Frensdorfs Torhüterin Lena Eichfelder stoppte im Gruppenspiel Kaufbeurens Kristina Hackl (18). Gegen den schwäbischen Titelträger startete Frensdorf seine Siegesserie auf dem Weg zur bayerischen Meisterschaft.
Frensdorfs Torhüterin Lena Eichfelder stoppte im Gruppenspiel Kaufbeurens Kristina Hackl (18). Gegen den schwäbischen Titelträger startete Frensdorf seine Siegesserie auf dem Weg zur bayerischen Meisterschaft. – Foto: BFV

Frensdorf kämpft sich ins Turnier

Der neue bayerische Futsalmeister der Frauen steigert sich nach der Auftaktniederlage gewaltig +++ Kaufbeuren landet auf siebtem Rang

„Wir reißen heute noch die Stadt ab“, fasste Nadine Janousch ihre Gefühle zusammen. Im Finale der bayerischen Futsalmeisterschaft der Frauen in Stegaurach traf sie in der vierten Spielminute zum 1:0, sicherte damit ihrem SV Frensdorf vor 500 Zuschauern den ersten Bayern-Titel der Vereinsgeschichte und sich selbst einen der größten Triumphe ihrer sportlichen Karriere. In der anderen Ecke der Aurachtalhalle geknickte Spielerinnen des FC Ruderting, der im Eröffnungsspiel Frensdorf noch mit 2:1 bezwang, danach durchs Turnier marschierte, unter anderem im Halbfinale die SpVgg Germania Ebing 5:0 vom Platz fegte und als leichter Favorit ins Duell zweier Bayernligisten gegangen waren.

Doch Frensdorf zog dem niederbayerischen Bezirksmeister, Dritter des Vorjahres, mit einer leidenschaftlichen Vorstellung den Zahn. „Ich habe davon geträumt, dass es heute klappt und natürlich schon auch geglaubt, dass die Mädels das packen. Die haben einen unbändigen Willen“, erklärte SVF-Trainer Heinz Ullrich das Rezept für das Landesfinale. In der Tat mussten sich die neuen Hallenmeisterinnen in das Turnier richtig hineinkämpfen. Nach dem 1:2 gegen Ruderting zum Auftakt gewann der SV 4:0 gegen die SpVgg Kaufbeuren und zitterte sich mit einem 1:1 gegen den punktgleichen FC Stern München auf den zweiten Vorrundenplatz. Im Halbfinale musste nach torlosen 15 Minuten gegen den SV 67 Weinberg sogar das Sechsmeterschießen entscheiden. Die Oberfränkinnen bewiesen die besseren Nerven und gewannen gegen den Titelträger von 2006 und 2008 3:1.

„Der SV Frensdorf hat sich den Titel mit Leidenschaft verdient. Das war ein hochklassiges Turnier vor einer tollen Kulisse. Ich kann dem Team nur zur einer großartigen mannschaftlichen Leistung gratulieren“, erklärte BFV-Vizepräsidentin Silke Raml.

Den dritten Platz sicherte sich Regionalligist SV 67 Weinberg durch ein 2:0 gegen die SpVgg Germania Ebing. Etwas überraschend landeten die hoch gehandelten Spielerinnen des zweiten Regionalligisten im Starterfeld, den Würzburg Dragons, auf dem achten Platz, nachdem sie auch das abschließende Platzierungsspiel gegen den schwäbischen Meister SpVgg Kaufbeuren mit 5:6 nach Sechsmeterschießen verloren.

Aufrufe: 08.2.2020, 21:54 Uhr
pmAutor

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