Christoph Seiderer (Bildmitte) bleibt Chefanweiser der SpVgg Lam
Christoph Seiderer (Bildmitte) bleibt Chefanweiser der SpVgg Lam – Foto: Simon Tschannerl

"Osserbuam" setzen auf Kontinuität - Staff um Seiderer macht weiter

Der Chefanweiser und sein komplettes Trainerteam stehen auch kommende Saison bei der SpVgg Lam in der Verantwortung

Die SpVgg Lam hat zwischen den Feiertagen wichtige Personalentscheidungen dingfest gemacht. Unabhängig vom Ligaverbleib wird der Bayerwald-Landesligist auch kommende Saison von Christoph Seiderer (42) trainiert. Dem langjährigen Bayernligaspieler wird weiterhin Thomas Altmann (32) als Assistenzcoach zur Seite stehen. Um das Torhütertraining werden sich - wie gehabt - Hans Ochsenbauer (30) und Fabian Graßl (36) kümmern.

"Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit unseres Trainerteams und deshalb freut es uns, dass wir in der gleichen Konstellation wie bis dato in die kommende Spielzeit gehen können. Kontinuität wird bei der Sportvereinigung Lam groß geschrieben und daher war es uns wichtig, dass die handelnden Personen allesamt weitermachen", berichtet Lams Sportlicher Leiter Michael Vogl. In der Tat ist der Trainerjob bei der an der Ginglmühle kein Schleuderstuhl. Allein die Ex-Coaches Alfons Blattner, Franz "Funz" Aschenbrenner und Manfred Stern standen gemeinsam mehr als zwei Jahrzehnte auf der Kommandobrücke der Osserbuam. Auch Christoph Seiderer, der nach seiner Zeit beim 1. FC Bad Kötzting jahrelang im SpVgg-MIttelfeld die Fäden gezogen hat, hatte keinerlei Überlegungen, den Trainerposten nach nur einem Jahr wieder aufzugeben, obwohl der Bauingenieur beruflich stark eingespannt ist. "Wir ergänzen uns im Trainerteam hervorragend und auch die Zusammenarbeit mit der Mannschaft ist einwandfrei. Die Spieler ziehen voll mit und mir macht der Job Spaß. Daher mache ich gerne weiter", sagt Seiderer, dessen Amtszeit alles andere als erfreulich begann.


Bereits in der Saisonanfangsphase gab es im SpVgg-Lager einen Corona-Ausbruch, so dass sich fast die gesamte Mannschaft zwei Wochen lang in die häusliche Isolation begeben musste. Anschließend wartete auf Pritzl, Gschwendtner & Co. ein wahrer Spiele-Marathon. "Das war eine extrem harte Zeit. Wir mussten praktisch aus der Quarantäne direkt zurück aufs Spielfeld und hatten dann mehrere Englische Wochen hintereinander. Sportlich war das für uns keine angenehme Phase, da wir aufgrund der schwierigen Begleitumstände jede Menge Ausfälle zu beklagen hatten und nur wenige Punkte holen konnten. Erst als wieder Normalität einkehrte, konnten wir gezielt arbeiten und uns stabilisieren. Dann haben wir auch konstant punkten können und stehen nun sogar über dem ominösen Strich", bilanziert Seiderer.


Als Tabellenzwölfter haben die Akteure um Keeper Max Weber allerdings nur zwei Zähler Vorsprung zur Relegationszone. Der direkte Klassenerhalt ist und bleibt das erklärte Ziel der Lamer Fußballer. "Das wird noch ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin überzeugt, dass wir in der Landesliga bleiben werden. Diese Klasse ist für uns sehr attraktiv und dementsprechend groß ist die Motivation, mindestens fünf Mannschaften hinter uns zu lassen", verrät Seiderer. Im SpVgg-Kader wird es vermutlich keine Veränderungen mehr geben. Mit Thomas Wölfl vom Kreisklassisten SV Arnbruck haben die Verantwortlichen einen hoffnungsvollen Winter-Neuzugang an Land ziehen können, im Gegenzug haben die beiden nur sporadisch zum Zug gekommenen Youngsters Fabian Hofmann und Johannes Breu den Klub verlassen. "Man soll nie etwas komplett ausschließen, aber aktuell sind keine weiteren Personalveränderungen geplant. Wir sind überzeugt, dass das Team stark genug besetzt ist, um die Landesliga zu halten", meint Michael Vogl.
Aufrufe: 07.1.2022, 08:45 Uhr
Thomas SeidlAutor

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