Die Osserbuam haben nun schon fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.
Die Osserbuam haben nun schon fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. – Foto: Dietmar Zwick

Lam nun mit sechs sieglosen Spielen

Die Osserbuam verlieren mit 0:3 gegen den SC Ettmannsdorf und ärgern sich über einige Entscheidungen des Schiedsrichters.

Die SpVgg Lam hat erwartungsgemäß beim SC Ettmannsdorf mit 0:3 den Kürzeren gezogen. Durch das sechste sieglose Spiel am Stück ist der Rückstand auf das rettende Ufer auf fünf Zähler angewachsen.

Das Auswärtsmatch im Schwandorfer Stadtteil zeigte einmal mehr die Schwachstellen der Osserbuam auf. Mit 14 Treffern haben sie die zweitschwächste Angriffsreihe der Liga, und auch am Samstag brachten sie offensiv nur wenig zustande. Die Gegner schaffen es hingegen, die Lamer Fehler gnadenlos zu bestrafen. Die etwas ersatzgeschwächten Hausherren waren in den ersten 30 Minuten spielbestimmend, auch wenn die erste Möglichkeit die Osserbuam, bei denen der angeschlagene Michael Hamberger sowie David Smolak auf der Ersatzbank Platz nahmen, verbuchten. Samuel Burgfeld kam aus einer Top-Position zum Abschluss, sein Schüsschen stellte Ex-Profi Wolfgang Hesl aber vor keine größeren Probleme. Die überlegenen SCler taten sich lange Zeit schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Bei den Osserbuam steuerte Burgfeld alleine auf Hesl zu – wurde aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. In der 30. Minute ging der Favorit in Führung. Ein abgefälschter Schuss von Andre Klahn landete zum 1:0 im Lamer Kasten. Die SpVgg konnte die Partie nun etwas offener gestalten, ohne jedoch wirklich Druck ausüben zu können.

Der SC Ettmannsdorf setzte sich vor allem immer wieder über ihre starken Außenstürmer gut in Szene, Keeper Max Weber war aber ein sicherer Rückhalt. Große Aufregung gab es im Lamer Lager, als Simon Kopp freie Bahn gehabt hätte, der Angriff jedoch erneut von Schiedsrichter Putz (Perlesreut) wegen eines angeblichen Foulspiels unterbunden wurde. „Die Abseitssituation in der ersten Hälfte war mehr als fragwürdig, die Situation mit Kopp ein regelrechter Witz. Uns sind damit zwei glasklare Möglichkeiten genommen worden, die dem Spiel durchaus eine Wende hätten geben können“, schimpfte Lams Vorstandschaftsmitglied Ludwig Koholka.

Eine Viertelstunde vor Schluss parierte Weber zunächst gegen Klahn glänzend, war dann aber gegen den Nachschuss von Jeremy Schmidt machtlos. Der Drops war spätestens nach der Ampelkarte von Lukas Pritzl, der seine zweite Verwarnung wegen Ballwegschlagens sah, gelutscht. Mit einem sehenswerten Dropkick aus rund 20 Metern in den Torwinkel sorgte Schmidt kurz vor Spielende für das Highlight der Partie und den 3:0-Endstand (88.).

„Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Lam hatte über 90 Minuten nicht einen richtig gefährlichen Abschluss“, resümierte Ettmannsdorfs Coach Mario Albert. „Die Niederlage ist eindeutig zu hoch ausgefallen. Wir haben es über weite Strecken nicht schlecht gemacht und die zwei bereits erwähnten Situationen hätten das Spiel auch in eine andere Richtung lenken können. Wir wollen aber jetzt das Ergebnis nicht am Schiedsrichter festmachen, wir haben uns das Spiel schon selbst verloren“, lautete die Einschätzung von Koholka.

Aufrufe: 010.10.2021, 16:30 Uhr
Thomas SeidlAutor

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