Kontakte vermeiden gilt es in diesen Zeiten auf dem Fußballplatz. Die für heute vorgesehene weitere Lockerung wurde wegen ständig steigender Inzidenzwerte zumindest bis zum 28. März auf Eis gelegt.
Kontakte vermeiden gilt es in diesen Zeiten auf dem Fußballplatz. Die für heute vorgesehene weitere Lockerung wurde wegen ständig steigender Inzidenzwerte zumindest bis zum 28. März auf Eis gelegt. – Foto: Robert Ohl

Amateurbereich: Das Warten auf den Re-Start hält an

BFV enttäuscht über geschitereten Lockerungsplan

Der Amateurbereich muss weiter auf den Re-Start warten. Aufgrund steigender Inzidenzen ist dieser aber nicht absehbar.

Dachau Es wäre so schön gewesen... Bayerns Amateurfußballer hatten darauf gehofft, dass am heutigen Montag die von Bund und Ländern beschlossene nächste Stufe des Lockerungs-Plans in Kraft tritt. Damit wäre zumindest Fußball-Training mit Kontakt unter freiem Himmel abhängig von Inzidenzen, bzw. etwaiger Testungen und ohne Reglementierungen hinsichtlich der Personenzahlen und des Alters möglich gewesen – so weit die Theorie.

In der Praxis bleibt es nach der jüngsten Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung bis mindestens einschließlich 28. März 2021 beim Status quo: Lokale 7-Tages-Inzidenzen entscheiden auch weiterhin, wer überhaupt zum kontaktfreien Training auf den Platz darf.

Zu hohe Inzidenz: Fußballer müssen weiter warten

„Wir alle hatten uns auf den nächsten vorsichtigen Schritt gut vorbereitet und natürlich haben sich unsere Fußballer auch schon auf die für Montag angekündigten Lockerungen gefreut. Die jetzige Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung angesichts zunehmender Infektionszahlen zu beurteilen, steht uns aber nicht zu“, sagt Jürgen Faltenbacher, Schatzmeister des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und im Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern verantwortlich.

Faltenbacher erklärt weiter: „Wir wissen jedoch, was dies in der Realität für unsere Amateurkicker heißt: Sie werden aufgrund der vielerorts im Freistaat überschrittenen und weiter steigenden 7-Tages-Inzidenzen erstmal gar nicht mehr auf den Platz können. Vor allem für unsere Buben und Mädchen, die in den vergangenen 14 Tagen selbst unter Einhaltung aller Vorgaben beim stark reglementierten Training mit großem Spaß zusammen mit ihren Freunden zum Fußball zurückgekehrt sind, ist das richtig schmerzlich. Das tut extrem weh. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Ehrenamtlichen in den Vereinen auch jetzt wieder mit Herzblut Großes bei der Umsetzung der Vorgaben geleistet und damit Verantwortung übernommen haben, ist es besonders bitter: Zumal der Wissenschaft bis heute kein einziger Fall einer Infektion bekannt ist, der im direkten Zusammenhang mit dem Fußballspielen auf dem Platz steht.“

BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher wiederholt auch jetzt das, was er bereits vor dem letzten Bund-Länder-Gipfel betont hat: „Wir als Bayerischer Fußball-Verband bleiben bei unserer klaren Position: Vereinsfußball ist beileibe kein pandemisches Problem, er ist vielmehr Teil der Lösung.“

In welcher Form darf trainiert werden?

Bis Sonntag, 28. März 2021, ist kontaktloses Fußball-Training möglich. Dies aber nur in definierten und limitierten Gruppengrößen, unter freiem Himmel und unter Wahrung des Mindestabstandes. Entscheidend sind die jeweils aktuellen 7-Tages-Inzidenzwerte vor Ort. Die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung besagt:

. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 10 Personen (ohne Alterseinschränkung) oder in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) steht weiter im intensiven Austausch mit den zuständigen Ministerien zur zeitnahen Klärung von Detailfragen und wird diese Informationen umgehend nach Beantwortung durch den Gesetzgeber an seine Vereine weitergeben. Bis dahin bittet der BFV ausdrücklich darum, sich an die bis dato bekannten, oben angeführten staatlichen Vorgaben hinsichtlich der Gruppengrößen, Altersklassifizierungen und Abstandsregeln bei den entsprechenden Inzidenzen zu halten.

Die BFV-Verbandstrainer haben für die jetzt geltenden Regeln zum kontaktfreien Training unter Einhaltung der Mindestabstände einen Leitfaden zur Trainingsgestaltung erarbeitet, der auch entsprechende Übungsformen berücksichtigt und entsprechend anschaulich darstellt. Dieser kann auf der Homepage des Bayerischen Fußballverbandes (BFV.de) heruntergeladen werden.

(Rolf Gercke)

830 Aufrufe22.3.2021, 08:22 Uhr
Dachauer Nachrichten / Rolf GerckeAutor

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