Birkelbachs Trainer Björn Breuer hält sich in der Regel im Vorfeld der Partien eher bedeckt. Das kann man vor der Begegnung gegen Arpe-Wormbach aber sicherlich nicht gerade behaupten. Foto: sta
Birkelbachs Trainer Björn Breuer hält sich in der Regel im Vorfeld der Partien eher bedeckt. Das kann man vor der Begegnung gegen Arpe-Wormbach aber sicherlich nicht gerade behaupten. Foto: sta

"Werden sicherlich nicht zu attraktivem Spiel beitragen"

Sportfreunde Birkelbach reist mit enormer Wut im Bauch zum FC Arpe-Wormbach

FC Arpe/Wormbach - Sportfreunde Birkelbach (So 15:00)
Es gibt Vereine, die gut miteinander auskommen. Und es gibt Vereine, die eben nicht miteinander können. Wenn am Sonntagauf dem Rasenplatz in Wormbach der FC Arpe-Wormbach (3. Platz/19 Punkte) und die Sportfr. Birkelbach (6./15) die Klingen kreuzen, ist letzteres der Fall. Es dürfte mächtig zur Sache gehen bei der Vorgeschichte der beiden Vereine.

„Dort ist es immer sehr schwer. Das Publikum ist verbal aggressiv, der Platz ist schlecht. Zudem ist die Mannschaft konsequent, robust und schnörkellos“, beschreibt Sportfreunde-Coach Björn Breuer das, was auf seinen Tross am Wochenende zukommt. In der Voraison musste Kai Jimenez Härtel (ehemals Dohle), der inzwischen beim SV Schameder als Spielertrainer tätig ist, nach einem Ellbogenschlag mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. „Lediglich ein Betreuer hat sich beim Aufräumen entschuldigt“, erinnert sich Breuer.

Da die Gastgeber trotz widriger Wetterbedingungen die Partie drei Tage vor der Ansetzung noch schnell auf den Naturrasen verlegten, der laut Breuer eher eine Weide, statt eines Fußballfeldes glich, war die Stimmung aus Birkelbacher Sicht von Anfang schon nicht die Beste und hellte sich durch die weiteren Umstände und die 1:2-Niederlage auch nicht gerade auf. Geschichte wiederholt sich bekanntlich; so auch dieses mal. Denn eigentlich war die Begegnung des achten Spieltags auf dem Kunstrasen in Arpe geplant, die Heimelf bat um Vorverlegung auf Samstag wegen der Festivitäten zum 25-jährigen Bestehen des Vereins und bekräftigte, auch dann in Arpe spielen zu wollen.

Doch einigen Spielern der Birkelbacher sagte der Termin nicht zu, sodass die Sportfreunde der Bitte nicht entsprachen. „Umgehend wurde der Austragungsort abermals geändert, wir spielen wieder in Wormbach“, konstatiert Breuer sauer, weil er aufgrund der Regenfälle der letzten Tage natürlich weiß, dass der Naturrasen abermals wohl eher für Kühe zum Grasen, denn für Fußball geeignet ist. „Scheinbar hat man wenig Selbstvertrauen und Interesse gegen uns auf einem bezirksliga-tauglichen Platz zu spielen.“

Derart deutliche Worte hört man vom Linienchef der Sportfreunde sonst vor einer Partie nie. Es stecken wohl schon vorab jede Menge Emotionen drin, die der Coach mit Sicherheit auf seine Mannschaft übertragen wird, sofern diese überhaupt noch der Motivation benötigt. „Wir haben gegen sie aufgrund der beiden Niederlagen im vergangenen Jahr etwas gutzumachen. Aufgrund der Gegebenheiten ist es für mich das schwerste Auswärtsspiel der Saison“, findet Mittelfeldspieler Sebastian Wanke, der nicht zuletzt wegen des 3:3 in der Vorwoche gegen Spitzenreiter TuS Langenholthausen glaubt, dass die Sportfreunde im oberen Drittel mitmischen können, aber einschränkt: „Für ganz oben fehlt uns die Breite im Kader.“ Ganz oben in der Tabelle stand bis zum 1:3 in Meschede der FC Arpe-Wormbach, der beim Landesliga-Absteiger seine erste Niederlage kassierte.

Freilich hat das Team von Dieter Hesse bisher auch noch gegen kein Team aus der Bezirksliga-Spitze gespielt. „Punktemäßig läuft es allemal. Von den Leistungen her ist noch Luft nach oben. Jedes Spiel in dieser Liga ist schwer, Birkelbach ist sehr kampfstark. Wir hätten gerne am Samstag gespielt, Birkelbach konnte aber nicht, jetzt gehen wir halt nach Wormbach“, erklärt der Coach, der erst seit dieser Saison den Klub aus Schmallenberg trainiert und laut eigener Aussage die Probleme gerne aus der Welt geschafft hätte. „Wir sind dementsprechend motiviert“, konstatiert Hesse, der zu den eigenen Zielen meint: „Am Ende wollen wir unter den Top 5 landen.“ Sein Pendant Björn Breuer antwortet auf die Frage, ob Arpe-Wormbach eine Spitzenmannschaft sei, trocken: „Ich sehe sie nicht dauerhaft unter den ersten Drei“.

Beste Freunde werden sie wohl nicht mehr.

Während bei den Sportfreunden Daniel Spies fehlt, stoßen Sebastian Schmidt und Fabian Treude wieder zum Kader.

Abschließend gibt Breuer indes eine Kampfansage von sich, die es in sich hat: „Wir werden diesmal sicherlich nicht zu einem attraktiven Spiel beitragen - was mir aber vollkommen egal ist! Wenn die Arper so ein Match wollen, dann sollen sie es kriegen!“


Schiedsrichter: Christian Kissmer

Aufrufe: 06.10.2017, 16:30 Uhr
Stefan StarkAutor