2025-12-17T10:26:01.779Z

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Beim SC Preußen Münster trug Thomas Kok (rechts) auch die Kapitänsbinde.
Beim SC Preußen Münster trug Thomas Kok (rechts) auch die Kapitänsbinde. – Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Sportfreunde Lotte: "Königstransfer" aus der 2. Bundesliga

Regionalligist Sportfreunde Lotte vermeldet kurz vor Ende der Wintertransferperiode noch einen echten Kracher.

Innenverteidiger Thomas Kok ist der vierte Winterneuzugang. Der 26-jährige Niederländer stand seit Januar 2022 beim SC Preußen Münster unter Vertrag und war aktiv am sensationellen Durchmarsch der „Adlerträger“ ins Bundesliga-Unterhaus beteiligt.

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Grandioser Doppel-Aufstieg mit den Preußen

Kok wurde im niederländischen Tilburg geboren und genoss beim dortigen Traditionsklub Willem II, wie u.a. auch in Antwerpen (Belgien) seine fußballerische Ausbildung. Zwar gehörte Kok häufig zum Eredivisie-Kader seiner Heimatstadt, bestritt jedoch erst für den FC Dordrecht (2. Niederländische Liga) erste Pflichtspieleinsätze im Herrenbereich. Über die Station FK Jerv (Norwegen) landete der 1,80 m große Innenverteidiger schließlich Anfang 2022 beim SC Preußen Münster.

Unter SCP-Coach Sascha Hildmann entwickelte sich der Defensivmann zu einem echten Führungsspieler, war zwischenzeitlich sogar Kapitän der Mannschaft und gestaltete den beeindruckenden Durchmarsch aus der Regionalliga West bis in die 2. Bundesliga mit. Ein Auffahrunfall setzte den 26-jährigen allerdings Ende 2023 außer Gefecht. Im Bundesliga-Unterhaus spielte Kok bis dato keine Rolle, der sich nun also für die Sportfreunde entschieden hat.

„Wir freuen uns, dass wir mit Thomas einen erfahrenen Innenverteidiger dazubekommen“, weiß SFL-Trainer Fabian Lübbers um die enormen Qualitäten des Winterneuzugangs: „Er kennt die Regionalliga West, aber auch die 3. Liga und soll speziell unserer Defensive weitere Stabilität geben und mit seiner Erfahrung voran gehen.“

„Können eigentlich nur nach oben schauen“

Für den Neuling selber sind die Sportfreunde zuvor natürlich keineswegs unbekannt gewesen: „Lotte kenne ich selbstverständlich noch ganz gut aus damaligen Regionalliga-Zeiten mit den Preußen“, erklärt Kok und freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich habe die erfolgreiche Hinrunde des Vereins verfolgt. Als Tabellendritter in einer starken Liga können wir eigentlich nur noch nach oben schauen!“

Insgesamt absolvierte Kok 14 Drittliga-Duelle und war 44-mal in der Regionalliga West am Ball. Hinzu kommen 74 weitere Spiele in den Niederlanden sowie 30 Einsätze in Norwegen (jeweils 2. Liga).

"Geile Zeit in Münster"

Erst gestern war sein Abgang in Münster bekanntgegeben worden. „Als ich vor drei Jahren hierhergekommen bin, konnte ich noch kein Deutsch. Ich habe die Sprache, aber vor allem die Stadt, den Verein und die Fans kennen- und lieben gelernt. Das war mir eine große Freude und ich will mich für die geile Zeit bedanken. Mit den beiden Aufstiegen war es auch sehr erfolgreich und es gab viele Erlebnisse, die ich nie vergessen werde, wie z. B. das Auswärtsspiel in Wattenscheid“, blickt Kok auf seine Zeit zurück und betont: „Von Herzen vielen Dank für die Unterstützung, die ich hier erfahren habe. Es war mir eine Ehre hier zu spielen – und ich habe das deutsche Sprichwort gelernt: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Bis dahin."

Ole Kittner, Münsters Geschäftsführer Sport, sagte: „Thomas hat als Fußballer, aber vor allem auch als Mensch seine Spuren beim SC Preußen hinterlassen und wird als Doppel-Aufsteiger immer herzlich willkommen sein bei uns. Dass wir jetzt gemeinsam eine für beide Seiten gute Lösung gefunden haben, freut mich, denn wir haben zu jeder Zeit einen offenen und ehrlichen Austausch mit Thomas gepflegt und er hat sich zu jeder Sekunde, ob auf dem Platz oder daneben, absolut professionell verhalten. Für seine Zukunft wünschen wir ihm nur das Beste.“

Aufrufe: 028.1.2025, 15:30 Uhr
redAutor