Hachings Trainer Marc Unterberger ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. bro
Hachings Trainer Marc Unterberger ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. bro – Foto: Sven Leifer

SpVgg Unterhaching II: Erfahrung sammeln in der Landesliga - Schnitt von 18,2 Jahren

Nach elf Spielen erstmals zu Hause

Die Talente der SpVgg Unterhaching durchlaufen einen Lernprozess in der Landesliga Südwest und schlagen sich wacker.

Unterhaching – Nach elf Auswärtsfahrten tritt die SpVgg Unterhaching II am Samstag endlich einmal zuhause an. Fast zumindest, denn die Partie gegen den SC Olching (Anstoß 14 Uhr) findet voraussichtlich in Taufkirchen statt.

Der ungewöhnliche Spielplan hat mit dem Sonderstatus der Hachinger U21 zu tun, die in der Landesliga Südwest außer Konkurrenz mitmischt (wir berichteten). Das Ziel der Wiedereinführung einer Reserve wenigstens außerhalb des Wettkampfgeschehens, nämlich die Heranführung junger Spieler an den Herrenbereich, sieht Trainer Marc Unterberger, zugleich Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der SpVgg, bislang voll erfüllt. „Wir sind absolut zufrieden. Im Landesliga-Fußball ist schon viel Cleverness und Körperkontakt dabei. Da müssen unsere Spieler lernen, wie sie dagegenhalten. Das kommt uns dann auch wieder in der A-Junioren-Bundesliga zugute. Das ist ein kleiner Kreislauf.“

Die Vorgabe, die zweite Mannschaft vorwiegend aus den Jahrgängen 2002 bis 2005 zu rekrutieren, wurde bislang fast perfekt eingehalten. Mit dem 22-jährigen Niclas Anspach kam nur ein älterer Akteur zum Einsatz. „Unser Schnitt liegt bei 18,2 Jahren“, so Unterberger. Die Youngster verbuchten bislang fünf Siege, vier Remis und zwei Niederlagen. Das wäre Platz sechs, doch die Ergebnisse seien vollkommen zweitrangig, betont Unterberger, der die Pleiten Anfang August in Sonthofen (0:3) und Ehekirchen (0:4) vielleicht sogar als die wertvollsten Erfahrungen betrachtet: „Da sind wir abgezockt worden. Man hat gesehen, was gefehlt hat und darauf haben wir wieder aufbauen müssen.“

Neben diesem Lernprozess gehe es der SpVgg auch darum, sich in der Region zu zeigen, so der Coach. „Man hat gemerkt, dass nicht alle Vereine hundertprozentig glücklich mit einem zusätzlichen Spiel sind, aber wir sind überall freundlich aufgenommen worden. Wir haben immer versucht, einen sympathischen Auftritt hinzulegen und alle haben gemerkt, dass wir nichts Böses wollen.“ Der Zuspruch bei den Gastspielen war dabei völlig unterschiedlich. „Das ging von 25 bis 250 Leuten. In Durach und Gersthofen, wo sogar ein paar Fans von uns dabei waren, war einiges los“, blickt Unterberger zurück.

Nun empfängt man also die Olchinger, die vom ehemaligen Hachinger U14-Co-Trainer Martin Buch betreut werden. „Das waren die ersten, die gesagt haben, sie spielen bei uns. Das finde ich ganz cool“, so Unterberger, der trotz des zeitgleichen Regionalliga-Gastspiels der SpVgg in Eichstätt auf einige interessierte Zuschauer aus dem Landkreis hofft. Wieviele Heimspiele sein Team danach noch bestreiten wird, weiß er nicht: „Wir hatten ja angeboten, dass wir auswärts spielen. Immerhin können wir aber einen Kunstrasen anbieten. Wir regeln das im Austausch mit den Vereinen.“

Es ist eben keine normale Runde, die Hachings Talentschuppen spielt. Noch nicht. Grundsätzlich strebt die SpVgg mit der zweiten Mannschaft durchaus in den Wettkampfbetrieb, erst recht nach den bisherigen Erfahrungen dieser Spielzeit. „Ob wir nächste Saison schon einsteigen, hängt dann auch von der Kaderkonstellation ab. Bei dem positiven Zwischenfazit sollte man aber auf jeden Fall an dem Thema weiterarbeiten“, sagt Unterberger.

Aufrufe: 022.9.2022, 15:35 Uhr
Umberto SavignanoAutor