Große kämpferische Qualitäten waren bei der SpVgg SV Weiden (rechts Chousein Chousein) gefragt, um den vermeintlichen Stolperstein TSV Bogen aus dem Weg zu räumen.
Große kämpferische Qualitäten waren bei der SpVgg SV Weiden (rechts Chousein Chousein) gefragt, um den vermeintlichen Stolperstein TSV Bogen aus dem Weg zu räumen. – Foto: Werner Franken

Weiden überspringt auch die Hürde Bogen

In einem über weite Strecken intensiv geführten Kampfspiel gewinnt die Scheler-Elf beim Angstgegner und bleibt weiter auf Kurs Richtung Bayernliga.

Es scheint weiter so zu sein, als könne sich die SpVgg SV Weiden nur selbst schlagen. Durch Tore von Mathias Heinl und Josef Rodler gewannen die "Schwarz-Blauen" auch beim Tabellensiebten TSV Bogen mit 2:1, sicherten sich mit diesem 14 Saisondreier die inoffizielle Herbstmeisterschaft und halten die Konkurrenz weiterhin mit acht Punkten Vorsprung auf Distanz.

SpVgg SV-Coach Andreas Scheler sprach nach der Begegnung von einer erwartet harten und bis zum Schluss umkämpften Partie, in der sich die Seinen nach dem Seitenwechsel steigerten und gegen den nie aufsteckenden Gegner dagegengehalten hatten. In dieser Partie gegen ein Team, dass nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Weidener gehört (in der letzten Spielzeit gab es ein 2:2 und ein 1:2) musste der Weidener Trainer den angeschlagenen Nikola Vasilic ersetzen, Kapitän Stefan Graf, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen gestanden hatte, konnte dagegen mitwirken. Bei der Entscheidung, wer das Tor hüten sollte, fiel die Wahl wieder auf Michael Heisig, der bereits nach drei Minuten mit einer Glanzparade einen heimischen Torerfolg verhinderte und seine Nominierung rechtfertigte. Im Folge hielten sich die Spielanteilte die Waage, beide Teams leisteten konsequente Arbeit in der Defensive und rieben sich immer wieder in intensiv und hart geführten Zweikampfen auf. In Führung sollte dann der Ligaprimus aus Weiden gehen, als Mathias Heinl eine gute Vorarbeit von Josef Rodler zum 0:1 abschloss (27.). Bogen antwortete sofort wütend, erarbeitete sich nun Vorteile und war noch vor dem Pausentee mehrfach nahe am Ausgleichstreffer.

Nach Wiederbeginn schalteten die Gäste gleich zwei Gänge hoch, hielten besser dagegen, erarbeiteten sich endlich die gewohnte Dominanz und legten einen zweiten Treffer vor. Als Nico Argauer nach knapp einer Stunde in der TSV-Box von den Beinen geholt wurde, schnappte sich Josef Rodler die Kugel und versenkte sie humorlos im Bogener Kasten zum 0:2 (59.). Doch die Einheimischen dachten nicht daran, sich geschlagen zu geben, wehrten sich vehement gegen eine zweite Saisonheimniederlage und waren durch Gegenfurtners Anschlußtreffer wieder im Spiel zurück (73.). In der Schlussphase setzte Bogen alles auf eine Karte, während die Gäste darauf bedacht waren, ihren knappen Vorsprung über die Ziellinie zu retten. Große "Aufreger" wurde den etwa 250 Besuchern allerdings nicht mehr geboten, so konnten sich die Gästespieler schließlich über ihren knappen Auswärtssieg freuen.

Das tat auch der Weidener Chefanweiser, der von einem enorm wichtigen Sieg sprach, mit dem seine Truppe weiter in der Spur bliebe und ihre Serie so lange es geht ausbauen wolle. Geschenkt würde der SpVgg SV aber an keinem Wochenende etwas, so Scheler weiter. Stets seien 90 Minuten volle Konzentration und harte Arbeit gefordert, um den vollen Ertrag einzufahren.

Bogens Sportdirektor Helmut Muhr haderte nach der Partie über die vergebene Chance, dem Primus zumindest ein Remis abzuringen: "Unsere beste Saisonleistung bisher. Wir müssen mindestens in Führung gehen. Auch nach dem Rückstand waren wir dominant. Nach dem Anschlusstreffer ist und schlicht und einfach die Zeit zu wenig geworden. Es wäre ein Punkt drin gewesen."

Am kommenden Freitag haben die Weidener die nächste große Herausforderung vor der Brust, zum Spitzenspiel unter Flutlicht gastiert der Tabellenvierte SC Ettmannsdorf im Spardabank-Stadion.

Aufrufe: 010.10.2021, 18:00 Uhr
Werner SchaupertAutor

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