
War’s das vorgezogene Meisterstück der Sportfreunde Düren in der Fußball-Landesliga? Den 5:0-Derbysieg bei Germania Lich-Steinstraß garnierte der vorläufige Tabellenführer – Spitzenreiter Verlautenheide spielt erst Sonntag – mit teils sehr sehenswerten Toren. Unter den 350 Zuschauern am Licher Süßkindweg war der Gästeanhang jedenfalls hin und weg.
Das lag auch an der ausgebufften Spielweise der Sportfreunde. Bei idealen 22 Grad Abendtemperaturen dauerte es nur ganze sechs Minuten, da hatte der Dürener Mustapha Chahrour den ersten Höhepunkt gesetzt. Sein Freistoß traf den rechten Innenpfosten und sprang von dort ins Netz. „Schade, eigentlich kamen wir ganz gut in die Partie hinein“, war Germania-Trainer Michael Hermanns betrübt, dass seine Mannschaft so früh in Rückstand geriet. Zwei gute Möglichkeiten im ersten Abschnitt durch Moritz Kappelt und Marvin Büttner ließen die Gastgeber aus. „Zwischenzeitlich hätten wir den Ausgleich machen können“, bemerkte Hermanns.
Aber in den Minuten 38 und 42 schlug Düren erneut zu. Das 2:0 (38.) durch Niclas Mandelartz beendete einen schnellen Spielzug der Sportfreunde, und auch bei Marc Wollersheims 3:0 (42.) sprang Gästetrainer Marcel Demircan wie elektrisiert von seinem Platz. Erneut gingen die Gäste wie aus dem Fußball-Lehrbuch vor. Das galt übrigens auch teilweise für die Abwehr, in der Dürens Jay-Katumbay Mbayabu auf der rechten Seite eine sehr ansprechende Partie ablieferte.
Mit dem 3:0 in der Tasche ließen es die Gäste im zweiten Abschnitt merklich ruhiger angehen. Derweil die Germanen auch weiterhin nicht aufgaben. Auch nicht nach dem 0:4 (60.), bei dem Marcel Reisgies wohl „Basler-Gefühle“ hatte und das Leder aus 35 Metern per Freistoß halbhoch ins Netz jagte. Den Schlusspunkt für die Sportfreunde setzte der eingewechselte Cayan Baysan (88.) mit einem Heber aus zwölf Metern ins Licher Tor.
„Hut ab vor meiner Mannschaft“, schwärmte Dürens Trainer Marcel Demircan. Er ergänzte: „Alle unsere Tore wurden phantastisch herausgespielt. Ich denke, dieses Spiel hätte auch 5:2 ausgehen können“, meinte Demircan. Daran hatte aber auch sein Keeper Philipp Müller großen Anteil, der zwei gute Chancen in der Schlussphase vereitelte und die Null festhielt. Was den Gasttrainer besonders freute: „Wir hatten es bisher immer sehr schwer hier. Schön, dass meine Mannschaft diesmal das Derby klar entschieden hat“. Sein Kollege „Micha“ Hermanns meinte abschließend: „Diese Niederlage muss man hier und heute einfach so akzeptieren“.
Mit 58 Punkten übernahmen die Sportfreunde vor den Sonntagsspielen vorübergehend die Tabellenführung, Verlautenheide (57) kann am Sonntag wieder vorbeiziehen.
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