2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
– Foto: Alex Kölmel

Spitzenspiel in Bretten

Prüfer-Elf empfängt den Tabellenführer +++ Derby in Oberhausen +++ Weiher muss nach Bruchsal +++ Stettfeld empfängt Odenheim bereits am Samstag

Nach Abschluss der englischen Woche sind die Rollen in Sachen Aufstiegs- und Abstiegsrennen zunächst verteilt. Ganz oben haben die beiden Top-Teams aber schwere Auswärtsfahrten vor sich, während sich Oberhausen (gegen Philippsburg) und Rinklingen (in Ubstadt) Hoffnung auf Punkte machen, um den Abstand auf das rettende Ufer nicht noch größer werden zu lassen.

Vier Punkte waren das Ziel, das Christian Walter vor der englischen Woche ausgegeben hat. Dass es nur drei Punkte wurden, störte den Trainer nur bedingt: „Vier Punkte hatten wir uns erhofft, drei wurden es am Ende. Damit können wir Leben. Gegen Philippsburg boten wir gerade in der Ersten Halbzeit eine richtig gute Leistung, nicht unbedingt spielerisch, aber die Grundtugenden waren deutlich zu erkennen. Mit dem Halbzeitpfiff konnten wir auch nicht unverdient in Führung gehen. Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit haben wir dann komplett verschlafen und Philippsburg konnte innerhalb von drei Minuten das Spiel drehen. Danach verloren wir komplett den Faden und Philippsburg konnte das Ergebnis verdientermaßen noch deutlich nach oben schrauben. Gegen Rinklingen hatte es dann auch der letzte in Kabine verstanden, worum es geht. Auf meiner Meinung nach grenzwertigen Platzverhältnissen waren wir über die gesamte Spieldauer die spielbestimmende Mannschaft, konnten dies aber nicht in Tore umwandeln. Ein gekonnter Sonntagsschuss in den Winkel und ein direkt verwandelter Freistoß sorgten schlussendlich für den verdienter Sieg.“
Mit dem Schwung des Sieges im Rücken empfängt man nun die Germanen-Zweite aus der Kohlfahrt: „Am kommenden Sonntag kommt der Aufsteiger aus Karlsdorf zu uns. Mit bisher neun Punkten wird man in Karlsdorf sicher zufrieden sein. Unsere Trainingswoche lief aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht optimal, trotzdem wollen wir endlich wieder einen Heimsieg einfahren und punktetechnisch mit dem Gegner gleichziehen.“

Trainerfuchs Tobias Weschenfelder und sein FCK2 überraschen die Liga mit dem dritten Sieg innerhalb der vergangenen vier Spiele. Zuvor musste man sich am Feiertag dem FC Odenheim mit 2:4 geschlagen geben. Entsprechend gut ist die Laune im Lager der Germanen, wie der junge Trainer zu Protokoll gibt: „Im Spiel gegen Odenheim haben wir wie erwartet eine Top-Mannschaft mit klarer Spielidee getroffen. Leider haben wir die erste Halbzeit komplett verpennt und standen total neben uns. In der zweiten Halbzeit wurde es deutlich besser, die breite unseres Kaders hat da auch weitergeholfen. Am Ende steht ein absolut verdienter Sieg des FC Odenheim. Hier kann man nur den Hut ziehen.“ Kritik äußerte Weschenfelder an Teile der mitgereisten Zuschauer des FC Odenheim, die verbale Entgleisungen gegen seine Person, bzw. seine Mannschaft richteten: „Den Hut ziehe ich nicht vor einem Teil der Gästefans, die sich hinter meiner Bank platzierten und mehrfach mit unangemessenen Kommentaren und Beleidigungen gegen mich und die Mannschaft feuerten.“
Weiter geht seine Rückschau mit dem 2:1-Heimsieg gegen den TSV Stettfeld: „Auch hier haben wir eine Top-Mannschaft als Konkurrenten erwartet. Das Spiel bot in der ersten Halbzeit mehrere große Torchancen auf beiden Seiten, welche von keinem genutzt werden konnten. In der zweiten Halbzeit war es ein ähnliches Bild. Trotz sehr vieler Entscheidungen gegen uns haben wir es am Ende geschafft das Spiel für uns zu entscheiden. Ein Unentschieden wäre das faire Ergebnis gewesen, denn das Spiel hätte auch auf die andere Seite kippen können. Am Ende kassieren wir leider noch einen völlig unberechtigten und überzogenen Platzverweis.“
Beim Gastspiel in Kirrlach kann man den positiven Trend weiter bestätigen und weitere wichtige Punkte für das Ziel Klassenerhalt einfahren. Weschenfelder: „Nun haben wir (fast) alle Gegner aus den aktuell höheren Tabellenregionen durch. Nun steht ein tabellarisch interessanter Spieltag an. Wir spielen gegen einen Gegner, welcher bisher weniger Punkte sammeln konnte als wir und sie sind ebenfalls eine Zweitvertretung. Wir wollen am Sonntag nach Kirrlach fahren und einen weiteren Sieg holen. Durch den Platzverweis und Urlauber/Verletzte fehlen wieder einige Spieler. Wir werden diese aber definitiv kompensieren. Ich vertraue der Mannschaft voll und ganz. Am Ende entscheiden individuelle Fehler Spiele. Ich hoffe wir haben davon am Besten keine und eine gute Tagesform.“

PROGNOSE:
Die Zweitvertretungen trennen sich friedlich mit einem torreichen Unentschieden.

Von einem gebrauchten langen Wochenende berichtet Matthias Barth, der mit seinem FC Heidelsheim 2 zuerst klar gegen den SV 62 Bruchsal verloren hatte (4:0), ehe es eine 1:0-Pleite beim FC Odenheim setzte: „Gegen den SV 62 Bruchsal war es von uns ein katastrophales Spiel. Die Bruchsaler waren uns in allen Belangen überlegen und die Niederlage völlig verdient. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Eine Leistungssteigerung gab es dann im Spiel beim FC Odenheim, das wir ausgeglichen gestalten konnten. Wir haben aus einer kompakten Defensive durch spielerische Lösungen versucht uns Chancen zu erarbeiten, Odenheim hat immer wieder Druck über ihre schnelle Außenspieler gemacht, was auch einmal geklappt hat. Ein Steckpass durch die Viererkette und der schnelle, einlaufende Spieler hat ihn gemacht. Ansonsten gab es noch ein paar Chancen auf beiden Seiten, aber keine Tore mehr. In den letzten 15 Minuten haben wir nochmal ordentlich Druck gemacht und noch einige Standards bekommen, allerdings leider kein Tor gemacht. Keine Punkte, aber eine Leistung, auf der man aufbauen kann. Ein Unentschieden wäre durchaus möglich und gerecht gewesen.“ Neben den ergebnistechnischen Tatsachen appelliert der Trainer an den Fair-Play-Charakter – speziell in Spielen ohne Assistenten: „Was ich mir grundsätzlich noch wünsche, wäre etwas mehr Fairplay. Der Schiedsrichter in der A-Klasse steht ohne Linienrichter auf dem Platz und kann nicht alles sehen. Es tut niemandem weh und entscheidet wahrscheinlich auch nur selten ein Spiel, wenn man einen Einwurf oder Eckball/Abstoß korrigiert. Unsere Spieler sind dazu angehalten, leider ist das häufig nur einseitig, wie auch in diesem Spiel.“
Mit diesen beiden Niederlagen hat man den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nun endgültig verloren und muss jetzt eher Richtung Abstiegszone schauen. Die Antwort auf diese ungewohnte Situation liegt auf dem Rasen, weshalb Barth keine Worte zum Spiel gegen den SV Zeutern verliert, sondern eine Reaktion seiner Mannschaft im eigenen Stadion sehen möchte.

Das Spiel gegen Bretten haben wir auch in der Höhe verdient verloren“, so Kai Ledermann in der Rückschau zum verlorenen Spitzenspiel gegen den Aufsteiger aus der Melanchthonstadt. „Wir sind zu keiner Zeit ins Spiel gekommen und Bretten hat das auch richtig gut gemacht. Wir mussten viele Ausfälle verkraften, aber an diesem Tag war einfach nichts drin. Glückwunsch an eine junge spielerisch tolle Mannschaft aus Bretten.“ Besser lief es für den SV Zeutern dann am Sonntag – doch leider nur aus Sicht des erzielten Ergebnisses. Ledermann geht auf die Ereignisse ein, beklagt eine schwere Verletzung und rechnet mit dem Unparteiischen ab: „Das Heimspiel gegen Bruchsal haben wir verdient 2:1 gewonnen. Zur Halbzeit haben wir 1:0 geführt und alles war ok, außer dass der Schiedsrichter in dieser Phase auch schon die ruppige Spielweise der Gäste hätte unterbinden müssen. Karten hatte er ja dabei. Diese habe ich ihm vor dem Spiel gebastelt, da er seine vergessen hatte. Schiedsrichter sollten/müssen auch Spieler schützen. Was aber in der zweiten Hälfte passiert ist, habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht gesehen. Ein klares Foul im Mittelkreis wurde nicht geahndet, ein Pass auf einen Spieler aus Bruchsal, welcher gefühlte zehn Meter im Abseits stand, wurde ignoriert. Daraus resultierte der Anschlusstreffer. Der Höhepunkt war ein brutales Foul an der Seitenlinie, bei dem unserem Spieler Kai Michenfelder der Fuß gebrochen wurde. Dies fand außer einem Pfiff wenig Beachtung. Der Schiedsrichter fragte nicht mal nach dem Spiel, wie es unserem Spieler geht und wahrscheinlich hat er auch keinen Sonderbericht (Meldung) gefertigt, wozu er eigentlich verpflichtet ist.“ In der weiteren Analyse der Ereignisse holt er zu einem Rundumschlag aus und spricht dabei vermutlich dem einen oder anderen Trainerkollegen aus der Seele: „Immer sind wir Trainer die Dummen und sollen auf der Bank Platz nehmen und uns ja ruhig verhalten. Ich bin auch ein emotionaler Trainer, aber wenn ich dann so etwas höre wie „Dann pfeif‘ doch du mal ein Spiel“, dann muss ich sagen „Setzt du dich mal auf die Bank und werde so ungerecht behandelt.“ Ich bin richtig sauer und ich werde immer meine Spieler schützen und gerade für Kai tut es mir unglaublich leid. Ich schere nicht alle Unparteiischen über einen Kamm, wir haben tolle Schiedsrichter, das möchte ich trotzdem klar zum Ausdruck bringen. Der vom Sonntag gehört leider nicht dazu. Ilker hat sich nach dem Spiel bei mir entschuldigt - eine feine Geste.“
Bevor es zur Vorschau des 8. Spieltags kommt, möchte auch FuPa die Gelegenheit nutzen und Kai Michenfelder beste Genesungswünsche übermitteln. Kopf hoch, Kai! Nachdem sich der Puls wieder etwas normalisiert hat geht der Übungsleiter auf die kommende Aufgabe im Kraichgau-Stadion des FC Heidelsheim ein: „Jetzt spielen wir gegen Heidelsheim 2. Eine Mannschaft, die besser ist, als es ihr aktueller Tabellenstand aussagt. Sie haben/hatten extreme Personalprobleme und haben oft nur knapp den Kürzeren gezogen. Das Training diese Woche war natürlich ob der schweren Verletzung getrübt. Wir werden einige Ausfälle haben und werden in Heidelsheim alles geben müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

PROGNOSE:
Heidelsheim 2 wird einen Befreiungsschlag landen und die volle Punktzahl einfahren.

Von neun möglichen Punkten konnte der FV Ubstadt nach Abschluss der englischen Woche keinen einzigen Punktgewinn einfahren und auch keinen Torerfolg feiern. Dass man mit Weiher und Rheinhausen richtige Brocken vor der Brust hatte, relativiert die Angelegenheit etwas – viel mehr schmerzt die Mannschaft um Coach Nicolas Wanitzek vermutlich die Niederlage im direkten Duell gegen den SV Philippsburg: „Das Spiel gegen Rheinhausen haben wir verdient verloren. Sie sind stark ins Spiel gestartet und haben von Anfang an ihre Qualität gezeigt, was wir einfach anerkennen müssen. Man sieht deutlich, dass sie eine eingespielte und leistungsfähige Mannschaft haben, die uns an diesem Tag absolut überlegen war. So eine Niederlage tut natürlich weh, aber wir müssen daraus lernen und weiter an uns arbeiten. Das Spiel gegen Philippsburg war auf beiden Seiten wenig ansehnlich. Schon früh haben wir durch einen unnötigen Ballverlust das 1:0 kassiert, was uns natürlich sofort unter Druck gesetzt hat. Leider lebte das Spiel von vielen individuellen Fehlern – sowohl bei uns als auch bei Philippsburg. Auch wir hatten die ein oder andere Chance, darunter ein Lattenschuss, aber letztlich fehlte uns die Konsequenz, um den Ausgleich zu erzielen. Es war ein Spiel ohne viele Torchancen, und am Ende muss man sagen, dass Philippsburg die effizientere Mannschaft war und deshalb verdient gewonnen hat." Neben der Ergebnismisere hat der junge Trainer aktuell auch mit einem immer größer werdenden Lazarett zu kämpfen, das dem FV Ubstadt mächtig zusetzt: „Wir haben derzeit mit enormen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Die Liste der verletzten Spieler ist mittlerweile fast zweistellig, was unsere Möglichkeiten natürlich stark einschränkt. Besonders bitter ist der Ausfall von Pascal Hemberger, der sich am vergangenen Wochenende gegen Philippsburg die Hand gebrochen hat. Wenn man in einer solchen Situation ist, wo fast wöchentlich neue Rückschläge hinzukommen, dann fühlt es sich manchmal an, als ob man das Pech gepachtet hat. Aber wir dürfen uns davon nicht unterkriegen lassen."
Für das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Rinklingen scheint es etwas Licht am Horizont zu geben, weshalb Wanitzek weiterhin optimistisch bleibt und im gleichen Atemzug seinen gebeutelten Kader für das gezeigte Engagement in den Trainingseinheiten lobt: „Positiv ist, dass am kommenden Wochenende zwei Spieler zurückkehren werden. Das gibt uns Hoffnung, dass wir gegen Rinklingen wieder schlagkräftiger sind. Trotz der schwierigen Situation arbeitet die Mannschaft Woche für Woche hart, und wir sind stolz darauf, wie sie mit der Situation umgehen. Die Rückschläge sind nicht leicht zu verarbeiten, aber wir werden weiter alles geben, um die drei Punkte in Ubstadt zu behalten und endlich wieder auf die Siegerstraße zu kommen.“

Der TSV Rinklingen bleib in der englischen Woche ebenfalls punktlos und musste sich in Stettfeld mit 8:1, sowie zu Hause gegen den FC Kirrlach 2 mit 0:2 geschlagen geben. Das nächste Spiel ist das direkte Duell gegen den FV Ubstadt, durch das man sich im Kampf um den Klassenerhalt wieder zurückmelden kann.

PROGNOSE:
Der FV Ubstadt wird in einem defensiv geprägten Spiel mindestens einen Punkt einfahren.

Der TSV Stettfeld konnte am Tag der Deutschen Einheit einen eindrucksvollen 8:1-Heimsieg gegen den TSV Rinklingen feiern, doch nur wenige Tage später zog man beim Aufsteiger Karlsdorf 2 den Kürzeren (1:2). Es bleibt eine bisher eher durchwachsene Saison der Augarten-Elf, die im Heimspiel gegen den FC Odenheim, das bereits am Samstag stattfindet, eine schwere Aufgabe vor der Brust hat.

Bevor man im Lager des FC Odenheim zum Spiel am kommenden Samstag zu sprechen kommt, zieht Trainer Niklas Zabler zunächst eine Bilanz zu den beiden siegreichen Auftritten gegen die beiden Zweitvertretungen aus Karlsdorf und Heidelsheim: „In den vergangenen beiden Partien zeigte unsere Mannschaft viele Licht-, aber auch einige Schattenmomente. In Karlsdorf spielten wir sehr gute erste 60 Minuten, erspielten uns Chance um Chance und führten verdient mit 4:0. In der Folge nahm die Mannschaft aber zu viel Gas raus und wurde zu passiv, was gegen weiterhin aktive und mutige Karlsdörfer noch verdientermaßen zweimal bestraft wurde. Sonntags war dann die Zweitvertretung des FC Heidelsheim zu Gast in Odenheim. Von Beginn an war die Mannschaft gut drin und kontrollierte die Partie in den ersten 45 Minuten. Ohne sich dabei aber die Vielzahl an Chancen gegen diszipliniert verteidigende Heidelsheimer herauszuspielen, und die wenigen, die sich uns boten, nutzten wir leider nicht oder verhinderte diese die Latte. So war es ein Lichtmoment von Jule Beer und Ferreira da Fonseca, der die Führung herstellte. In Abschnitt Zwei waren die Gäste wesentlich aktiver und wir konnten nicht mehr so die Kontrolle und Ballbesitzphasen generieren. Zudem spielten wir die Kontersituationen schlecht aus. Am Ende war es eine leidenschaftliche Mannschaftsleistung, vor allem in der Defensive, die verhinderte, dass die Heidelsheimer aus der Vielzahl ihrer Standards und dem steigenden Druck noch den Ausgleich erzielen konnten. Mit der Englischen Woche und den neun Punkten sind wir natürlich sehr zufrieden.“
Punktgleich mit den beiden Aufstiegsplätzen steht der FCO auf Rang 3 und möchte zumindest vorübergehend den Platz an der Sonne einnehmen. Hierfür wäre ein Punktgewinn im Augarten nötig: „Bereits am Samstag erwartet uns das erste Derby in dieser Spielzeit. An „unserem“ Jahrmarktspiel sind wir zu Gast beim TSV Stettfeld. Wir sind sehr gewarnt vor der Aufgabe im Augarten. Der TSV ist für uns eine absolut Topmannschaft in dieser Liga und hat das auch die eine oder andere Mannschaft, welche als Meisterfavoriten gelten, spüren lassen. Wir werden wieder definitiv an unser Leistungsmaximum kommen müssen, um die Punkte mit nach Odenheim nehmen zu können.“

PROGNOSE:
Im Augarten ist der TSV bislang ungeschlagen. Das bleibt auch so, auch wenn der FC Odenheim als leichter Favorit in dieses Spiel geht.

Zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen seiner Truppe sah Ilker Yesilyurt bei den Spielen gegen den FC Heidelsheim 2 (4:0) und den SV Zeutern (1:2): „Es war zwischen den beiden Spielen ein sehr großer Unterschied, wie Tag und Nacht. Das Derby haben wir verdient gewonnen, auch in der Höhe. Wir waren von Beginn an hellwach und sehr bissig in den Zweikämpfen. Nur am Anfang der zweiten Hälfte haben wir die Kontrolle verloren, aber das ist auch völlig normal. Ich war sehr zufrieden mit der Leistung. Das gleiche kann ich leider vom Spiel in Zeutern nicht sagen. Wir sind dort gar nicht angekommen, haben zusätzlich noch zwei Tore durch sehr einfache individuelle Fehler verschenkt. Gegen Ende haben wir noch den Anschlusstreffer erzielt und hatten auch die Chance zum Ausgleich. Es war ein schlechtes Spiel von uns, somit auch verdient verloren. Glückwunsch an Kai Ledermann und seine Mannschaft.“
Am kommenden Sonntag gastiert der Ligazweite in der Südstadt Bruchsals und verstecken braucht sich die Yesilyurt-Elf nach der perfekten Ausbeute von neun Punkten aus drei Heimspielen in dieser Spielzeit auf keinen Fall – entsprechend selbstbewusst fällt die Vorschau aus: „Am Sonntag kommt Weiher zu uns, sicherlich eine der stärksten Mannschaften in der Liga. Wir haben nichts zu verlieren und wollen das Spiel zu Hause gewinnen. Die Tagesform und Einstellung werden entscheidend sein.“

Vier Punkte konnte der FC Weiher in den beiden letzten Spielen einfahren, musste hierbei jedoch ungewohnt viele Gegentreffer (4) hinnehmen. Dies kostete Metin Telle und seine Farben die Tabellenführung, was jedoch den Gesamteindruck der bisherigen Saison keinesfalls schmälert. Zum Spiel in Oberhausen, das der FC Weiher mit 3:2 gewinnen konnte, sieht er die Schuld bei einer handelnden Personalie und drückt seinen Unmut über die eine oder andere Entscheidung auch deutlich aus: „Wir haben in Oberhausen gut angefangen, hatte sehr viele Torchancen und konnten nur eine nutzen. Der Gegner war sehr aggressiv und man merkte, dass sie sich mit allen Mitteln wehrten. Das lag auch daran, dass wir bis dahin 15 Mal gefoult wurden und die Schiedsrichterin das leider alles durchgehen gelassen hat. Bei einem üblen Foul an unseren Kapitän Höhe der Mittellinie von vorne und von hinten beschwerte sich unser Kapitän lautstark und bekam die gelbe Karte. Auf die Frage, warum er jetzt Gelb sieht, wurde er dann zu Unrecht vom Platz gestellt. Das hatte natürlich dem Gegner in die Karten gespielt. In der Halbzeit mussten wir umstellen und mussten dennoch kurz nach der Pause den Ausgleich hinnehmen. Wir waren aber dennoch in der Lage das Spiel unter Kontrolle zu behalten und uns Torchancen herauszuspielen. Wir belohnten uns für die gute Arbeit und machten das 2:1 und 3:1. Kurz vor Schluss haben wir noch ein Geschenk verteilt und der Gegner kam zum Anschlusstreffer. Leider hat die Unparteiische viel dazu beigetragen, dass das Spiel unnötig aggressiv und hektisch wurde. Mehr möchte ich zu diesem Spiel nicht sagen.“ Auf Betriebstemperatur angekommen nimmt sich Metin Telle auch die neutralen Betrachter des nächsten Spiels vor, da er wenig Verständnis für die Beurteilung der Leistungen seiner Mannschaft hat, die gegen den Aufsteiger VfB Bretten 2 zu einem 2:2-Unentschieden kam: „Ich habe ja ein paar Berichte gelesen, bei denen ich mir echt an den Kopf fassen muss. Schon beim Zuschauen Fehler zu machen und zu schreiben, dass wir 0:2 zurücklagen oder dass wir einfasslos waren. So, jetzt der Reihe nach. Zwei starke Mannschaften, die Fußball spielen wollen, trafen beim letzten Spiel aufeinander. Deswegen auch von hier nochmal Danke an den Gäste-Trainer. Nach zwei Minuten haben wir eine 1000%ige Torchance, bei der unser Jerre das Ding nicht unterbringen kann. Mo hat eine Riesenchance, bei der er verzieht, obwohl er den normalerweise mit verbundenen Augen reinmacht. Dann hat Chris Anti einen Lattenkracher und wir vergeben einen Elfmeter. Dazu ist es das dritte Spiel in sieben Tagen gewesen. Im letzten Spiel dann trotz 50-minütiger Unterzahl gegen einen ungeschlagenen, starken Gast in einer Halbzeit so viele 100%ige Chancen herauszuarbeiten zeigt, wie stark meine Mannschaft ist. Bretten hat das gut gemacht und das 0:1 in Folge eines Einwurfs erzielt. Nach der Halbzeit sind wir sehr gut reinkommen und waren dran den Ausgleich zu machen, bekommen dann aber eine rote Karte nach 55 Minuten. In Unterzahl machen wir mit einem Foulelfmeter das 1:1. Beim Spielaufbau verlieren wir den Ball und der Gegner macht das 1:2. Wir bleiben weiter dran, sind sehr leidenschaftlich und kommen durch einen Foulelfmeter zum erneuten Ausgleich. Kurz vor Schluss hatten wir sogar ein/zwei Chancen, durch die wir in Führung gehen können, doch Chris Anti wurde geblockt und einmal hat der Torwart den Ball nicht festhalten und wir nicht profitieren können. Ich denke es war ein gerechtes Unentschieden. Wohlgemerkt gegen solch einen starken Gegner in Unterzahl fast 45 Minuten lang nur einen Torschuss zugelassen, mehr nicht. Kompliment an meine Jungs, die das bärenstark gemacht haben.“
Nach der ausführlichen und emotionalen Rückschau folgt zum Abschluss der Berichterstattung noch der Weiherer Ausblick auf das Gastspiel in Bruchsal, der deutlich kürzer ausfällt, ohne dabei aber an Präzision zu verlieren: „Jetzt gehen wir nach Bruchsal. Eine starke Mannschaft, die zu Hause alles gewonnen hat. Das sagt schon alles über den nächsten Gegner. Wir müssen weiter leidenschaftlich und konzentriert bleiben, wenn wir gewinnen möchten.“

PROGNOSE:
Die Südstadt könnte zu einem Stolperstein werden, wenngleich der FC favorisiert ist.

Das Spiel gegen den SV Zeutern ist schnell erzählt. Wir landeten einen nie gefährdeten und hoch verdienten 6:1-Heimsieg gegen einen ersatzgeschwächten Gegner. Wir hatten über die gesamte Spielzeit die Kontrolle, ließen Ball und Gegner laufen, und haben unsere Tore sehr gut herausgespielt. Ärgerlich war nur der Gegentreffer kurz vor Spielende, ansonsten waren wir sehr zufrieden mit unserer Leistung“, so Dominic Prüfer zum Kantersieg gegen den SV. Deutlich ausführlicher wird der Übungsleiter bei der Nachbetrachtung zum Spitzenspiel gegen den FC Weiher, ohne sich dabei jedoch in die Karten schauen zu lassen, welche Vorfälle derart skurril, bzw. fragwürdig waren: „Über das Gastspiel beim Tabellenführer in Weiher gibt es deutlich mehr zu berichten. Wer gedacht hat beim Fußball schon alles erlebt zu haben, wurde an diesem Tag eines Besseren belehrt. Selbst einige Tage danach sind manche Szenen nur schwer zu verdauen und machen uns heute noch sprachlos. Ich versuche meinen Bericht nur auf das Sportliche zu beschränken, alles andere was da passiert ist glaubt dir sowieso kein Mensch, außer man war live dabei. Wie erwartet hat Weiher sehr stark begonnen und war in der Anfangsphase spielbestimmend. Sie agierten mit vielen langen Bällen auf ihre schnellen Spitzen und störten uns früh im Spielaufbau mit einem sehr guten Gegenpressing. Dies führte bei uns zu vielen Ballverlusten in der eigenen Hälfte und eröffnete dem Gegner ein paar gute Torchancen. Langsam kamen wir dann aber besser ins Spiel, gewannen mehr Zweikämpfe und konnten durch eine super Einzelaktion mit 0:1 in Führung gehen. Kurz danach hatten wir Glück bei einem vergebenen Strafstoß, der allerdings sehr zweifelhaft von der Mittellinie gepfiffen wurde. Foul oder kein Foul, innerhalb oder außerhalb, man weiß es nicht. Eine 50:50-Entscheidung die gegen uns ausgelegt wurde, aber zu keinem Gegentreffer führte. Einmal knallte der Ball noch an unseren Querbalken, das sollte dann aber vorerst die letzte Großchance für Weiher gewesen sein. Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang kam der FC wieder richtig gut aus der Kabine und übernahm erneut das Spielgeschehen. Ihre Aufholjagd wurde allerdings schnell durch eine berechtigte Rote nach einem harten Frustfoul unterbrochen. Trotz Überzahl kassieren wir wenig später den zweiten Elfmeter, der leider zum Ausgleich führte. Dieses Mal war der Pfiff absolut berechtigt. Danach ging es nur noch in eine Richtung. Die numerische Überlegenheit war jetzt deutlich sichtbar und wir spielten mutig nach vorne. Wir nutzten einen Abwehrfehler eiskalt aus und konnten erneut die Führung erzielen. Weiher fand nur noch Entlastung durch weit geschlagene Bälle in unsere Hälfte und was einmal daraus folgte, wie kann es auch anders sein, war Elfmeterpfiff Nummer drei. Eine absolut nicht nachvollziehbare Entscheidung, die wieder aus vierzig Meter Entfernung getroffen wurde. Das Geschenk wurde natürlich dankend angenommen und führte wiederum zum Ausgleich. Immerhin hatten wir danach noch zwanzig Minuten Zeit das Spiel für uns zu entscheiden (Die Torfolge und Zeitangaben auf Fussball.de sind falsch, der Live-Ticker ist korrekt). Unsere Angriffsbemühungen wurden bis zum Ende leider nicht belohnt, weil der Gegner mit Mann und Maus verteidigt hat und auch sehenswert die Zeit von der Uhr geholt hat. Aber keinen Vorwurf, das würde wohl jede Mannschaft so machen. Aus meiner Sicht haben sich alle Spieler sehr fair auf dem Platz verhalten, auch wenn es einige harte Zweikämpfe gab und sehr viele Unruhen. Naja, vor dem Spiel hätten wir wahrscheinlich einen Punkt in Weiher unterschrieben. Nach diesem Spielverlauf sind es leider zwei verlorene Punkte für uns. Wir können aber auf jeden Fall stolz auf unsere Leistung sein, weil wir den Spitzenreiter am Rande eine Niederlage hatten. Zu den weiteren Vorkommnissen während und nach dem Spiel kann ich mich wie gesagt nicht äußern. Für Gesprächsstoff am Stammtisch ist auf jeden Fall gesorgt die nächsten Tage.“
Nachdem man weiterhin ungeschlagen bleibt, folgt am Sonntag ein Heimspiel gegen den neuen Tabellenführer TSV Rheinhausen. Prüfer: „Weiterhin sind wir ungeschlagen und möchten das auch bei unserem nächsten Heimspiel gegen Rheinhausen bleiben. Einfach wird das sicherlich nicht, weil dieses Team eine brutale Qualität hat. Das haben wir dieses Jahr schon im Pokal zu spüren bekommen. Wir hoffen das uns zu Hause eine Revanche glückt und wir wieder so eine Leistung wie in Weiher zeigen können.“

Dominic Feuerstein und sein TSV Rheinhausen grüßen von der Tabellenspitze, nachdem man beide Spiele der englischen Woche siegreich gestalten konnte. Hierbei zeigte sich der erfahrene Coach durchaus angetan von seiner Truppe, wenngleich er auch mahnende Worte findet: „Mit einem verdienten Sieg im Derby gegen die SpVgg aus Oberhausen fand eine für uns erfolgreiche englische Woche ihren Abschluss. 3:0 stand es nach einer guten ersten Halbzeit zur Pause, ein Ergebnis das durchaus noch ein/zwei Tore hätte höher ausfallen können. In der 2. Halbzeit spielten wir aus meiner Sicht etwas zu arrogant und wurden nachlässiger. Das hat mir nicht so gut gefallen. vielleicht war daran aber auch unser Oktoberfest am Tag zuvor Schuld.“
Als nächstes kommt es zum Spitzenspiel mit dem ebenfalls ungeschlagenen VfB Bretten 2: „Am kommenden Wochenende fahren wir nach Bretten zu einer Mannschaft, die für mich zu den Aufstiegsanwärtern zählt. Eine junge Truppe mit einem top Trainer, die sehr gut eingespielt ist. Ausgerechnet in dieser Woche haben unsere Personalprobleme infolge von Krankheit und Verletzung zugenommen, aber damit haben im Moment wohl viele Mannschaften zu kämpfen. Wir freuen uns auf dieses Spitzenspiel und wollen auch in Bretten etwas Zählbares mitnehmen.“

PROGNOSE:
Möge der Bessere gewinnen! FuPa tippt auf ein Remis.

Die SpVgg Oberhausen konnte die englische Woche nicht nutzen um die Abwärtsspirale zu beenden und bleibt Schlusslicht der A-Klasse. Dennoch machen die Ergebnisse gegen die Spitzenmannschaften aus Weiher (2:3) und Rheinhausen (1:4) Mut, dass man in den direkten Duellen gegen Philippsburg, Rinklingen und Karlsdorf 2 wieder punkten kann.

Der SV Philippsburg holt beim Spiel gegen den FV Ubstadt den zweiten Sieg in Serie und die Zähler fünf, sechs und sieben der laufenden Saison. Trainer Senad Nadarevic spricht von wiederkehrendem Selbstbewusstsein durch die ansteigende Formkurve und Vorfreude auf das Derby in Oberhausen: „So langsam erlangen wir wieder das Selbstvertrauen, das wir in der Vorbereitung hatten. Die sechs Punkte haben uns gut getan und jetzt hoffen wir weiter zu punkten. Jetzt fahren wir zum Derby nach Oberhausen und wollen dort weitermachen wo wir am Sonntag aufgehört haben. Aber es wird kein Selbstläufer - wir müssen alles abrufen, um dort zu punkten. Ich hoffe die Mannschaft nimmt das ernst.

PROGNOSE:
Spannung pur im Derby. Oberhausen wird mindestens einen Zähler einfahren.

Aufrufe: 011.10.2024, 16:00 Uhr
Tobias SchlegelAutor