2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines

Spvgg Feuerbach sichert sich den nächsten Bezirkspokal

Die Spvgg Feuerbach kann sich vor hervorragender Kulisse mit einem 3:1 gegen die SGM Heumaden/ Sillenbuch II durchsetzen.

Der Regionenligist wurde seiner Rolle als Favorit in weiten Teilen mehr als gerecht, speziell in der zweiten Hälfte ließ die Zweitvertretung der Heumadener die Feuerbacherinnen aber ordentlich zittern.

Mit leicht verzögertem Anpfiff, aufgrund der Feierlichkeiten des davor ausgespielten A-Junioren-Finales, konnte die Partie durch Schiedsrichterin Anika Stephany angepfiffen werden.

Sofort waren die Rollen im Spiel verteilt. Feuerbach, in der Favoritenrolle, schaltete sofort auf Angriff und kam bereits in den ersten Minuten zu einem überaus gefährlichen Torschuss, den Meta Charlotte Mischke nur knapp am Tor der Heumadenerinnen vorbeischoss. Heumaden, das sich schnell mit der Rolle des Außenseiters konfrontiert sah, war in der Folge nur in der Defensive gefragt. So war es auch nicht verwunderlich, dass Torschuss um Torschuss auf das Heumadener Tor einprasselte. Feuerbachs Defensive leicht aufgerückt, hatte in den ersten Minuten nichts zu tun, da die Fußballerinnen der SGM nicht aus der eigenen Hälfte herauszukommen schienen.

Nach zehn Minuten ergab sich eine Lücke in der belagerten Heumadener Abwehr und Meta Charlotte Mischke kam, nach vermeintlichem Stürmerfoul an Heumadens Schlussfrau Nagel, zum Abschluss. 1:0 für die Spvgg lautete das Resultat aus der Aktion. Schiedsrichterin Stephany konnte aus der äußerst verwirrenden Situation zunächst weder auf Foul noch auf Tor entscheiden. Nach Absprache mit der Kollegin an der Seitenlinie wurde die kontroverse Entscheidung, Tor, getroffen. Das Spiel wurde immer körperlicher. Mehrere Freistöße auf beiden Seiten waren die Folge.

Die, durch das Gegentor sichtlich beeinträchtigten, Heumaden-/Sillenbucherinnen ließen im Spielgeschehen durch Fehler und Unaufmerksamkeiten mehr zu und bekamen dadurch die ein oder andere brenzlige Situation im eigenen Strafraum als Reaktion zu spüren. Ein äußerst gefährlicher direkter Freistoß konnte nur durch Glanztat von Anne Nagel das zweite Tor des Spiels verhindern.

Nur zwei Minuten später konnte durch schnelle und direkte Pässe die Heumadener Abwehr umspielt werden und Meta Charlotte Mischke sah sich im Eins gegen Eins Heumadens Goalie gegenüber. Mit ihrem Torschuss konnte sie ihren Doppelpack schnüren und die Führung der Feuerbacherinnen auf 2:0 ausbauen. Auch nach dem zweiten Gegentor konnte sich der Außenseiter nicht fangen und ließ immer mehr gefährliche Torchancen zu.

Erst in der 27. Minute wurden neue Ideen ausprobiert, und die SGM war zum ersten Mal richtig in der gegnerischen Hälfte. Die, bis dato, nicht geforderten Verteidigerinnen der Feuerbacherinnen erwiderten die Angriffsbemühungen aber mit heftiger Gegenwehr.

Das Spiel, das nun nur noch in der Hälfte der Heumadenerinnen stattfand, zog sich langsam Richtung Pause. Die Bemühungen der SGM wurden erneut bestraft, als in einem Loch der Abwehr ein Schuss der Spvgg unglücklich vom Goalie direkt zu Paulina Delbrück sprang, die diesen nur per Abstauber einlochen musste. Damit war der dritte Treffer der Regionenligisten noch vor der Halbzeit perfekt. Kurz nach Delbrücks Tor zum 3:0 für Feuerbach wurde die Mittelfeldspielerin ausgewechselt, um mit Wedis Ziegler frische Kräfte für die zweite Hälfte zu bringen.

Nach 45 anstrengenden, physischen und torreichen Minuten, pfiff Stephany zur Halbzeit. Das 3:0 für die Spvgg war mehr als hochverdient, nur aufgrund der dürftigen Chancenverwertung und den starken Paraden der Heumadener Schlussfrau Nagel stand es nicht höher. Die Heumaderinnen, ohne Torschuss in der ersten Halbzeit, trafen auf durchweg dominierende Feuerbacherinnen mit dutzenden Torschüssen. Der Klassenunterschied zeigte sich genau wie im Vorjahr, allerdings stand es im vergangenen Finale zur Halbzeit "nur" 2:0 für die Spvgg. Unter der Ansprache von Samira Seeger und Metehan Kablan hoffte man auf eine Veränderung der Heumadenerinnen in der darauffolgenden Halbzeit.

15 Minuten später zum Anpfiff der zweiten Halbzeit kam die gewünschte Veränderung, und wie! Die sonst eher im Angriff zögerlich agierenden Heumaden-/Sillenbucherinnen waren auf einmal vertreten in der Feuerbacher Hälfte. Schnell war man dem Strafraum der Spvgg näher als in den ersten 45 Minuten. In der 49. Minute konnte der erste Torschuss der Halbzeit verzeichnet werden. Dieser gebührte tatsächlich der SGM. Auf dem rechten Flügel am Strafraum der Feuerbacher misslang eine Flanke, die dafür aber direkt auf das Tor der Spvgg Schlussfrau Jule Weiß kam. Die Schlussfrau konnte den dann doch ungefährlichen Ball sicher fangen. Für die Heumadener bedeutete das aber der erste Ansatz und der damit verbundene erste Torschuss.

Auch in den folgenden Minuten entwickelte sich das Spiel immer positiver weiter für die SGM. Die Pässe wurden präziser, neue Aktionen ausprobiert und immer öfter wurde sich an den Strafraum der Spvgg getraut. Die Feuerbacher, sichtlich überfordert, wurden von der neuen Spielidee der Heumadener überrumpelt. Im immer voller werdenden Strafraum kam es dann so wie es kommen musste: Clara Grabfelder kam an den Ball, zog einfach mal ab und der Ball kullerte vorbei an Weiß ins Tor der Feuerbacherinnen. Auf einmal war Heumaden da. Nach der ersten Hälfte für unmöglich gehalten, zeigte sich die Zweitvertretung von einer komplett neuen Seite und setzte den Regionenligisten stark unter Druck.

Die Heumadenerinnen probierten auch zunehmend mehr lange Bälle, die oft einen Tick zu lang gespielt wurden. Drei Minuten nach dem 1:3 kam so ein langer Ball auf die Heumadener Stürmerin, die Glück hatte dass sich Jule Weiß beim Rauskommen verschätzte und der Heumadenerin eine reale Torchance gab. Die Stürmerin legte sich den Ball jedoch zu weit nach links außen und konnte das freie Tor aus dem spitzen Winkel nur knapp verfehlen.

Nach den zwei Schockern und dem beinahe Anschlusstor der SGM zum 2:3 merkte man den Feuerbachern an, das der Gegner nun ernster genommen wurde. Der anfängliche Druck der Frauen der SGM ließ langsam nach, wodurch sich das Spiel nun langsamer gestaltete. Ein Freistoß der Heumadenerinnen endete in einer Kontersituation der Spvgg, die diesen jedoch auch nicht ausspielen konnten. Nach fast 20 Minuten in der neuen Hälfte kam der Regionenligist auch wieder in die Offensive zurück, die Torabschlüsse landeten aber sehr oft im Aus oder in den Händen der überragend-spielenden Torhüterin.

Von Heumaden kam nach dem anfänglichen Druck sehr wenig, allerdings war das Spiel nun sehr zweiseitig im Vergleich zur sehr einseitigen ersten Hälfte. Ein direkter Freistoß der SGM aus lukrativer Position flog dann doch deutlich am Tor vorbei. Auf der anderen Seite sorgte Schlussfrau Nagel mit mehreren starken Aktionen dafür, dass die Feuerbacherinnen bei Torabschlüssen verzweifelten.

Nun bereits schon in der Schlussphase des Spiels kam von Heumaden nur noch sehr wenig. Heumaden agierte besser als in der ersten Halbzeit, an die starken ersten Minuten in der zweiten Hälfte konnten sie jedoch nicht mehr anknüpfen. Erst in den letzten Minuten war wieder mehr Feuer im Spiel der Heumadener, allerdings kamen alle Bemühungen zu spät.

Die Spvgg Feuerbach konnte das Spiel sicher über die Zeit bringen und krönt sich damit mit einem dann doch verdienten 3:1 zum fünften Mal als Pokalsieger - in Folge. Für den Bezirksliga-Absteiger aus Heumaden/Sillenbuch endet damit eine Saison.

Aufrufe: 09.6.2024, 20:03 Uhr
PaBAutor