„Mit dem Verein verbunden“: Der kroatische Mittelfeldspieler Ivan Stojanovic (links, gegen Maulburgs Christian Heiner) läuft bereits seit dem Wiederbeginn  in der C-Klasse für die Spvgg. auf. | Foto: Matthias Konzok
„Mit dem Verein verbunden“: Der kroatische Mittelfeldspieler Ivan Stojanovic (links, gegen Maulburgs Christian Heiner) läuft bereits seit dem Wiederbeginn in der C-Klasse für die Spvgg. auf. | Foto: Matthias Konzok

Für die Spvgg. Bamlach/Rheinweiler geht es kontinuierlich nach oben

Seit dem Comeback 2017 hat sich der Kreisligist stetig verbessert

Seit vier Jahren geht es für die Spvgg. Bamlach/Rheinweiler sukzessive nach oben. Das Comeback entstand aus einer Bierlaune heraus. Inzwischen vereint das Fußballteam viele Nationalitäten.

Seit Sommer 2017 wird bei der Spvgg. Bamlach/Rheinweiler wieder Männerfußball gespielt. Nach einem gescheiterten Versuch, mit dem VfR Bad Bellingen langfristig eine Spielgemeinschaft gründen zu wollen, führte der Weg des Clubs zuletzt wieder stetig nach oben. "Beide Vereine waren damals zu klein und hatten nicht genug Leute", erinnert sich Patric Dosenbach, der organisatorische Vorstand in Bamlach/Rheinweiler.

Nachdem die Schwarz-Weißen in der Saison 2012/2013 erstmals kein Reserveteam zum Spielbetrieb hatten melden können, häufte sich der Spielermangel auch zunehmend in der ersten Mannschaft. "Deshalb gab es ab Juli 2013 die SG, aber nach zwei Jahren hatte der VfR kein Interesse mehr an der Zusammenarbeit." Im Anschluss an diese Entscheidung verschwand die Spielvereinigung "für zwei oder drei Jahre" von der Bildfläche des Seniorenfußballs, um "sich aus einer Bierlaune heraus" wieder zurückzumelden, so Dosenbach. Seitdem verzeichnet man jede Saison eine Weiterentwicklung, die den Club mittlerweile in die Kreisliga B geführt hat. Dort rangierte die Mannschaft von Spielertrainer Gabriel Iordan zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung auf dem zweiten Tabellenplatz.

"Mit dem Aufstieg in die Kreisliga B waren wir überglücklich. Dass wir den guten Saisonstart nicht fortsetzen konnten, ist schade, aber kein Beinbruch", sagt Dosenbach, der mit der Spielvereinigung zwei ehrgeizige Ziele verfolgt: "Mein Wunsch ist, dass wir den Jugend- und Aktivspielern immer ein gutes Vereinsleben bieten können - klar macht die Kreisliga A das Ganze auch nochmal attraktiver, aber es gibt diesbezüglich keine Forderungen."

Viele Spieler haben im Ort Arbeit und Wohnung gefunden

Besonders stolz ist Dosenbach, der in der Region mehrere Metzgereien betreibt, auf das Zusammenleben im Club. Mit der Verpflichtung von Trainer Iordan seien viele rumänische Spieler ihrem Übungsleiter zu den Schwarz-Weißen gefolgt, deren Team bis dato zu großen Teilen aus der Altherrenmannschaft bestand. "Viele von ihnen haben dadurch hier im Ort eine Arbeit oder eine Wohnung gefunden. Insgesamt haben wir extrem viele Nationalitäten im Team", erzählt der 37-Jährige. Über die Jahre hinweg habe sich die Mannschaft immer mehr gefunden. "Das ist schön zu beobachten", findet Dosenbach. Iordan habe einen großen Anteil an der Entwicklung, weshalb der Vorstand auch froh darüber ist, "dass Gabriel verlängert hat und in seine vierte Saison hier gehen wird".

Bedenken, dass es mit der Integration einer Vielzahl an Spielern mit Migrationshintergrund schwierig werden könnte, hätte es anfangs sicherlich auch gegeben, aber der Verein habe die damit einhergehende Chance erkannt. "Die Jungs sind mittlerweile mit dem Verein verbunden. Manchmal ist die Emotionalität Einzelner schwierig, aber das hat nichts mit der Nationalität zu tun", sagt Patric Dosenbach, der auf "vereinzelte dumme Sprüche von außen" nichts gibt. "Wir wollen Spaß zusammen haben und erfolgreichen Fußball spielen - das gelingt uns momentan ganz gut."

Das infrastrukturelle Fundament für sportlichen Erfolg hat der Verein in den vergangenen Jahren bereits gelegt. Mit neuen Umkleidecontainern, ausgetauschten Ballfangnetzen und einer neuen Bewässerungsanlage für den Rasenplatz haben die Verantwortlichen die Grundlage für gute Bedingungen geschaffen. Zudem wurde eine kleine Trainingsfläche angelegt, die den Trainern mehr Möglichkeiten bieten soll. "Wir machen immer was, aber nur so viel wie für einen kleinen Verein wie unseren zu stemmen ist", sagt der 37-jährige Vorstand.

Spielertrainer Gabriel Iordan  | Foto: FuPa
Spielertrainer Gabriel Iordan | Foto: FuPa

Aufrufe: 11.5.2021, 09:17 Uhr
Mario Schmidt (BZ)Autor

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