Der FV Vilseck (vorne) müsste bei Anwendung der Quotientenregel den Gang zurück in die Kreisliga antreten.
Der FV Vilseck (vorne) müsste bei Anwendung der Quotientenregel den Gang zurück in die Kreisliga antreten. – Foto: Dagmar Nachtigall

Keine Absteiger und flexiblere Spielmodelle?

Spielleiter der Oberpfalz sind mitten in den Planungen für die neue Saison. Die alte steht kurz vor dem Abbruch.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Abbruch der laufenden Saison endgültig verkündet wird. Die staatlichen Beschlüsse macht einen Cut unvermeidbar. In diesen Tagen wird der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ein Meinungsbild all seiner Vereine einholen, wie mit dem bevorstehenden Abbruch bzw. der Wertung der Saison genau umgegangen werden soll.

Derzeit wird neben der Wertung durch den neu geschaffenen Paragrafen 93 der Spielordnung (nur Direktaufsteiger und -absteiger unter Wegfall der Relegationsspiele) auch geprüft, welche Konsequenzen es hätte, die Saison beispielsweise ohne Absteiger für alle bayerischen Spielklassen zu beenden. Und, welche Auswirkungen dies auf die nächsten Spieljahre haben könnte. Als erste Konsequenz wären da natürlich mehr Absteiger als bisher in den kommenden Spielzeiten zu nennen. Eine einberufende Arbeitsgruppe des BFV befasst sich derzeit mit dieser Thematik.

Bei einer Wertung nach der aktuellen Fassung des §93 würden sich zumindest für die oberpfälzer Bezirksligen an der Sollstärke von 32 Mannschaften in der neuen Saison nichts ändern. Bei allen anderen Varianten, wie einem etwaigen Verzicht auf Absteiger, würde sich eine höhere Mannschaftszahl ergeben, die in den kommenden Jahren durch einen vermehrten Abstieg wieder reduziert werden müsste. Welche Varianten es dabei geben könnte und welche Auswirkungen dies im Detail hat, wird den Bezirksligisten zeitnah in einer Videokonferenz vorgestellt.

Darüber hinaus laufen auch Planungen für andere, flexiblere Spielformen als die bisher gewohnten Ligen, sowohl auf Bezirks- als auch auf Kreisebene. Man wolle damit auf weitere Probleme aufgrund der Pandemie und mögliche erneute Saisonunterbrechungen besser vorbereitet sein, wie Bezirksspielleiter Christian Wolfram in einem Anschreiben an die Vereine betont. Hierfür werde man separate Videokonferenzen veranstalten und rechtzeitig vor Beginn der neuen Saison eine Abstimmung durchführen. Die Änderung des bisherigen Spielsystems bedürfe laut Wolfram dabei einer deutlichen Mehrheit der Vereine.

Das wären die Abschlusstabellen der beiden Bezirksligen nach der Quotientenregel:

Bezirksliga Süd

  1. TSV Wacker 50 Neutraubling 2,1667
  2. TB 03 Roding 2,0800
  3. FC Furth im Wald 1,8333
  4. SpVgg Hainsacker 1,6522
  5. FC Ränkam 1,5833
  6. VfB Bach/Donau 1,5200
  7. TB/ASV Regenstauf 1,3182 (=1,32) *
  8. FC Thalmassing 1,3200 *
  9. SV Sulzbach 1,3200 *
  10. SC Katzdorf 1,2800
  11. SG Chambtal 1,2800
  12. FC Kosova Regensburg 1,2083 (=1,21)
  13. SpVgg Ziegetsdorf Regensburg 1,2000
  14. TSV Dietfurt 1,1739
  15. FC Jura 0,7692
  16. SV Burgweinting 0,5652

*Sondertabelle zwischen Sulzbach, Thalmassing und Regenstauf aufgrund desselben Quotienten: Sulzbach 3 Punkte bei 4:8 Toren; Thalmassing 3 Punkte bei 6:8 Toren; Regenstauf 9 Punkte bei 8:2 Toren.

Bezirksliga Nord

  1. FC Amberg 2,3750
  2. SC Luhe-Wildenau 2,1500
  3. SV Etzenricht 2,0435
  4. SV Hahnbach 1,9583
  5. TSV Detag Wernberg 1,7273
  6. FC Wernberg 1,7273
  7. SV Raigering 1,5600
  8. SpVgg SV Weiden II 1,5455
  9. SpVgg Schirmitz 1,3043
  10. SV Schwarzhofen 1,2778
  11. 1. FC Schwarzenfeld 1,1818
  12. SV Kulmain 0,8750
  13. DJK Ensdorf 0,7391 (=0,74)
  14. FV Vilseck 0,7273 (=0,73)
  15. TuS 1924 Kastl 0,7143 (=0,71)
  16. TSV Stulln 0,5217
2981 Aufrufe3.5.2021, 13:00 Uhr
Florian WürtheleAutor

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