Mit vereinten Kräften wollen Benedikt Betscher und Lukas Raunft (von rechts) von der SpVgg Westheim den TSV Dinkelscherben niederringen.
Mit vereinten Kräften wollen Benedikt Betscher und Lukas Raunft (von rechts) von der SpVgg Westheim den TSV Dinkelscherben niederringen. – Foto: Oliver Reiser

Ein harter Fight auf kleinem Platz

SpVgg Westheim will den TSV Dinkelscherben erneut ärgern +++ Kissing muss beim Tabellenführer Horgau nachsitzen +++ Langerringen und Königsbrunn haben Gelegenheit zum Nachbessern

Der Amateurfußball wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. Zahlreiche coronabedingte Absagen könnten den Plan des Bayerischen Fußball-Verbandes zerstören. Und auch an den betroffenen Teams ziehen die Umstände nicht spurlos vorbei. Vom Ligapokal will derzeit sowieso noch fast keiner etwas wissen. „Es ist aktuell einfach schwer, die Spannung hochzuhalten“, entgegnet Anhausens Spielertrainer Benedikt Schmid.

Westheim
0:5
Dinkelscher.
SpVgg Westheim – TSV Dinkelscherben (So, 14.30 Uhr) Der eine muss, der andere würde gerne. Während der TSV Dinkelscherben auswärts auf dem Kobel unbedingt einen Dreier braucht, um weiterhin Höhenluft schnuppern zu können, würde die SpVgg Westheim gerne mit einem Heimsieg den vorletzten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dass der TSV Dinkelscherben in diesem Jahr verdientermaßen ein Wörtchen um die Aufstiegsränge mitredet, zeigte der 5:0-Auswärtscoup bei der Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen. „Nichtsdestotrotz erwartet uns in Westheim eine Mannschaft, die uns körperlich etwas entgegenzusetzen hat. Es wird ein harter Fight auf kleinem Platz“, stellt sich TSV-Coach Michael Finkel auf eine schwere Aufgabe ein. Zumal die Spielvereinigung ebenfalls Ambitionen hat, schnellstmöglich den Klassenerhalt einzutüten. „Ich habe vor dem Spiel gegen Lagerlechfeld sieben Punkte bis zur Winterpause ausgegeben. Jetzt können wir aufgrund der Absage vergangene Woche nur maximal sechs holen. Das würde mir aber auch reichen“, schmunzelt Trainer Oliver Haberkorn. Besonders gut im Kopf geblieben ist dem 36-Jährigen selbstverständlich der 4:3-Hinspielsieg. „Wir wollen sie auch diesmal wieder ärgern“, so Haberkorn selbstbewusst. (vra) Lokalsport Labo

FC Horgau
0:1
Kissinger SC
FC Horgau – Kissinger SC (So, 14.30 Uhr) Den Platz an der Sonne hat Tabellenführer FC Horgau bereits sicher. Mit zehn Punkten Vorsprung dürfte diesem auch die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen sein. Und dennoch: Spielertrainer Franz Stroh analysiert objektiv und selbstkritisch. „Auf dem Papier wirkt das 2:0 gegen Göggingen natürlich souverän, doch das war brutal viel Arbeit“, so Stroh. Doch der 37-Jährige kennt auch die Stärken seiner Mannschaft. Horgau hat in diesem Jahr die Qualität einer Spitzenmannschaft, schießt vorne die leichten sowie schnellen Tore und verschanzt sich anschließend in der Defensive. Den Kissinger SC empfängt man daher mit offenen Armen. „In Horgau muss man erst einmal bestehen“, zwinkert Stroh in Richtung seines Trainerkollegen Marco Henneberg. Aber: Der Kissinger SC hat sich für diese Spielzeit unter anderem mit Regionalliga-Spieler Niklas Heyen (VfB Eichstätt) verstärkt und damit die Ambitionen des sofortigen Wiederaufstieges untermauert. „Zudem müssen sie bei uns gewinnen, um oben dranzubleiben, und ich muss zugeben, es ist eine starke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, gesteht der 37-Jährige. Peter Berger könnte wieder zum Kader stoßen. (vra) Lokalsport Labo

Langerringen
5:0
FC Haunst.
SpVgg Langerringen – FC Haunstetten (So, 14 Uhr) Die Haunstetter mussten schon zwei Spiele wegen Corona-Verdachts absagen und haben die anderen beiden Partien nach dem Neustart verloren. Dem 0:3 im Heimspiel gegen Anhausen folgte am vergangenen Wochenende eine 0:1-Niederlage beim Kissinger SC. Die Truppe von Spielertrainer Florian Egger kämpft wie die punktgleiche Reserve des TSV Schwabmünchen und der FC Königsbrunn gegen die Abstiegsrelegation. (Schneider) Lokalsport SZ

FC Königsbr.
2:0
Anhausen
FC Königsbrunn – SSV Anhausen (Sa, 15 Uhr) Um sich vom Relegationsplatz abzusetzen braucht der FC Königsbrunn Punkte. Den nimmt derzeit die Reserve des TSV Schwabmünchen ein, die wie der FCK, 19 Punkte hat. Der Vorteil der Königsbrunner ist, dass sie in zwei Nachholspielen einen Vorsprung herausholen können. Das werden ihnen allerdings die Anhauser nicht leicht machen, denn sie kämpfen um den zweiten Platz.
Allen Widrigkeiten zum Trotz schwimmt der SSV Anhausen trotzdem auf der Welle des Erfolges. „Ärgerlich war die Spielabsage am vergangenen Wochenende dennoch – wir wären vollzählig gewesen“, erklärt Schmid. Im Nachholspiel gegen den FC Königsbrunn dürften neben zwei Corona-Verdachtsfällen auch Alexander Micheler und Tobias Wieser verletzungsbedingt ausfallen. „Ich kann meine Trainerkollegen jetzt verstehen“, spielt der 29-Jährige auf die verärgerten Aussagen der anderen Kreisliga-Trainer in letzter Zeit an. Die Marschrichtung ist und bleibt trotz allem die gleiche: mit drei Punkten den Schwung und Platz zwei mit in die Winterpause nehmen. „Auswärts in Königsbrunn ist es zwar nie einfach, doch aufgrund der Tabellenkonstellation und unserer Leistung fahren wir da hin, um drei Punkte mitzunehmen“, so Schmid. (Schneider/vra) Lokalsport SZ / Lokalsport Labo

558 Aufrufe24.10.2020, 06:21 Uhr
Bernhard MeitnerAutor

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