
Am 24. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg liegt Spannung über der ganzen Tabelle. VfR Aalen führt mit 54 Punkten vor VfR Mannheim mit 49, dahinter schieben sich SV Oberachern, TSV Essingen, FC Nöttingen und FV Ravensburg dicht zusammen. Im unteren Bereich wird die Luft für 1. FC Normannia Gmünd, FSV Hollenbach, FSV 08 Bietigheim-Bissingen und FC Denzlingen immer dünner. Dazu kommt die Wucht des Nachholspiels unter der Woche: SV Oberachern schlug den Türkischen SV Singen zusätzlich mit 2:0. Diese Liga ist längst in einer Phase angekommen, in der jeder Spieltag ein Stück Wahrheit offenlegt.
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Der 1. Göppinger SV geht mit einer weiteren Niederlage im Rücken in dieses Heimspiel. Beim 1:3 in Aalen hielt die Mannschaft zunächst mit, ging durch Bastian Frölich sogar früh in Führung, musste sich am Ende aber der größeren Reife des Spitzenkandidaten beugen. Mit 26 Punkten bleibt Göppingen im unteren Mittelfeld und kann sich keinen Blick nach hinten ersparen. VfR Mannheim hingegen kam gegen 1. FC Normannia Gmünd nur zu einem 1:1 und verpasste es, den Druck auf Aalen zu erhöhen. Das Hinspiel gewann Mannheim 2:1, obwohl Denis Lübke den Göppinger SV schon in der 3. Minute in Führung gebracht hatte. Alexander Esswein und Pasqual Pander drehten die Partie. Mannheim reist also mit der Erinnerung an ein enges Hinspiel an – und mit dem klaren Auftrag, im Titelrennen keine weitere Delle zuzulassen.
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Beide Mannschaften kommen mit Niederlagen aus dem vergangenen Wochenende, und genau das macht dieses Duell so empfindlich. TSG Backnang verlor 0:1 in Villingen und bleibt bei 26 Punkten. Türkspor Neckarsulm musste sich zu Hause 0:1 gegen SV Oberachern geschlagen geben und steht ebenfalls bei 27 Punkten nur knapp davor. Das Hinspiel endete 1:1. Fabijan Domic brachte Backnang früh in Führung, ehe ein Eigentor von Mika Müller Neckarsulm den Ausgleich bescherte. Viel enger lässt sich ein Spiel kaum ankündigen. Beide stehen in einer Zone, in der ein Sieg entlastet und eine Niederlage sofort wieder Druck erzeugt.
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Für FC Denzlingen wird jede Woche härter. Das 0:3 in Reutlingen war der nächste Rückschlag für den Aufsteiger, der mit 13 Punkten auf dem letzten Platz der direkten Abstiegszone festhängt. FC 08 Villingen gewann dagegen 1:0 gegen TSG Backnang und hat sich mit 33 Punkten weiter Luft verschafft. Das Hinspiel war wild und offen, am Ende stand ein 3:3. Sebastian Weizel traf damals doppelt für Denzlingen, Marcel Sökler ebenso doppelt für Villingen, Gabriel Cristilli und Sandro Rautenberg ergänzten das Ergebnis. Besonders bemerkenswert: Nicolas Garcia Stein scheiterte für Denzlingen auch noch mit einem Foulelfmeter. Das Rückspiel trägt also die Erinnerung an ein offenes Hin und Her in sich – allerdings mit völlig anderer Tabellenlast auf Denzlinger Schultern.
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FSV 08 Bietigheim-Bissingen hat den späten K.o. in Hollenbach noch im Körper. Die Mannschaft führte dort nach Toren von Jona Lorch und Bleart Dautaj, verlor aber noch 2:3 durch Treffer in der 90. und 90.+9 Minute. Mit 18 Punkten bleibt die Lage äußerst prekär. Karlsruher SC II ging am vergangenen Wochenende beim 1:5 gegen FC Nöttingen deutlich unter und steht bei 29 Punkten. Das Hinspiel endete 2:2. Alexander Götz und Bleart Dautaj trafen für Bietigheim-Bissingen, Nico Engel und Frederik Recktenwald für den KSC II. Für die Gastgeber ist es ein Heimspiel mit hohem Druck, für Karlsruhe die Chance, die schwere Niederlage gegen Nöttingen sofort zu korrigieren.
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Kaum eine Mannschaft kommt mit mehr Schwung in diesen Spieltag als SV Oberachern. Erst gewann das Team 1:0 bei Türkspor Neckarsulm, dann legte es im Nachholspiel unter der Woche ein 2:0 gegen den Türkischen SV Singen nach. Oberachern hat sich damit mit voller Wucht in das obere Feld geschoben. 1. CfR Pforzheim dagegen erlitt beim 1:5 in Essingen einen schmerzhaften Rückschlag, zumal Cemal Durmus schon in der 42. Minute Rot sah. Das Hinspiel gewann Pforzheim 3:2. Noah Lulic traf doppelt, Walter Vegelin setzte spät den Schlusspunkt, obwohl Oberachern durch Marin Stefotic und Henri Scherer zwischenzeitlich zurückgekommen war. Dieses Rückspiel lebt deshalb von Revanche und Formstärke. Oberachern will seinen Lauf fortsetzen, Pforzheim muss nach dem Einbruch in Essingen Stand finden.
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Das ist das Spiel des Tabellenführers gegen einen Gegner, der gerade mit Macht auf sich aufmerksam gemacht hat. VfR Aalen gewann 3:1 gegen den 1. Göppinger SV und führt die Liga mit 54 Punkten an. TSV Essingen fegte 1. CfR Pforzheim mit 5:1 vom Platz und kommt nun auf 39 Punkte. Das Hinspiel gewann Aalen 2:0 durch Tore von Benjamin Kindsvater und Sasa Maksimovic. Genau diese beiden Namen standen auch zuletzt wieder im Zentrum, denn gegen Göppingen traf Benjamin Kindsvater erneut, Sasa Maksimovic erhöhte spät. Essingen reist mit Rückenwind und Offensivkraft an, Aalen mit der Aura des Spitzenreiters. Viel größer kann die Bühne in dieser Liga kaum werden.
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FC Nöttingen hat mit dem 5:1 beim Karlsruher SC II ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Khery Hamka, Salvatore Catanzano doppelt, Rafail Savvidis und Tasos Leonidis sorgten für einen Sieg, der Nöttingen bei 38 Punkten hält und im oberen Feld stabilisiert. Türkischer SV Singen verlor am Wochenende 0:3 gegen FV Ravensburg und unterlag zusätzlich unter der Woche im Nachholspiel bei SV Oberachern mit 0:2. Das Hinspiel war aus Sicht Singens ein Albtraum: 0:8 gegen Nöttingen. Tasos Leonidis, Enes Türköz und Salvatore Catanzano trafen damals, Singen sah zusätzlich Gelb-Rot gegen Jonas Zimmermann. Nöttingen geht also mit klarer Erinnerung an das Hinspiel hinein. Singen muss dagegen zeigen, dass die beiden jüngsten Niederlagen nicht tiefer in die Saison schneiden.
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Für 1. FC Normannia Gmünd war das 1:1 in Mannheim ein Punkt mit Charakter. Die Mannschaft glich spät durch ein Eigentor von Christian Kuhn aus, obwohl sie nach der Roten Karte gegen Tim Grupp in der 89. Minute in Unterzahl geraten war. FSV Hollenbach feierte dagegen einen emotionalen 3:2-Sieg gegen FSV 08 Bietigheim-Bissingen, bei dem Juan Faßbinder in der 90. Minute und Luke Knapp in der 90.+9 Minute trafen. Beide Teams stehen bei 23 Punkten und befinden sich mitten in der gefährlichen Zone. Das Hinspiel endete 0:0, damals sah Jonas Limbach für Hollenbach in der Schlussphase Rot. Mehr direkte Kellerwucht geht kaum: Zwei Mannschaften, gleiche Punktzahl, gleiche Notwendigkeit.
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SSV Reutlingen hat mit dem 3:0 gegen FC Denzlingen einen wichtigen Schritt gemacht und steht nun bei 27 Punkten. FV Ravensburg gewann beim Türkischen SV Singen mit 3:0 und behauptet sich mit 38 Punkten im oberen Bereich. Das Hinspiel entschied Ravensburg 3:1 für sich. Zwar brachte Willie Till Sauerborn Reutlingen früh in Führung, doch Daniele Gabriele, Kevin Wistuba und Marek Bleise drehten die Partie noch vor der Pause. Für Reutlingen ist dieses Heimspiel die Chance, die starke Leistung gegen Denzlingen zu bestätigen und sich weiter von unten abzusetzen. Ravensburg dagegen reist mit dem Blick nach oben – und mit der Gewissheit, dass ein weiterer Sieg die eigene Position deutlich stärken würde.
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