Trotz guter sportlicher Ergebnisse: Spielertrainer Turan Bafra (Mitte) hat seinen Vertrag bei der SpVgg Schirmitz mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
Trotz guter sportlicher Ergebnisse: Spielertrainer Turan Bafra (Mitte) hat seinen Vertrag bei der SpVgg Schirmitz mit sofortiger Wirkung aufgelöst. – Foto: Dagmar Nachtigall

SpVgg Schirmitz und Turan Bafra gehen getrennte Wege

Kreisligist trennt sich in der Winterpause in gegenseitigem Einvernehmen von seinem Spielertrainer – athmosphärische Störungen zwischen Coach und Team sind der Grund

Turan Bafra ist nicht mehr Trainer des Nord-Kreisligisten SpVgg Schirmitz. Trotz der positiven Tatsachen, dass der zu Saisonbeginn an die Naab gewechselte ehemalige Bayernligafußballer der SpVgg Weiden mit seiner Elf die Herbstmeisterschaft erringen konnte und aktuell – mit nur vier bzw. zwei Punkten Rückstand auf die Plätze 1 und 2 – im Kampf um den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga noch sehr gut im Rennen liegt, haben sich beide Seiten darauf geeinigt, den noch bis zum Saisonende bestehenden Kontrakt mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

„Wir bedauern den Schritt von Bobby, denn wir hätten gerne mit ihm bis zum Saisonende noch weitergemacht. Er hat bis dato seine Aufgabe herausragend erledigt. So war es sicher nicht leicht, in die Fußstapfen eines Sepp Dütsch zu treten. Zudem hat er den personellen Umbruch mit vielen jungen Spielern bis jetzt sehr gut umsetzen können“, so SpVgg-Abteilungsleiter Christian Schieder in einem Telefonat mit FuPa. Allerdings hätten sich im Verhältnis Mannschaft zu Trainer immer mehr athmosphärische Störungen eingestellt, die die Verantwortlichen veranlassten, ihm mitzuteilen, dass man den Vertrag zum Saisonende nicht verlängern würde.

Obwohl die Mannschaft den „Machern“ in Schirmitz versicherte, trotz der Spannungen dennoch bis zum Saisonende alles zu geben und weiter mit aller Kraft um die vorderen Plätze mitzukämpfen, entschied sich der im Sommer 2022 vom Nachbarn SpVgg Pirk nach Schirmitz gekommene 46-jährige Bafra dazu, sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen. „Bobby sagt, er könne sich – wohlwissend, dass am Saisonende Schluss ist – nicht mehr in dem Maße motivieren, um das Team angemessen zu betreuen. Wir finden das schade, denn er hat bei uns wirklich sehr gute Arbeit geleistet, respektieren aber seinen Entschluss“, erklärt Schieder.

Bafra selbst tut sich schwer, das Geschehene zu verarbeiten: Für mich kam es brutal überraschend, zumal wir sportlich sehr gut da stehen. Der Turnaround wurde geschafft, völlig überraschend haben wir sogar die Herbstmeisterschaft geholt. Mein Verhältnis zum Verein, zur Vorstandschaft ist immer noch völlig intakt. Doch wie heißt es so schön im Fußball – die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft passte einfach nicht, die Mannschaft hat mich im Stich gelassen und hat mich letztlich als Trainer auch nicht verdient. So haben wir uns geeinigt, den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen.“

Nach Informationen der Spartenleitung ist man bei der sofort begonnenen Suche nach einem geeigneten Nachfolger schon sehr weit, einen Namen wird man wohl auch zeitnah bekanntgeben können. Sicher ist allerdings, dass der Neue erst zur kommenden Spielzeit das Traineramt in Schirmitz übernehmen wird. Für den Rest der Saison wird nun Fabian Hirmer (36), bislang Coach der „Zweiten“, als Interimstrainer die sportlichen Geschicke leiten.

Aufrufe: 025.1.2023, 15:30 Uhr
Werner SchaupertAutor