. Das haben sie wirklich klasse gemacht.“ Auch die Schlussphase imponierte ihm: „Mit einem Mann weniger die letzten Minuten – die Jungs haben alles rausgehauen, was geht, und das gut verteidigt.“ Am Ende zog Taneli ein klares Fazit zum Spielverlauf: „Das ist ein gerechtes, vollverdientes Unentschieden, das wir uns erarbeitet haben.“
Neben der sportlichen Leistung sorgten auch einige Entscheidungen für Gesprächsstoff. Besonders die Gelb-Rote Karte gegen sein Team und das Verhalten gegenüber der Bank stießen beim Coach auf Unverständnis: „Da ging es erst mal nur darum, dass Spieler sich hinsetzen sollen. Meine Spieler waren bereit dazu – und trotzdem verteilt er gelbe Karten. Das habe ich überhaupt nicht verstanden.“
Auch die Szene zur Gelb-Roten Karte bewertete er kritisch: „Das war ein Zweikampf auf der Außenlinie, er rutscht ab, trifft den Gegner – und bekommt dann Gelb-Rot. Das fand ich schwierig, alles drumherum war schwierig.“ Trotz allem überwog am Ende der Stolz auf die eigene Mannschaft: „Ich bleibe dabei: Hut ab vor meiner Truppe, wie sie zurückgekommen ist.“
SSC Hagen Ahrensburg – TuS Hartenholm 3:3
SSC Hagen Ahrensburg: Henrik Dierk, David Kyas, Christopher Herklotz, Alexander Kordys (61. Jirko Kroening Nöthling), Hannes Gregor Kretzschmar (81. Jurek Keller), Jakob Heinrich Bier, Marc Misselhorn (91. Finn Rost), Leo Zerbe, Tolga Can James Dogan (46. Julius Frederic Daniel Schneider), Rico Pohlmann (72. Jakob Kyas), Niklas Broszio - Trainer: Aydin Taneli
TuS Hartenholm: Samuel Aphrem, Robert Hendrik Wasner, Jan-André Sievers, Hendrik Wehde, Paul Gehrmann, Til Siemssen, Miguel Patrick Marcus, Blerim Bara, Christ Noah Foli (84. Jephthe Mianthezila), Salam Tepsaev, Santino Montell Laubinger (76. Marcio Alberto Teixeira Mateus) - Trainer: Jörg Zenker
Schiedsrichter: Patrick Möller
Tore: 0:1 Blerim Bara (17.), 0:2 Paul Gehrmann (20.), 1:2 Jakob Heinrich Bier (33. Foulelfmeter), 1:3 Miguel Patrick Marcus (53.), 2:3 David Kyas (69.), 3:3 Marc Misselhorn (75.)