Der TuS Pfarrkirchen (in rot) und dem ASCK Simbach droht eine Umgruppierung in die Ost-Bezirksliga
Der TuS Pfarrkirchen (in rot) und dem ASCK Simbach droht eine Umgruppierung in die Ost-Bezirksliga – Foto: Thomas Martner

Bezirksliga-Einteilung: Rottaler Klubs wandern wohl in den Osten

Türk Gücü Straubing, Plattling und vermutlich auch Deggendorf stehen hingegen vor einer Umgruppierung in die West-Staffel

In den beiden niederbayerischen Bezirksligen werden in der Spielzeit 2021/2022 lediglich 31 statt wie normalerweise 32 Teams an den Start gehen. Diese Dezimierung hat einen einfachen Grund: Durch die Saisonwertung nach Paragraph 93 der BFV-Spielordnung wird es mit dem TSV Waldkirchen nur einen Absteiger aus der Landesliga geben, während mit der SpVgg Osterhofen und dem SSV Eggenfelden die beiden Bezirksliga-Meister den Sprung in die sechste Liga schaffen. Runter in die Kreisliga müssen der SV Perlesreut, der ASV Degernbach, der SV Neufraunhofen und der TSV Velden. Neu auf der Bezirksebene sind dafür die "alten Bekannten" SC Kirchroth, TSV Mauth, SV Hebertsfelden sowie erstmals auch der FC Eintracht Landshut.

In der Einteilung wird sich aber einiges verändern. Die Rottal-Fraktion TuS Pfarrkirchen, ASCK Simbach und SV Hebertsfelden wandert nach FuPa-Recherchen in den Osten, dafür sollen der SV Türk Gücü Straubing, die SpVgg Plattling und vermutlich auch die SpVgg GW Deggendorf in den Westen umgruppiert werden. Bezirks-Spielleiter Richard Sedlmaier wollte das noch nicht bestätigen: "Aufgrund einzuhaltender Fristen kann die Einteilung der beiden Bezirksligen erst Anfang Juni bekanntgegeben werden. Maßgebend für die Einteilung werden wie immer die Entfernungen sein. Entscheidend ist dabei, wie viele Gesamtkilometer zusammenkommen. Insgesamt sind es rund 45.000 Kilometer, welche die Vereine der beiden Bezirksligen zu allen geplanten Partien zurückzulegen haben."

Spannend wird es werden, in welche Gruppe die SpVgg GW Deggendorf letztendlich eingeteilt wird. Da eine Liga mit 15 Teams spielen muss, könnten die Donaustädter als Randverein sowohl in die Ost- als auch in die West-Staffel eingeteilt werden. Mehr Sinn machen würde es womöglich, im Osten eine 15er-Liga zu haben, weil man dann unmittelbar kurz und nach der Winterpause den einen oder anderen Bayerwald-Verein spielfrei geben könnte und somit unter Umständen witterungsbedingten Absagen vorbeugen könnte.


Wir haben uns auf Stimmenfang gemacht und bei den betroffenen Vereinen nachgefragt:


Murat Demür (Trainer SV Türk Gücü Straubing): "Wir haben uns im Osten grundsätzlich wohl gefühlt und waren positiv überrascht, wie gut wir von fast allen Vereinen aufgenommen wurden. Die West-Gruppe wäre für uns aber mit Gegnern wie Dingolfing, Teisbach, Landau und Kirchroth zweifellos attraktiver."

Stefan Doriat (Abteilungsleiter SV Hebertsfelden): "Wir nehmen es, wie es kommt, obwohl im Westen die Auswärtsfahrten etwas angenehmer wären. Priorität hat für uns jedoch, dass wir mit unseren Landkreiskontrahenten Pfarrkirchen und Simbach in einer Liga sind und dass es vor allem hoffentlich zeitnah wieder losgehen kann."



Andreas Schäfer (Sportkoordinator SpVgg GW Deggendorf): "Wir sehen in keiner Staffel gravierende Vor- oder Nachteile, daher können wir mit beiden möglichen Szenarien leben."



Alexander Ronczka (Sportlicher Leiter TuS Pfarrkirchen): "Gegen eine Umgruppierung könnten wir wahrscheinlich nicht viel machen, wären darüber aber richtig sauer. Fahrtechnisch ist das für uns eine Katastrophe. Zu einem Großteil der Auswärtsspiele würden wir an Plattling und Deggendorf vorbeifahren, die dann im Westen an den Start gingen. Für uns als Verein wäre das richtig bescheiden."



Karl Prebeck (Sportlicher Leiter SpVgg Plattling): "Wir haben letztmals in der Saison 2016/2017 in der Bezirksliga West gespielt, daher haben wir zu den Ost-Vereinen logischerweise mehr Bezug. Da wir aber in Niederbayern relativ zentral liegen, ist eine Umgruppierung immer wieder mal möglich. Wir stehen der ganzen Sache deshalb sehr neutral gegenüber."

Heiko Schwarz (Spielertrainer ASCK Simbach): "Für die meisten meiner Spieler und auch für mich wäre die Bezirksliga Ost ziemliches Neuland, auch wenn der ASCK vor ein paar Jahren schon mal eine Saison in dieser Klasse gespielt hat. Ich würde das nicht komplett negativ sehen, denn wir spielen mal wieder gegen andere Mannschaften und das hat auch einen gewissen Reiz. So lange wir nicht mit Pfarrkirchen und Hebertsfelden auseinandergerissen werden, ist das für uns kein Drama."

Aufrufe: 024.5.2021, 20:30 Uhr
RedaktionAutor

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