Granit Bilalli (links) erspielte sich mit seinem FC Kosova gegen Pfreimd (hier Maximilian Herzog) im Hinspiel einen 1:0-Sieg. Foto: WÜRTHELE
Granit Bilalli (links) erspielte sich mit seinem FC Kosova gegen Pfreimd (hier Maximilian Herzog) im Hinspiel einen 1:0-Sieg. Foto: WÜRTHELE

VfB Bach glaubt weiter an sich

Der VfB Bach muss einen 0:2-Rückstand wettmachen +++ Der FC Kosova hingegen fährt mit einem 1:0-Sieg nach Pfreimd

In den Hinspielen der Vierergruppe um die Landesliga-Relegation setzten sich die beiden Bezirksliga-Vizemeister durch. Der FC Kosova geht mit einem 1:0-Heimsieg über die SpVgg Pfreimd ins Rückspiel. Der VfB Bach hingegen unterlag bei der SpVgg Ruhmannsfelden mit 0:2 und war damit sogar noch gut bedient.

Trotz der schwierigen Ausgangslage gibt sich VfB-Manager Karl-Heinz Bley noch lange nicht geschlagen: „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn uns in der ersten Halbzeit ein Tor gelingt, ist noch alles drin. Dass allerdings bei einem weiteren Gegentor die Chancen gegen Null tendieren, ist uns bewusst.“

Wie im Hinspiel werden Markus Biederer, Sebastian Gerl, Peter Hillmeier und Michael Beer ausfallen. Zudem muss am Sonntag Florian Bley aus beruflichen Gründen passen. „Dafür rückt Benjamin Eckert in den Kader“, so Bley. Von den Namen her war die Startelf am Donnerstag beim 0:2 in Ruhmannsfelden gut bestückt, doch insgesamt merkte man, dass mehr als die Hälfte der Spieler in den letzten Monaten nur äußerst wenig Spielpraxis hat sammeln können. So half Ex-Trainer Max Vogl aus. Die Rückkehrer Marco Jordan, Florian Bley, Christopher Prester, Nico Ludewig oder Michael Diermeier gaben ihr Bestes. Die Bacher werden natürlich nochmals alles in die Waagschale werfen, um doch noch die zweite Runde der Relegation erreichen zu können. Die Verantwortlichen hoffen auf den Rückhalt durch viele Fans. Ziel sei es natürlich nach wie vor, sich dem Abenteuer Landesliga ein zweites Jahr stellen zu können.

Schwere Aufgabe
Natürlich hat auch Trainer Thomas Semmelmann die Flinte noch nicht ins Korn geworfen: „Totgesagte leben bekanntlich länger. Selbstverständlich erwartet uns eine schwere Aufgabe, aber aufgeben werden wir sicherlich nicht.“ Man musste in dieser Saison bereits viele Rückschläge hinnehmen und verdauen. „Die Mannschaft hat nie aufgegeben, verfügt über einen tollen Charakter. Wir haben durchaus das Zeug dazu, um das Ruder noch herumzureißen!“ Freude und Zuversicht herrscht hingegen im Lager des FC Kosova. Der Vizemeister der Bezirksliga Süd konnte am Donnerstag vor knapp 500 Zuschauern einen 1:0-Heimspielsieg gegen die SpVgg Pfreimd, den Tabellensiebzehnten der Landesliga Mitte, einfahren. „Eine sehr faire Partie vor einer tollen Kulisse. Im Rückspiel haben wir nun alle Chancen. Mit dem 1:0-Sieg sind wir sehr zufrieden“, erläuterte Spielertrainer Enkel Alikaj. Und ihm, dem 37-jährigen Ex-Profi, gelang per Elfmeter nach knapp einer Viertelstunde das Tor des Tages. „Wir begannen stark, vergaben zu Beginn einige gute Chancen, gingen verdient in Führung“,so Alikaj.

Die Gäste aus Pfreimd zeigten sich jedoch nicht geschockt, sondern versuchten, mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen. Kosova musste zwar einige Chancen der Gegner zulassen, aber Torhüter Andi Xhixha konnte seinen Kasten sauber halten. „Die Partie ohne Gegentor zu überstehen, war für uns die Prämisse. Das haben wir geschafft. Ich bin sicher, dass wir auch in Pfreimd bestehen können“, erklärt Alikaj, der selbst in der Schlussphase das 2:0 auf dem Fuß gehabt hat. Bei den Gästen war insbesondere Bastian Lobinger immer wieder gefährlich. Auf ihn muss der FC im Rückspiel besonders aufpassen.

Sulmataj kehrt zurück
Erneut ausfallen werden Erbi Myftaraj und Besmir Arifaj, der am Donnerstag von der Linie aus gecoacht hat. Dafür wird am Sonntag Mergent Sulmataj dabei sein. „Wir freuen uns auf das Rückspiel, auf ein hoffentlich erneutes Fußballfest. Und wir wollen auch in Pfreimd bestehen“, gibt sich Enkel Alikaj zuversichtlich. Noch immer schwingt die Freude vom Donnerstag-Sieg mit: „Die Organisation rund um das Spiel war hervorragend, die Partie war fair und spannend. Was will man mehr?“ Auch wenn die Chancen merklich geschwunden sind, besteht noch immer die Möglichkeit, dass mit dem FC Kosova und dem VfB Bach in der zweiten und alles entscheidenden Relegationsrunde zwei Teams aus dem Gebiet Regensburg um den Landesliga-Aufstieg kämpfen werden.
Aufrufe: 024.5.2019, 17:00 Uhr
Markus SchmautzAutor

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