Die Sportfreunde Düren stehen nach der Hinrunde auf Platz vier der Landesliga Mittelrhein Staffel 2. Der Aufstieg ist kein erklärtes Ziel, doch der Verein will am Ende der Saison selbst entscheiden können, in welcher Liga er spielt. Vor dem Rückrundenstart zieht Trainer Marcel Demircan ein positives Fazit – und sieht klare Fortschritte, sowohl spielerisch als auch mannschaftsintern.
Teamgeist und Reife als Schlüssel
Nach einer intensiven Vorbereitung blickt Demircan zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben. Besonders das Trainingslager in Belek habe dem Team gutgetan: „Der Zusammenhalt ist noch größer als in der Hinrunde. Einige Barrieren wurden gelockert.“ Auch auf dem Platz zeigt sich eine Entwicklung: „Die Jungs gehen bewusster an Übungen und Vorgaben heran, das merkt man deutlich.“
Dennoch lief nicht alles wie geplant. Witterungsbedingt musste ein Testspiel ausfallen, auch das geplante Duell mit Mittelrheinligist Teutonia Weiden fiel ins Wasser. „Das ist besonders schade für die Spieler, die jede Einsatzminute brauchen, um sich zu zeigen“, erklärt Demircan. Um die Belastung gleichmäßig zu verteilen, setzte er in den verbliebenen vier Testspielen auf Rotation – auch wenn dies dem Spielfluss nicht immer guttat.
Aufstieg? „Wir sprechen offen darüber“
Obwohl Düren nur sieben Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Verlautenheide liegt, bleibt der Trainer vorsichtig: „Unsere Ziele haben sich nicht geändert. Wir diskutieren intern, ob der Verein für die Mittelrheinliga bereit wäre.“ Der Klub sei in den vergangenen Jahren sportlich schnell gewachsen und sich der Herausforderungen eines Aufstiegs bewusst. Demircan betont: „Unser Ziel ist es, am Ende der Saison selbst bestimmen zu können, in welcher Liga wir spielen.“
Arnoldsweiler als erste große Prüfung
Zum Rückrundenstart wartet mit Viktoria Arnoldsweiler direkt ein richtungsweisendes Duell. Das Hinspiel sorgte für Diskussionen. Ein laufendes Verfahren vor dem Sportgericht könnte zusätzliche Brisanz ins Rückspiel bringen. „Arnoldsweiler war für mich der stärkste Gegner in der Hinrunde. Wir wissen, dass es physisch wieder ein harter Kampf wird.“ Die ersten 20 Minuten könnten laut Demircan bereits zeigen, ob die harte Arbeit in der Winterpause ausgereicht hat.
Die größte Herausforderung sieht der Trainer jedoch in der Konstanz: „Es reicht nicht, in drei oder vier Spielen auf Mittelrheinliga-Niveau zu spielen, wenn wir in anderen Partien nicht einmal die Basics abrufen.“ In der Hinrunde ließ sein Team gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Erftstadt, Steinstraß oder Brand Punkte liegen – diese Schwankungen gilt es in der Rückrunde abzustellen.
Leistungssteigerungen und Erwartungen
Auch wenn Demircan ungern einzelne Spieler hervorhebt, fallen ihm in der Vorbereitung doch einige positive Entwicklungen auf. Besonders Jehia Makki, der nach einem Kreuzbandriss lange fehlte, überzeugte in den Testspielen. Zudem lobt der Coach die Leistungen von Selim Düskün, Marcel Reisgies und Hagen Blohm.
Doch am Ende zählt mehr als individuelle Fortschritte. „Erfolgreich ist die Saison, wenn sich die Jungs am Ende mit uns an den Tisch setzen und sagen: ‚Ich will bleiben.‘“ Denn neben sportlichem Erfolg geht es für Demircan vor allem darum, dass Team und Trainerstab Spaß an ihrer Arbeit haben. „Fußball ist ein ehrgeiziges Geschäft – aber wenn die Stimmung stimmt, kommt der Erfolg oft von selbst.“
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Sportfreunde Düren die nötige Konstanz finden – und ob sie am Ende wirklich selbst über ihre Zukunft entscheiden können.